Spanien, Kanaren, El Hierro  - La Dehasa, Faro de Ochilla, Seite 8

Über Sabinosa und Casa Rosa in die Landschaft der Dehasa, El Hierros westliche Hochebene und zum Faro de Ochilla



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Straßendorf mit Weinanbau

Sabinosa ist ein kleines Dorf an der gewundenen Straße von Frontera Richtung Dehasa, Richtung Westen, mit kleinen abzweigenden Gassen, die noch gewundener und steiler als die Hauptstraße selbst auf die Hügel oder hinunter ans Meer führen.
Die Häuser sind weiß gekalkt und schmucklos. In einem der Gärten entdecken wir eine große hölzerne Weinpresse; in vielen Gärten wird auch Wein angebaut.

Die Heilquelle von Casa Rosa

Hinter Sabinosa wird die Straße schlechter, ist sie in weiten Teilen auch gar nicht mehr asphaltiert. Auf kurvenreicher Strecke geht es nun hinab nach Casa Rosa, ein unscheinbares Dorf aus wenigen Häusern an der zerklüfteten Steilküste, fast am westlichen Endpunkt der Bucht von El Golfo. Dieser unscheinbare Ort verfügt aber immerhin über ein Hotel - weil sich hier nämlich eine Thermalquelle befindet, deren Wasser gegen Haut- und Geschlechtskrankheiten wirken soll.
Wir finden den Brunnen mit der Quelle zwischen den schwarzen Klippen: Das Wasser muss in der Tat sehr heilsam sein: Es schmeckt nach Salz und Jod - abscheulicher als viele Medikamente.

Durch die Dehasa zur Ermita de los Reyes

Westlich von Casa Rosa hört die asphaltierte Straße gänzlich auf, und die Schotterpiste führt nun durch eine unwirtliche Landschaft: Wie ausgespieen aus einem riesigen Schlot bedecken Lavabrocken jeder Größe das ebene Feld zwischen der Straße und der flachen, aber steinigen Küste. In diesem Feld finden wir Muscheln, auch einen steinharten weißen Kiefernzapfen - obwohl hier weit und breit keine Kiefern zu sehen sind.
Klicke auf das BildJetzt geht es die Serpentinen steil und in scharfen Kurven nach oben. Wir passieren La Dehesa, die Hochebene des Westens. Unter uns liegt die Küste als ein einziges schwarzes Lavafeld - und an unserer Seite breitet sich eine vertrocknete "Heidelandschaft" aus. Zwei inzwischen weiße, kahle Bäume haben sich vor einem roten Berg auf den Boden geneigt, von der Sonne gebleicht, vom Wind verformt.
Klicke auf das BildUnser Ziel ist die Ermita de los Reyes, eine kleine Kapelle inmitten der als Weideland genutzten Dehesa. Weidende Rinder sehen wir zwar nicht, aber zwei mal wird unser Weg durch ein Tor versperrt, das man nach der Durchfahrt wieder verschließen soll: "Frei weidende Tiere" wird der Reisende auch auf Deutsch über den Grund dieser Wegsperren informiert.
Die weiße Kapelle liegt inmitten eines ummauerten Hofes. Offensichtlich gab es früher hier in dieser Abgeschiedenheit einige Mönchszellen. Berühmt ist die Kapelle aber vor allem wegen ihrer Marienstatue, das Heiligtum der ganzen Insel. Allerdings: Der Weg zur Kapelle ist weit interessanter als die Kirche selbst.


Am Leuchtturm von Faro de Ochilla

Klicke auf das BildNun fahren wir Richtung Südküste, zum Faro de Ochilla , dem Leuchtturm an dem südwestlichsten Zipfel der Insel - und damit am südwestlichsten Ende Europas.
Der einsame Bau liegt inmitten eines riesigen Lavafeldes, und in seiner unmittelbaren Nachbarschaft erhebt sich nur ein Kreuz auf den Klippen. Mauerreste aus aufeinandergestapelten Lavabrocken lassen auf frühere menschliche Behausungen schließen.
Für die Welt der Antike noch bis zur Fahrt des Kolumbus galt dieser Punkt unterhalb eines geborstenen Vulkanschlotes als das Ende der Welt - und so wirkt diese Gegend auf den Besucher noch heute.




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