Spanien, Kanaren, Gomera  - Valle Gran Rey, Seite 2

La Gomeras Ferienzentrum Valle Gran Rey und eine Wanderung über den Höhenzug La Merica in das Nachbardorf



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Von der Inselhauptstadt San Sebastian nach Valle Gran Rey

Mit dem Bus geht es nach Landung im Hafen von La Gomeras Inselhauptstadt San Sebastian ins rund 50 Kilometer entfernte Valle Gran Rey. Über kurvenreiche Serpentinen quält sich der Bus in die Berge. Kaum ein Strauch, kein Baum, ab und an einige in die Berge für die Landwirtschaft gelegte Terrassen, auf denen momentan aber auch nichts wächst - das ist Gomera in der mittleren Höhenlage.
Doch je höher wir kommen, desto grüner wird die Umgebung, und schließlich ist es, als sei die Straße von Bäumen regelrecht überwuchert, hätte das Grün nur eine kleine Schneise für den Verkehr freigelassen.

Puntilla, Playa und Vueltas – Valle Gran Reys Ortsteile am Meer

Klicke auf das BildDer Küstenbereich von Valle Gran Rey zerfällt in drei Ortsteile. Neben Puntilla liegen im Nordwesten La Playa, der Strandbereich, und im Osten Vueltas, das Gebiet um den Hafen.
Das beeindruckende Panorama, das diese drei Ortsteile miteinander verbindet, ist das gewaltige Felsmassiv, das sich unmittelbar hinter den Ansiedlungen erhebt, und das steil nach Klicke auf das Bildoben ragt, auf seinem "Dach" teilweise bizarre Formen bildend.
Durch die engen Gassen mit ihren weißen meist zwei-, manchmal dreistöckigen Häusern - auch hier das meiste Appartementbauten - gelangen wir nach Vueltas zum Hafen, der in einer geschützten Buch zwischen hohen Felsen liegt. Es sind vor allem bunte Ruderboote, die hier ankern, dazu noch drei etwas größere Boote, aber auch die beileibe noch keine Yachten.
Unterhalb des Felsens führt ein Weg entlang, um den Hafen herum, zu einer Obstplantage und einer weiteren Pension. Oben in dem Felsen nisten einige Möwen.

Von La Calera über den La Merica nach Arure

Klicke auf das BildLa Calera ist ein lang gezogenes Straßendorf, der etwas höher gelegene Ortsteil von Valle Gran Rey. Die engen Gassen mit ihren kleinen ein- bis zweistöckigen Häusern schmiegen sich an den Fels, krumm und verwinkelt, ein Ort, der offensichtlich natürlich gewachsen ist, nicht dem Kopf eines Stadtplaners entsprang. Von hier machen wir uns auf den Weg in den Nachbarort Arure.
Die Route führt über den Höhenzug La Merica, eine Strecke von zwölf Kilometern, die in den Reiseführern auch als „Spaziergang“ bezeichnet wird.
Ein Holzschild verweist auf diesen Wanderweg nach Arure. Angeblich soll es solche Wanderwege auf Gomera schon im 16. Jahrhundert, möglicherweise noch früher in der Guanchen-Zeit Klicke auf das Bildgegeben haben. Wenn dem so ist, wurde an diesem Weg seither nicht viel getan: Geröll bedeckt den ganzen Pfad, der sich in steilen Windungen und Kurven nach oben zieht.
So weit es die Erschöpfung zulässt, kann man zwischendurch die Umgebung aus der Höhe bestaunen: Ein Tafelberg, der sich in der Ferne auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht erhebt, Palmenfelder unten im Barranco, die schroffe Küste von Valle Gran Rey, und schließlich die Felsen mit ihrem Diestelbewuchs und den Höhlen, die schon den Guanchen als Unterschlupf gedient haben dürften.
Und immer noch geht es höher hinauf. 983 Meter Höhe misst der La Merica laut unserer Karte.
Klicke auf das BildSchließlich liegt ein weites Feld vor uns, auf dem die Ziegen grasen. Zwei verfallene Hütten befinden sich am Wegesrand. Über unseren Köpfen kreisen große schwarze Vögel, möglicherweise Bussarde oder Adler.
Arure, unser Ziel, war laut Reiseführer einst Zentrum der Guanchenkultur. Heute ist es ein unscheinbares Bergdorf, in dem man noch einige kleinere Hütten aus aufeinandergeschichteten schwarzen Lavasteinen, der ursprünglichen Bauweise auf den Kanarischen Inseln, sieht.
In ihren Gärten haben die Einwohner vielfach Kakteen angepflanzt, die Pflanzen so dicht aneinander, dass man kaum hindurch kann. Aber an jedem Kaktus wachsen die schmackhaften Feigen, aus denen auch Marmelade hergestellt wird.


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