|
|

|

|

|

|
| Paguera
- und der Strand Playa Palmira |
La
Seu, die große Kathedrale von Palma |
Das
Tazhaus von Palma - im Herzen der Altstadt |
Andratx
- eine mächtige Kirche für die Landgemeinde |
|

|

|

|

|
| Das
Panorama von Sóller - zwischen den Bergen |
Am
Stadtrand von Sóller - eine Kirche in den Zitrusfeldern |
Ein
Blick auf die Altstadt von Valldemossa |
Die
ehemalige Mönchs-Klause von Valldemossa |
|
Fels im Meer:
Der Tauchplatz von El Torro |

|

|
Unterwasser-Begegnung
mit einem Oktopus |
Zum Betrachten
der Fotos klicken Sie auf die Vorschaubilder
Beschriebene Orte: Paguera
- Palma
- Andratx
- Banyalbufar
- Deiá
- Sóller
- Valldemossa
- Santa Ponca
- Tauchplätze: Calla Fornells
- Es Malgrat
- El Torro
Reisebericht
herunterladen Mehr Bilder aus Spanien
und
Mallorca
als Postkarte oder zum Download
Die
Mallorca-Reise als Video
Forum:
Fragen und Antworten zu Reisen in Spanien
Haben
auch Sie eine
Webseite zum Thema Reisen ins Netz gestellt? Dann tragen Sie sich doch
bitte in meinem Reisekatalog
für alle Themen rund ums Reisen
ein. Dazu können Sie sich auch gern in der allgemeinen Linkrotation
eintragen, wo es auch um andere Themen geht. Fragen zum Thema dieser
Webseite stellen Sie bitte nicht per E-Mail, sondern in
meinem Forum.
Mehr Reisen suchen
Montag,
29. Mai 2006: Palma – Paguera
Wir landen gegen
20.30 Uhr auf dem Flughafen von Palma: Von der Rollbahn aus sieht
man einige altertümliche Windmühlen, wie sie ansonsten die
Postkarten zieren, ein fast ländliches Idyll, das Bild einer
beschaulichen Insel.
Dieses
Bild relativiert sich dann aber beim Betreten des Flughafengebäudes:
das ist nicht einfach ein für eine Insel dieser Größe überdimensionierter
Flughafen, das ist ein internationaler Airport, der so auch der
Airport jeder
Millionen-Metropole sein könnte - und es ist vor allem ein
Airport der langen Wege. Es dauert eine kleine Ewigkeit, bis wir
vom Ankunftsgate die Gepäckausgabe erreicht haben.
Direkt
vom Flughafen ab geht die Autobahn: Auch die erinnert eher an großstädtisches
Ballungsgebiet denn an Inselidylle. Aber so dauert die reine
Fahrtzeit immerhin nicht einmal eine halbe Stunde, bis wir Paguera
– auf den mallorquinischen Ortsschildern heißt es allerdings
Peguera – erreicht haben.
Direkt
unser Hotel, das Mar Y Pins, anfahren, kann der Touristenbus
jedoch nicht. Pagueras enge Straßen sind meist Einbahnstraßen,
und unser Hotel liegt zudem unmittelbar am Ende des Sandstrandes
der Bucht, am Playa Palmira – für größere Fahrzeuge nicht
mehr erreichbar.
Nach
23 Uhr schließen auf der Hauptstraße, die parallel zum Strand
verläuft, nach und nach alle Restaurants. Immerhin bekommen wir
aber noch einen letzten Wein.
Dienstag, 30.
Mai 2006: Paguera – Palma
Von dem Balkon
unseres Zimmers sehen wir genau auf den Playa Palmira, umrahmt von
einer Mole genau von unserem Hotel und einer ins Meer ragenden
Felsküste auf der anderen Seite. Dabei ist Paguera von Bergen
umgeben – und auch beim Spaziergang in der vor allem aus Hotels,
Restaurants und Boutiquen bestehenden Ortschaft sind bereits in
unmittelbarer Meeresnähe einige Höhenunterschiede zu überwinden.
Theoretisch
soll der Bus der Linie 102 um 12.10 Uhr von der Haltestelle an der
Hauptstraße, keine hundert Meter von unserem Hotel entfernt, nach
Palma fahren. Aber eben nur theoretisch. Der Bus, der laut
Fahrplan um 12.10 Uhr an dieser Haltstelle vorbei kommen soll, fällt
ganz aus. Und der darauffolgende Bus – theoretisch fahren sie
alle 20 Minuten – hat auch seine zehnminütige Verspätung.
Allerdings weist der Fahrplan auch daraufhin: Die angegebenen
Zeiten sind Richtwerte, tatsächlich könne die Praxis davon um
plus oder minus 15 Minuten abweichen.
