Spanien, Mallorca - Palma, Seite 3

Ein Streifzug durch die Altstadt der Inselmetropole Palma - von der Kathedrale La Seu zu den "Arabischen Bädern" und dem Rathausplatz



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Mit dem Linienbus in die Inselhauptstadt

Rund 45 Minuten dauert die Fahrt mit dem Linienbus etwa vom Touristenort Paguera in die Inselhauptstadt Palma – und diese Fahrt hat durchaus ihre Reize: Zunächst passieren wir Santa Ponca, ein Touristenort wie Paguera, aber augenscheinlich etwas größer, allerdings ohne irgendwelche Besonderheiten, zumindest keine, die bei der Durchfahrt irgendwie auffallen würden.
Aber dann kommen wir auf dem weiteren Weg nach Palma an alten Bauerngehöften vorbei, die eher wie kleine mittelalterliche Burgen erscheinen, dazu auch an einer „richtigen“ Burg – und schließlich sehen wir auch mehrere Mühlen entlang den Baustellen der neuen Autobahn. Auch diese Mühlen haben etwas wehrhaftes an sich: Meist stehen sie auf einem kleinen, vermutlich künstlichen Hügel, und der schmale Turm, der das eigentliche Mühlengebäude bildet, erinnert an einen klassischen Burgturm.

Vom Hafen zur Kathedrale La Seu

Wir erreichen Palma an seinem Hafen – und schon von weitem sieht man die Kathedrale der Altstadt, die Kathedrale La Seu. Zunächst einmal fahren wir an dem Hafen entlang, kommen am Yachtclub vorbei, dann auch an der mächtigen alten Stadtmauer, über deren Spitze man die Häuser der Altstadt sieht – und auf der vielleicht ein halbes Dutzend Mühlen, einige schon ziemlich verfallen, andere noch gut erhalten, stehen.
Klicke auf das BildAm Ende der Hafenpromenade ist für uns Endstation: Von hier aus geht es zur Kathedrale und in die dahinter liegenden Gassen der Altstadt. Doch um dahin zu gelangen müssen wir erst einmal an einer „Restaurantstraße“ vorbei, wo das Bier in Liter-Gläsern ausgeschenkt wird, versehen mit vielleicht 50 Zentimeter langen Strohhalmen, aus denen zwar kein Gast trinken kann, aber so gleich an die touristischen Trinkgewohnheiten des Ballermann erinnert wird.
Dass die Kathedrale von Palma ein Sakralbau ist, sieht man dabei eigentlich nur an den filigranen Kirchtürmen. Ansonsten ist auch diese Anlage auf Abwehr von Angriffen ausgerichtet. Vom Hafen aus liegt sie – wie als Eingang zur Stadt – erhöht, ist von mehreren Mauern umgeben – und wer zu ihr will, muss erst Stufe um Stufe nehmen, Tor um Tor passieren.
Gewaltig ist das Eingangstor zum Kirchenschiff mit den Heiligenfiguren links und rechts des Portals.





Die Arabischen Bäder und der Rathausplatz in der Altstadt

Klicke auf das BildHinter der Kathedrale schließen sich die engen Altstadtgassen an, die meisten Häuser ziemlich schmucklos, dafür aber teilweise mit hölzernen Erkern, und ab und an sieht man auch, wie eine Brücke zwei Häuser auf den beiden Seiten einer solchen Gasse verbindet.
Klicke auf das BildIn diesen Gassen stoßen wir auf die „Arabischen Bäder“, das einzige bauliche Überbleibsel der maurischen Herrschaft über die Balearen. Viel ist aber auch hier von den „Arabischen Bädern“ nicht geblieben: Ein dunkler, kuppelüberdachter Raum, die Kuppel dabei von Säulen gestützt, in einem Vorraum dazu einige Amphoren aus maurischer Zeit.
Dafür verfügen die „Arabischen Bäder“ aber wohl über den schönsten Gärten innerhalb der Altstadt von Palma – die an begrünten Innenhöfen hinter den Mauern nicht gerade arm ist. Sogar Klicke auf das Bildein Zitronenbaum gedeiht hier prächtig und trägt gerade seine Früchte.
Die Gesichter dieser Altstadt – manche Reiseführer schreiben, Palma wäre die schönste Mittelmeerstadt, aber das Mittelmeer kennt ja gleich viele „schönste Städte – sind durchaus vielfältig: Der Placa de Cort, der Rathausplatz, hat nun gar nicht mehr von Mittelalter; dafür erinnert das Rathaus eher an die Zeit der Entdecker und Spaniens großer Zeit als Kolonialmacht, eine Zeit, in der der verknöcherte, inzwischen längst zerfaserte Olivenbaum, der heute das Herz des Rathausplatzes markiert, hier ebenfalls schon gestanden hat.
Und gleich an den Rathausplatz schließen sich verspielte Jugendstilbauten an jene Häuser aus dem beginnenden 20. Jahrhunderts, bei denen die spanischen Architekten die Moderne vorwegnahmen.


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