Spanien, Kanaren, Gomera  - Los Organos, Seite 3

Eine Bootstour nach Los Organs und Delfin-Beobachtungen an der südlichen Küste vor La Dama



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Von Valle Gran Rey die Küste entlang nach Norden

Klicke auf das BildUm 10 Uhr vormittags sticht das Ausflugsboot von Vueltas in See, nimmt Kurs nach Nordwesten, nach Los Organos.
Zunächst passieren wir den Playa del Ingles, einen der schwarzen kleinen Strände von Valle Gran Rey, schon etwas abseits vom Ort gelegen, umgeben von Felsen, die steil ins Meer fallen. In einer Schlucht zieht sich der Küstenort Alojera bis hinunter ans Meer - aber dies ist weit und breit auch die einzige menschliche Ansiedlung.






An den „Orgelpfeifen“


Klicke auf das BildAls eine gespaltene Klippe ragt schließlich einer der Felsen ins Meer - und als wir diesen Felsen passiert haben, erblicken wir die "Organos", die "Orgelpfeifen". Tatsächlich handelt es sich um einen steilen Küstenfelsen, dessen Oberfläche durch Wetter und Wasser in Falten gelegt wurde, die nun wie runde Orgelpfeifen aussehen. Warum gerade hier und nur hier der Stein zu dieser Form geschliffen wurde - das ist leider nicht zu erfahren.





Gomeras südliche Küste

Wir fahren zurück nach Süden, an Valle Gran Rey vorbei, passieren La Dama, das hoch über dem Meer auf einem Felsplateau liegt. Oben auf dem Berg wachsen Bananen; die Felder werden mit Mauern vor dem Wind geschützt. Diese Felder bedecken völlig das ganze Felsplateau, und das Grün der Plantagen hebt sich deutlich ab von dem Rot und dem Grau, den vorherrschenden Farben des Gesteins.
Es scheint, als seien hier an der Südküste die Berge flacher, und immer wieder sieht man auch in größerer Entfernung einsame Häuser in den Schluchten oder auf einem Felskamm stehen. An den Küstenfelsen nisten Möwen - und vielerorts hat die Brandung tiefe Höhlen in das Gestein gegraben.
Zwischen La Dama und Playa Santiago liegt in einer kleinen Bucht eine verlassene Ortschaft, offensichtlich eine ehemalige Fischfabrik, eingeschlossen von Bergen, nur mit dem Boot erreichbar. Vor den Ruinen ankern wir, nehmen hier an Bord unser Mittagessen ein.
Dann laufen wir Playa Santiago an, ein kleiner Ort, der aber gerade eine rege Bautätigkeit entfaltet. Die Häuser sind strahlend weiß, sehen gediegen aus, und etwas abseits auf einem Felsen liegt das einzige Luxushotel der Insel. Im Osten kann man den Teide, den höchsten Berg Teneriffas und ganz Spaniens)in seiner ganzen Pracht bewundern.

Streifendelfine vor La Dama

Die Küste vor La Dama ist auch das Ziel von Delfin-Beobachtungsfahrten, die natürlich nur ohne Garantie einer Sichtung angeboten werden. Die Chance, auch tatsächlich Delfine zu sehen, läge ungefähr bei 65 Prozent, heißt es – und man müsse sich auf eine längere Wartezeit einstellen.
Tatsächlich ist es für das ungeübte Auge auch gar nicht so leicht, die schnellen Tiere auszumachen. Allzu leicht hält man voller Hoffnung einen dunklen Fleck im Wasser für einen großen Fisch, vielleicht sogar für einen Delfin oder einen Wal, um dann festzustellen, dass es doch nur ein Lichtspiel in den Wellen und der Strömung war.
Aber dann sehen wir doch nach eineinhalb Stunden, vielleicht 30 Meter vor unserem Bug, einen schwarzen Delfin bei seinem Sprung über die Wellen. Einige Meter hoch fliegt das Tier über das Wasser, um dann wieder ins Meer einzutauchen. Und es ist nicht allein! Eine ganze Delfinschule, vielleicht 20 oder 30 Tiere, tummeln sich in einiger Entfernung längsseits, bahnen sich in kurzen Sprüngen ihren Weg durch das Wasser. Es sind Streifendelfine, scheue Tiere, die sofort verschwinden würden, wenn wir uns weiter näherten, klärt uns der Bootsführer auf. Warum sich diese überaus schnellen Tiere - Verfolgung unmöglich - so völlig anders verhalten als die Fleckendelfine, die sogar um die Boote herumschwimmen, das wisse Gott allein.

Besuch bei den Fleckendelfinen

Doch die zutraulichen Fleckendelfine lassen sich bei unserer ersten Tour vor La Dama nicht blicken.Die sehen wir erst bei unserer zweiten Fahrt, dann aber einen ganzen Schwarm von hellgrauen Fleckendelfinen, die unser Boot begleiten.
Einzelne Tiere scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, direkt unter dem Boot hindurchzutauchen, um dann auf der anderen Seite urplötzlich für einen kurzen Moment wieder aufzutauchen. Allerdings: Dieser Moment des Auftauchens ist wirklich zu kurz, um ihn im Foto festzuhalten. Und zu akrobatischen Leistungen, zu hohen Sprüngen aus dem Wasser heraus, sind die Tiere heute nicht aufgelegt.


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