Spanien, Kanararen, Fuerteventura - La Lajita, Seite 2

La Lajita und Chupadero: Ein Fischerdorf mit Bauernmarkt und die Tauchplätze von Chupadero


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La Lajita - Dorfzentrum mit Strand

La Lajita, der nördliche Nachbarort des Ferienzentrums von Costa Calma, hat im Unterschied zu anderen Ortschaften der Südostküste schon eine erkennbare Geschichte aus der Zeit vor dem Tourismus.
Das eigentliche Dorf mit dem Ortskern liegt unmittelbar am Wasser, direkt am Strand, auf dem auch noch einige kleine Boote liegen. Zum Dorfkern gehört selbstverständlich die Kirche an der Strandpromenade, wo auch eine Dorfkneipe zu finden ist, aber ebenso ein Kinderspielplatz, dazu ein Platz, an dem sich die alten Männer des Dorfes zum Schwatz und Kartenspiel treffen. Von hier gehen einige verwinkelte Gassen ab, so, wie man es von einem früheren Fischerdorf erwartet.
Trotzdem wird auch La Lajita vom Tourismus bestimmt.

Oasis-Park und Bauernmarkt

Neben dem Oasis-Park bei La Lajita, dem Tier- und Freizeitpark im Süden von Fuerteventura, findet jeweils am Sonntag ein so genannter Bauernmarkt statt. Die Fahrt dahin gibt es sogar gratis. 30 Euro kostet schließlich der Eintritt in den Oasis-Park, und damit auch immer genügend Gäste kommen, organisieren die Betreiber einen kostenlosen Bus-Shuttle zwischen Park und den Hotelanlagen.
Immerhin warten Park wie Bauernmarkt mit exotisch-kanarischer Kulisse auf. Eine Kamelkarawane zieht am großen Parkplatz vorbei Richtung Park, wohl, um dort die lauffauleren Besucher aufzunehmen, vor dem Eingang gibt es einen Kakteengarten, bei dem manche der stachligen Pflanzen zu mehreren Metern Höhe aufgeschossen sind.
Ansonsten ist die Bezeichnung „Bauernmarkt“ eher übertrieben. Tatsächlich bieten einige Händler Fische oder landwirtschaftliche Artikel an, darunter mehr als faustgroße Zwiebeln, aber die meisten Anbieter auf diesem Markt sind wohl eher hier lebende Ausländer, auch etliche Deutsche, die die gleiche Ware feil bieten, wie es sie auch auf den Touristenmärkten andernorts gibt, etwa Lederwaren aller Art, geschnitzte Seife, Kunsthandwerk aus Leder, Holz und Stein. Ungewöhnlich ist da eigentlich nur ein sogenanntes Lavakissen, ein mit Lavageröll gefülltes Kissen, das man in der Mikrowelle erwärmen soll um dann damit zum Beispiel Gelenkschmerzen zu bekämpfen.
An diesen „Bauernmarkt“ schließt sich ein weitläufiges Gartencenter an, in dem man fast ausgewachsene Drachenbäume, Palmen und Kakteen erwerben kann.

Chupadero, der Süden: Engelhai und Co.

Schließlich findet sich bei La Lajita auch noch einer der vermutlich interessantesten Tauchplätze von Fuertreventura. Etwa in der Höhe des Eingangs zum Oasis-Park fährt man auf eine Piste zum Strand, zu einer Bucht namens Chupadero, umrahmt von zwei Felsen, mit einem Strand aus Sand, Geröll und Steinen. Getaucht wird vom Strand aus.
Richtung Süden geht es in eine Tiefe von etwas mehr als acht Meter, zu einem Tauchplatz mit sandigem Boden, durchsetzt von Kleinen Felsen und Steinen, auf den ersten Blick ein unscheinbarer, fast uninteressanter Tauchplatz. Es gibt einige kleinere Schwärme von Mönchsbarschen und Brassen, ich entdecke einen einsamen Picassofisch und eine Grundel, ein paar bunte Fische.
Was diesen Tauchplatz interessant macht, verbirgt sich unter den Felsvorsprüngen oder hat sich im Sand vergraben. Da zieht sich dann ein Sepir eilig in sein Versteck zurück, bewegen sich Kleine Butte vorsichtig über Sand, kaum vom Meeresboden zu unterscheiden, hat sich schließlich sogar ein kleiner Engelhai, noch ein Baby, im Sand eingegraben, bleibt, auf seine Tarnung vertrauend, am Boden liegen, als ihn der Divemaster freigelegt hat, gräbt sich dann, während wir entschwinden, so rasch als möglich wieder ein.
Bei einem zweiten Tauchgang an diesem Platz sehen wir den kleinen Engelhai zwar nicht mehr, dafür aber, in einer steinernen Mulde gut versteckt, einen kleinen Oktopus. Wären da nicht seine Augen, mit denen er aus seinem Versteck lugt, wäre er von den ihm umgebenen Gestein nicht zu unterscheiden.
Der Tintenfisch, auf den wir kurz darauf stoßen, ist schon leichter auszumachen. Zwar hat auch er sich ein Versteck zwischen den Steinen gesucht, aber die lila schimmernden Fangarme, mit denen er sich an diesen Steinen festklammert, sind doch zu verräterisch.
Ziemlich zum Schluss begegnen wir noch einem Sepir, noch ein Baby, das sich ungeschützt ein kurzes Stück über den Sand bewegt, dann aber schnell so gut als möglich eingräbt.


Chupadero, der Norden: Durch die Höhle….

Bei einem Tauchgang in Richtung des nördlichen Felsens erreichen wir zwar nicht einmal acht Meter Wassertiefe erreichen, erscheint die Unterwasserlandschaft hier etwas interessanter als beim gestrigen Tauchgang. Wir tauchen die ganze Zeit über sandigem Boden eine nicht sonderlich hohe Felsformation entlang, kommen dabei durch Unterwasser-Schluchten, durchtauchen schließlich auch eine recht enge, vielleicht vier Meter lange Grotte.
Wir stoßen auf etliche Eidechsenfische, Grundeln, begegnen einem Sepir und auch einem Einsiedlerkrebs, der sich in einer leeren Muschel eingenistet hat, nun in seinem gesamten Aussehen einer Wespe ähnelt und sehen natürlich auch wieder Schwärme von Mönchsfischen und Riffbarschen.

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