Spanien, Kanaren, El Hierro  - Valverde, Frontera, Seite 6

Von El Hierros Hafen Puerto de la Estaca über die Inselhauptstadt Valverde und San Andres nach Frontera an der Bucht El Golfo



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Von Puerto de la Estaca nach Valverde

Vom Meer aus wirkt El Hierro kahl und schroff: Nur nackte Berge und eine einzige Ansammlung von Häusern, die Inselhauptstadt Valverde, sind zu sehen. Die Einfahrt in den Hafen Puerto de la Estaca bestätigt diesen Eindruck: Lediglich ein paar einsame Kakteen wachsen am Berg oberhalb der Hafenbucht.
Der Hafen selbst besteht lediglich aus einer Kaimauer, die aus einer Bucht herausragt. An diesem Hafengelände befindet sich ein Postbüro, an den Hängen, die gleich steil emporziehen, wurden vier oder fünf Häuser errichtet - das ist alles.
Klicke auf das BildBei der Fahrt vom Hafen weg ändert sich bis zur Inselhauptstadt Valverde an dem zunächst gewonnenen Bild nichts.
Valverde selbst erscheint als ein hübsches Landstädtchen mit verwinkelten Gassen. Es gibt eine schmale Hauptstraße, an der auch einige wenige ältere respektable Bürgerhäuser stehen, doch alles in allem scheint es sich bei Valverde eher um ein vergessenes Provinzstädtchen zu handeln.
Von der Hauptstraße aus geht es ein paar Treppen abwärts, dann steht man auf dem Kirchplatz, um den herum einige vornehme Häuser gruppiert sind, Einzig dieser Platz um die großzügige Kirche ragt aus dem Bild des vergessenen Provinzstädtchens heraus. Von hier aus hat man einen Überblick über die tiefer gelegenen Ortsteile.


Zwischenstopp in San Andres

Auffällig bei unserem weiteren Weg: Kleine Felder, auf denen zumeist aber nichts zu wachsen scheint, abgegrenzt mit zum Teil schon zusammengebrochenen Mauern aus schwarzem Lavastein. Häufig sind auch kleinere Wohnhäuser aus diesem Lavastein gebaut.
Klicke auf das BildIn San Andres, einem Bauerndorf hinter einem Bergrücken, legen wir einen kurzen Halt ein. Der Ort ist umgeben von großzügigen Anbauflächen, im Dorf selbst entdecken wir in einigen Gärten Apfel- und Citrusbäume. Einige wenige Häuser sind noch aus schwarzem Lavastein gebaut - ansonsten hat San Andres nicht das geringste zu bieten.
Je höher wir kommen, desto dichter stehen die Bäume. Wir fahren an kleinen Hainen vorbei - und befinden uns dann mitten in einem dichten Pinienwald. Inzwischen sind wir annähernd 1500 Meter über dem Meeresspiegel, wo die Wolken wie dichter Nebel auf der Straße liegen.



Frontera an der Bucht von El Golfo

Dann, wieder auf dem Weg nach unten, sieht man den El Golfo, die langgestreckte Bucht, die das Bild des Großteils des Inselnordens prägt.
Klicke auf das BildVor uns liegt nun Frontera, zunächst eine lose Ansammlung von Häusern, dazu am Ortseingang wie ein Wahrzeichen zwei Kirchen: Eine davon auf einem Berg gelegen, mit einem kleinen Schiff, aber darauf ein zweistöckiger Turm, so dass das ganze eher an einen Leuchtturm erinnert. Darunter, zu ebener Erde wie die übrige Stadt, liegt die andere Kirche, ein langgezogenes weißes Gebäude.
Dieser tiefer gelegene Kirchenbau stammt einer Inschrift nach aus dem Jahr 1892, ist innen holzgetäfelt und mit einigen Christusfiguren ausgestattet.
Berühmter ist allerdings die kleine Kapelle daneben auf ihrem rötlichen Hügel. Der Besucher erreicht sie über eine steile Treppe aus Lavastein - ein Weg, wie für einen Bußgang gemacht. Fotos dieser Kapelle finden sich in einigen Reiseführern, vor allem wohl wegen des imposanten Felshintergrundes, und diese Fotos sind beeindruckender als die Realität. Die Kapelle erweist sich als ein ziemlich moderner Bau. Lohnend ist der Aufstieg vor allem wegen der Aussicht auf die Ebene, auf das weit Klicke auf das Bildverstreute Frontera und auf die Küste des Golfs.
Auf dem Weg nach Las Puntas passieren wir große Bananenfelder. Las Puntas selbst ist ein ruhiges Dorf, die letzte Ansiedlung an der Straße von Frontera. Eine Skurrilität dieses Ortsteils von Frontera: Das "Hotel des Puntas", wie ein Schiff auf eine herausragende Landzunge gebaut, schmucklos und aus schwarzen Stein, aber, so das Guinessbuch der Rekorde, mit gerade vier Gästebetten das angeblich kleinste Hotel der Welt.
Ganz in der Nähe liegt Casas Guinea, das Museumsdorf im altkanarischen Stil, mit seinen winzigen schwarzen Lavasteinhütten. Unmittelbar daneben befindet sich ein Freiland-Terrarium, in dem die Riesenechsen El Hierros bis zu einer Größe von einem Meter heranwachsen.



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