Dafür
ist die Fahrt nach Palma mit 2,40 Euro pro Person für die
einfache Strecke doch erstaunlich preisgünstig – und nach 45
Minuten haben wir die Inselhauptstadt auch schon erreicht.
Dabei
hat auch die Fahrt nach Palma ihre Reize: Zunächst passieren wir
Santa Ponca, ein Touristenort wie Paguera, aber augenscheinlich
etwas größer, allerdings ohne irgendwelche Besonderheiten,
zumindest keine, die bei der Durchfahrt irgendwie auffallen würden.
Aber dann kommen wir auf dem weiteren Weg nach Palma an alten
Bauerngehöften vorbei, die eher wie kleine mittelalterliche
Burgen erscheinen, dazu auch an einer „richtigen“ Burg – und
schließlich sehen wir auch mehrere Mühlen entlang den Baustellen
der neuen Autobahn.
Auch diese Mühlen haben etwas wehrhaftes an sich: Meist stehen
sie auf einem kleinen, vermutlich künstlichen Hügel, und der
schmale Turm, der das eigentliche Mühlengebäude bildet, erinnert
an einen klassischen Burgturm.
Wir
erreichen Palma an seinem Hafen – und schon von weitem sieht man
die Kathedrale der Altstadt, die Kathedrale La Seu. Zunächst
einmal fahren wir an dem Hafen entlang, kommen am Yachtclub
vorbei, dann auch an der mächtigen alten Stadtmauer, über deren
Spitze man die Häuser der Altstadt sieht – und auf der
vielleicht ein halbes Dutzend Mühlen, einige schon ziemlich
verfallen, andere noch gut erhalten, stehen.
Am
Ende der Hafenpromenade ist für uns Endstation: Von hier aus geht
es zur Kathedrale und in die dahinter liegenden Gassen der
Altstadt. Doch um dahin zu gelangen müssen wir erst einmal an
einer „Restaurantstraße“ vorbei, wo das Bier in Liter-Gläsern
ausgeschenkt wird, versehen mit vielleicht 50 Zentimeter langen
Strohhalmen, aus denen zwar kein Gast trinken kann, aber so gleich
an die touristischen Trinkgewohnheiten des Ballermann erinnert
wird.
Dass
die Kathedrale von Palma ein Sakralbau ist, sieht man dabei
eigentlich nur an den filigranen Kirchtürmen. Ansonsten ist auch
diese Anlage auf Abwehr von Angriffen ausgerichtet. Vom Hafen aus
liegt sie – wie als Eingang zur Stadt – erhöht, ist von
mehreren Mauern umgeben – und wer zu ihr will, muss erst Stufe
um Stufe nehmen, Tor um Tor passieren.
Die
Kirche ist geschlossen, und so bleibt uns zur Besichtigung nur das
gewaltige Eingangstor zum Kirchenschiff ansehen, mit den
Heiligenfiguren links und rechts des Portals.
Hinter
der Kathedrale schließen sich die engen Altstadtgassen an, die
meisten Häuser ziemlich schmucklos, dafür aber teilweise mit hölzernen
Erkern, und ab und an sieht man auch, wie eine Brücke zwei Häuser
auf den beiden Seiten einer solchen Gasse verbindet.
In
diesen Gassen stoßen wir auf die „Arabischen Bäder“, das
einzige bauliche Überbleibsel der maurischen Herrschaft über die
Balearen. Viel ist aber auch hier von den „Arabischen Bädern“
nicht geblieben: Ein dunkler, kuppelüberdachter Raum, die Kuppel
dabei von Säulen gestützt, in einem Vorraum dazu einige Amphoren
aus maurischer Zeit.
Dafür
verfügen die „Arabischen Bäder“ aber wohl über den schönsten
Gärten innerhalb der Altstadt von Palma – die an begrünten
Innenhöfen hinter den Mauern nicht gerade arm ist. Sogar ein
Zitronenbaum gedeiht hier prächtig und trägt gerade seine Früchte.
Die
Gesichter dieser Altstadt – manche Reiseführer schreiben, Palma
wäre die schönste Mittelmeerstadt, aber das Mittelmeer kennt ja
gleich viele „schönste Städte – sind durchaus vielfältig:
Der Placa de Cort, der Rathausplatz, hat nun gar nicht mehr von
Mittelalter; dafür erinnert das Rathaus eher an die Zeit der
Entdecker und Spaniens großer Zeit als Kolonialmacht, eine Zeit,
in der der verknöcherte, inzwischen längst zerfaserte
Olivenbaum, der heute das Herz des Rathausplatzes markiert, hier
