Portugal, Algarve: Carvoeiro, Seite 1

Carvoeiro - Vom Fischerdorf zum Touristenzentrum an der Felsküste und den Buchten der Algarve


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Touristenzentrum an felsiger Küste

Rund um Carvoeiro, einst Fischerdorf, nun Ferienort und Ortsteil des Kreisstädtchens Lagoa, scheint man kaum anderes zu finden als Hotels und Ferienanlagen. Die aber liegen immerhin an einer faszinierenden Felsküste aus steilem, hoch ragenden rotbraunen Gestein, zerklüfteten Klippen mit Höhlen an der Wasseroberfläche. Unterbrochen wird die Felsküste aber ab und an von kleinen Buchten mit Sandstrand.

Im alten Fischerdorf



Klicke auf das BildAuch auf der Straße hinter dem eigentlichen Ortseingang bestimmen Hotels, Restaurants und Appartementhäuser das Bild – ein voll und ganz auf Fremdenverkehr ausgerichteter Ort.
Erst rund um den Praia da Carvoeiro ändert sich dieses Bild ein wenig. Das ist das Zentrum des einstigen Fischerdorfes: eine kleine Bucht mit einem Sandstrand, auf dem auch tatsächlich noch einige kleine Fischerboote liegen. Links und rechts ist dieser Strand von hohen Felsen umgeben, auf denen sich auch noch das alte Dorfbild mit der Bausubstanz aus bescheidenen einstöckigen Häuschen erhalten hat.
Doch gleich daran schließt sich wieder eine moderne Geschäftsstraße mit den üblichen Touristenangeboten, Hotels und Ferienappartements an.

Mit dem Boot zu den Höhlen

Die Bootsfahrt vom Praia de Vale Centianes Richtung Osten bis zum Praia Marina dauert rund eine Stunde und führt uns in die Höhlen in der Felsküste der Algarve. Es ist eine ganze Vielzahl von Höhlen unterschiedlicher Größe und Länge, die die Flut hier in die Felsen gespült hat.
Klicke auf das BildDie erste Höhle, die wir besuchen, ist die Grutra da Cara, die „Nasenhöhle“. Die verdankt ihren Namen der Felsformation an ihrem Eingang: Die hat die Form eines menschlichen Gesichtes mit hervorstechender Nase.
Bei niedrigem Wasserstand kann man in die meisten Höhlen mit dem Boot hineinfahren, auch, wenn man mitunter den Kopf einziehen muss. An dem unterschiedlich gefärbten Gestein erkennt man, wie hoch das Wasser bei Flut steigt – und in mancher Höhle sieht man sogar in der Decke eingewachsene Muscheln. Da steht Klicke auf das Bildbei hoher Flut dann alles unter Wasser. In anderen Höhlen wiederum nisten in den höheren Lagen Mauersegler oder Fledermäuse.
Eine Überraschung erwartet die Besucher in der Paradiso genannten Höhle. An deren Ende befindet sich ein kleiner Sandstrand – der bei Hochwasser allerdings immer wieder überflutet wird.
Andere Höhlen, in die wir noch hineinfahren: die „Kathedrale“, die größte Höhle, auch die mit eigenem Strand und dazu wegen eines Durchbruchs in der Höhlendecke lichtdurchflutet und die „Krokodilhöhle“, wie die „Nasenhöhle“ nach einer Felsformation über ihrem Eingang benannt.
An einen trinkenden Elefanten erinnert unterdessen die gewaltige Felsformation am Praia da Marinha, wo das Boot schließlich dreht und zum Ausgangspunkt zurückfährt.


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