Spanien, Kanaren, Lanzarote  - Timanfaya, Seite 3

Eine Tour durch Lanzarotes Vulkanlandschaft - Vom Krater der Raben in den Nationalpark Timanfaya und zur Höhle James del Agua



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Romeo und Julia am Krater der Raben

Bei unserer Vulkantour Richtung Mancha Blanca kommen wir zunächst durch Tahiche und andere kleine weiße Dörfer, durch San Bartolome, biegen dann schließlich ein auf die Vulkanroute.
Klicke auf das BildUnser erster Vulkan, entstanden um 1730 als einer der ersten einer neuen Eruptionswelle, wird auch "Krater der Raben" genannt. Über das poröse Lavagestein stolpern wir zum Krater. An seinem Rand stehen zwei einsame Palmen, von den Eingeborenen ,,Romeo und Julia" genannt, wobei Julia allerdings schon reichlich verkümmert ist.
Aber die Umgebung der Vulkane ist alles andere als tot: "Bobo", der "Dummkopf", eine wilde Tabakstaude, nimmt anderen Pflanzen das lebenswichtige Wasser, klärt uns unser Reiseleiter auf.
Einen Geröllweg steigen wir den Krater hinab, stehen auf dem ebenen Boden. Der Weg und sogar ein Parkplatz wurden hier wegen eines einzigen Konzertes angelegt.

Die Montanas de Nueces und der Nationalpark Timanfaya

Unser nächstes Ziel sind die nahe liegenden Vulkanschlote der Montanas de Nueces. Wir stehen am Rand des Einganges ins Erdinnere, ohne irgendwo einen Grund des unermesslichen Schlundes sehen zu können.
Klicke auf das BildSchließlich erreichen wir den Nationalpark Timanfaya, einem 50 Quadratkilometer großen unwirklich scheinenden Lavagebiet, schwarz, porös, scheinbar ohne jedes tierische Leben.
Doch da, wo die Natur am kärgsten scheint, schärft sie auch den Blick für das besondere, zum Beispiel für Flechten, für die kleinsten Gewächse wie die bläuliche Abarten des Natternkrauts, das nur hier auf Lanzarote vorkommt. Bis 200 Meter tief reichen hier die Löcher in der Erde, an ihren Rändern stapeln sich die Lavabrocken.
Ein Teufel ist das Wahrzeichen des Parks: Hier sind die Pforten der Hölle. Aber vom Plateau des "Tin Tao" genießen wir den Rundblick, der bis zur Küste der nahen Nachbarinsel Fuerteventura reicht.


In der Höhle James del Agua

Zu Lanzarotes Vulkanlandschaft und Unterwelt gehört auch die Höhle James del Agua. Die Höhle, in der die einzigartigen blinden Krebse leben, wurde vom Inselkünstler Cesar Manrique "gestaltet": Vor der eigentlichen Höhle liegt nun ein künstliches Wasserbassin, und über bequeme Steinstufen kommt man in die Grotte, die als Restaurant genutzt wird.
Ein anderer Teil der Höhle dient als Kulisse für eine Multimedia-Show, die, untermalt von Sphärenmusik, die geologische Geschichte der Insel erzählt: "Genesis - Lanzarote"; Meere schlagen auf Land, Lava steigt aus dem Erdinneren herauf, erkaltet, neue Lava strömt, Pflanzen entstehen - und schließlich kommt der Mensch.





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