ebenfalls schon gestanden hat. Und gleich an den Rathausplatz
schließen sich verspielte Jugendstilbauten an jene Häuser aus
dem beginnenden 20. Jahrhunderts, bei denen die spanischen
Architekten die Moderne vorwegnahmen.
An
einer Hauptstraße, auf deren Fußgänger-Mittelstreifen etliche
Buchhändler ihre Marktzelte aufgeschlagen haben, gehen wir nun
zurück zur Bushaltestelle, fahren dann wieder mit dem 102’er
nach Paguera.
Mittwoch, 31.
Mai 2006: Andratx
Ein
regnerischer Tag auf der Urlaubsinsel!
Das
Glasboot, das uns an der Felsküste entlang zum Port d’Andratx
bringt, hat aber zum Glück einen Kabinenraum, der für alle
Passagiere genügend Platz bietet – und trotz des mitunter
unangenehm kalten Windes bleibt die See doch so ruhig, dass auch
keiner der Passagiere von der Seekrankheit ergriffen wird. 16 Euro
pro Person haben wir für diese Bootstour zum Wochenmarkt von
Andratx, dem angeblich größten Wochenmarkt der Insel, gezahlt.
Sandstrände
sind aber wohl auch auf der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen
die Ausnahme: Die Buchten, an denen wir auf unserer etwa 50-minütigen
Bootsfahrt vorbeifahren, sind von Steilküsten geprägt – und überall
entdeckt man in den Felsen kleinere und größere Höhlen.
Port
d’Andratx, Hafen der Gemeinde Andratx, liegt ebenso wie Paguera
geschützt inmitten einer Bucht – wobei hier aber die Bucht um
einiges tiefer ins Land schneidet, das Hafenstädtchen aber zu
beiden Seiten der Bucht liegt, der kleine Ort durch das Wasser
dabei regelrecht zerschnitten wird.
Auch
in Port d’Antratx liegen fast ausschließlich kleinere Yachten,
jedenfalls keine Fischerboote – und auch dieser Ort scheint sich
vor allem an den Bedürfnissen der Touristen zu orientieren.
Anders
dagegen Andratx selbst: An sechs tagen der Woche, so ist in den
Reiseführern zu lesen, ziehen die Touristenströme an der
Landgemeinde vorüber, nur am siebten, dem Tag des Wochenmarktes
bevölkern sie die Dorfgassen. Tatsächlich hat Andratx außer
einer halb verfallenen wuchtigen Dorfkirche, in deren Schatten der
ganze Ort zu ruhen scheint, wenig zu bieten. Aber eine solche
Kirche, so romantisch sie auch erscheinen mag, findet sich hier ja
praktisch an jedem Ort.
Also
der Wochenmarkt! Und wenigstens an diesem Tag wird das ansonsten
beschaulich dreinschauende Andratx von der Globalisierung
erfasst: Die ersten Marktstände, wenn man von der Garage der
Autobusse kommt, werden weniger von einheimischem Bauern, als von
Zuwanderern aus Afrika betrieben – die hier sowohl afrikanisches
Kunsthandwerk als auch Sonnenbrillen und Uhren feil bieten. Das
Hauptprodukt des Marktes sind allerdings Schuhe und andere
Lederwaren, dazu Textilien, alles, was ein Tourist eigentlich
nicht braucht, doch durch die Marktgassen schieben sich nun wohl
einige Tausend Menschen aus aller Welt, und auch einige Brocken
Russisch sind bereits zu vernehmen.
Aber
es gibt sie noch, die Markthändler vom Lande, die hier
Agrarisches aus eigener Produktion – zumindest sagen sie das –
anbieten: Und an einem solchen Stand decken wir uns dann auch mit
herrlich salzigem Schinken, einem herzhaften Käse und einer
hoffentlich haltbaren Salami ein.
Mittlerweile
fängt es an, wieder stärker zu regnen; die Massen flüchten in
die wenigen Cafés, die schnell überfüllt sind – und bald
darauf geht es wieder mit dem Bus zurück nach Paguera.
Was
wir per Zufall an der Haltstelle entdecken: Von Paguera kommt man
nach Andratx auch bequem mit dem normalen Linienbus 102 – für
2,40 Euro.
Am
späteren Nachmittag unternehmen wir noch einen kleinen
Spaziergang entlang der Küstenstraße von Paguera nach Cala
Fornells: Die Straße ist recht hübsch bebaut – auf der
Bergseite mit kleinen Appartementhäusern, die sich terrassenförmig
den Hang hoch schieben, auf der Küstenseite mit eben so schicken
Bungalows, die einen herrlichen Ausblick auf die Bucht bieten.
Donnerstag, 1.
Juni 2006: Sóller – Valldemossa
Bei
einem Tagespreis von 35 Euro ist unser Leihwagen, ein Ford K, nun
wirklich nicht teuer; aber mehr wert ist er leider auch nicht: Das
Profil der Reifen ist wohl nur noch in Restbeständen vorhanden,
was mich bei Regennässe auf der Straße, und an der herrscht
heute kein Mangel, regelmäßig ins Schleudern bringt. Dazu gerät
der Motor bei Anfahrten am Berg des öfteren ins Stottern.
Die
Schönheit der Landschaft an der Strecke durch den Südwesten lässt
sich unter diesen Umständen jedenfalls nur bedingt genießen.
Hinter
Andratx scheint das touristische Mallorca, jedenfalls das Mallorca
der Hotelklötze, zu enden. Die
kurvenreiche Küstenstraße führt an menschenleeren Felsbuchen
vorüber, an einem einsamen Wehrturm, der wohl vor einigen
Jahrhunderten als Ausguck zur Warnung vor Piratenüberfällen
gedient haben mag.
In
der Nähe der Küste, aber bereits wieder in den Bergen, passieren
wir das Dörfchen Banyalbufar, kaum mehr als ein Straßendorf,
dessen Häuser aus grauem Stein terrassenförmig an den Fels
gebaut sind. Und ganz ähnlich, vielleicht ein klein wenig, aber
kaum spürbar größer gibt sich hinter der Gabelung zwischen Sóller
und Valldemossa das Bergdorf Deiá, bekannt als die Künstlergemeinde
von Mallorca. Zum kurzen Stop fehlt uns aber nicht nur die Zeit
– einen Parkplatz zu finden ist hier fast ebenso ein Ding der
Unmöglichkeit.
In
einer Talmulde, umgeben von Plantagen mit Zitrusfrüchten, liegt
unser erstes Tagesziel, das Landstädtchen Sóller. Wir lassen den
Wagen an der Hauptstraße stehen, biegen an einer größeren
Kapelle auf den Feldweg, der uns in die Stadt führt. Und der Weg
ins Stadtzentrum ist gar nicht zu verfehlen: Die alles überragenden
Kirchtürme bieten eine hervorragende Orientierung.
Dabei ist der Placa
de la Constitucion, der Verfassungsplatz, Sóllers Hauptplatz vor
dieser Kirche und vor dem Rathaus, nicht größer als beliebige
Dorfplätze sind. Aber das hier ist Stadt, mit engen Geschäftstraßen,
die vom Hauptplatz abgehen – und über den Platz fährt sogar
eine schmalspurige Straßenbahn!
Was Sóller
ausstrahlt ist der Versuch einer reich gewordenen Landgemeinde,
sich als moderne Stadt darzustellen, ein Versuch, der zu Beginn
des 19. Jahrhunderts auch durchaus geglückt zu sein scheint –
und dann erfolgreich auf diesem Stand konserviert wurde.
Die große
Attraktion von Sóller ist dabei nicht einmal seine Straßenbahn,
auf einer spanischen Insel in einem Ort dieser Größe zu dieser
Zeit schon erstaunlich genug, Sóllers Attraktion ist der im
Jugendstil errichtete Bahnhof, wo immer noch regelmäßig die aus
Palma kommenden Passagiere den hölzernen Waggons der
Schmalspurbahn aussteigen.
Wir fahren aber
weiter mit unserem Leihwagen, zurück Richtung Süden, nach
Valldemossa. Zwar gilt auch Valldemossa sogar schon seit dem frühen
Mittelalter, seit der arabischen Zeit Mallorcas als „Stadt“
– aber dieser Ort ist dabei doch schon von seiner Bauweise bis
heute Landgemeinde, Dorf geblieben. Allerdings: Heute ist dieses
Dorf ein Anziehungspunkt für Touristen aus ganz Europa, die nun
über die breiten kopfsteingepflasterten Dorfstraßen bummeln,
vorbei an den unzähligen Cafés und Restaurants und natürlich
den Andenkenläden, in denen neben Keramiken, Kacheln oder Likören
in allen Sprachen das Buch erkauft wird, dem Valldemossa seine Berühmtheit
verdankt: George Sands „Ein Winter auf Mallorca“. Zwar hat die
Autorin, die hier mit ihrem Lebensgefährten Frédéric Chopin den
Winter 1838/39 erlebte, eher erlitt, an den Bewohnern von
Valldemossa wie auch von ganz Mallorca kein gutes Haar gelassen,
aber die Nachfahren der Geschmähten haben es doch ganz gut
verstanden, auch diesen Verriss ihrer Insel ins
Touristik-Marketing zu integrieren.
Verbracht hatten
Chopin und Sand ihre Zeit in einer ehemaligen Kartäuser-Klause
– und dieses frühere Kloster ist, wie sollte es anders sein,
das größte Gebäude des Ortes, hat in früheren Zeiten wohl auch
als Kirche gedient und sieht immer noch aus wie eine Kirche. Dabei
gibt es allerdings eine Besonderheit, die das Bild dieses über
den Ort hinausragenden Bauwerkes kennzeichnet: Die beiden
„Kirchtürme“ sind völlig asymmetrisch, einer mit einer grünen
Kuppel versehen, dagegen abgeflacht, so, als wäre er nach
irgendeiner Katastrophe nicht mehr fertig restauriert worden.
An die Klause
schließt sich ein Park an, der, wären die Hecken höher, auch
einen guten, nach Wacholder duftenden Irrgarten abgeben könnte.
Viel Zeit bleibt
uns aber nicht in dem Ort: Um 19 Uhr müssen wir in Paguera wieder
unseren Leihwagen abgeben.
Freitag, 2. Juni
2006: Calla Fornells und Es Malgrat (Tauchplätze)
Am eindeutigsten
sieht man die Bausünden des mallorquinischen Touristenbooms vom
Meer aus!
Der
Blick in die Bucht von Santa Ponca wird verstellt von eintönigen
Betonklötzen, die nicht einmal einen Hauch von architektonischer
Phantasie erkennen lassen.
Wir
sind von Port Adriano, einem Ortsteil und Hafen von Santa Ponca zu
den Tauchplätzen der Umgebung aufgebrochen, steuern nun als
erstes Ziel die Bucht von Calla Fornells an.
Der
Meeresboden ist felsig, voller Seegras und Algen und mit
Weichkorallen, die an den Steinen wachsen. Wegen der rauen See
haben wir allerdings eine nur schlechte Sicht von vielleicht fünf
Metern.
Der
nächste Tauchgang führt uns nach Es
Malgrat, einer Gruppe von
drei einsamen Felsen vor der Küste. Auch hier finden wir einen
felsigen Untergrund, bewachsen mit Seegras und Algen, in denen
einige Schwärme von Brassen ihr Futter suchen. Die Sicht ist aber
auch hier nicht wirklich besser als beim ersten Tauchgang.
Samstag, 3. Juni
2006: El Torro (Tauchplatz)
Vom
Meer aus kann man ihn nicht direkt einsehen, den Yachthafen von
Santa Ponca. In dem liegen tatsächlich prächtige Boote, zum großen
Teil unter englischer, einige unter kanadischer Flagge – und die
lassen das Tauchboot geradezu winzig aussehen. Allerdings nehmen
wir auch gar nicht das Tauchboot – sondern das noch kleinere
Schlauchboot.
El
Torro ist eine größere Felsinsel mit einem Leuchtturm und den
Resten einer in den Fels geschlagenen Hütte – und eben einer
der bekanntesten Tauchplätze an diesem Küstenstreifen Mallorcas.
Unser erster
Tauchgang führt uns in 18 Meter Tiefe die Ostseite der Insel
entlang. Wir stoßen dabei auf eine Unterwasserlandschaft auf
Felsen, auf ein Plateau, das wir nun entlangtauchen. Neben
Seebrassen begegnen uns dabei immer wieder Seesterne und auch
einige Oktupanten, die teilweise die Größe von Pferdeköpfen
erreichen.
Auch
beim zweiten Tauchgang, nun an der Westseite, stöbern wir immer
wieder Oktupanten auf, die sich in den Mulden des Plateaus, das
die ganze Insel zu umgeben scheint, verstecken. Dazu sehen wir
wieder Seesterne, Brassen – und schließlich auch einen Schwarm
Barakudas.
Zum
Abschluss tauchen wir noch – in ungefähr fünf Meter
Wassertiefe – in eine breite Höhle.
Sonntag, 4. Juni
2006: Paguera
Wir verbringen
einen Sonnentag auf der Swimmingpool-Terrasse des Mar Y Pins,
genießen die Aussicht auf die Bucht – und die Tatsache, einmal
ungetrübt schönes Wetter ohne Wolken zu erleben.
Montag,
5. Juni 2006: Paguera – Palma
Pünktlich
um 11.50 Uhr kommt der Bus, um uns zurück zum Flughafen zu
bringen.
Online: |