Besuch in Nyksund, ein ehemaliges Fischerei-Zentrum an der Nordküste von Langøya, einer Insel der Vesterålen

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Nyksund auf Langøya - Vesterålen 

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Bodø und der Saltstraumen
 



Ramberg auf Flakstad
 



Nusfjord auf Flakstad



Reine auf Moskenes


Å auf Moskenes



An der Südküste von Vagån


Stø und Langenes auf Langøya


Kvalsaukan auf Hinnøya

 

Ein Besuch in Nyksund auf Langøya - erst Fischerei-Zentrum, dann Geisterstadt, nun Ferien-Ort


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Wo schon die Wikinger siedelten

Der Norden Langøyas zeigt sich als eine eher flache Moorlandschaft, zumindest so lange, bis man auf die Küstenstraße Richtung Nyksund gelangt.  Von einer Straße kann hier allerdings kaum die Rede sein: Tatsächlich handelt es sich lediglich um eine simple Schotterpiste voller Schlaglöcher.

 

Da passiert man eine Zuchtstation für Lachse, dazu eine kleine Siedlung, zwischen deren verstreut liegenden Häusern einige Schafe weiden. Tatsächlich war die diese Siedlung in den 1960er bzw. 1970er aufgegeben worden. Weil dem Staat die Erhaltung die Infrastruktur zu teuer geworden war, wurden einige abgelegene Orte einer gezielten „Entvölkerungspolitik“ unterworden, den Bewohnern viel Geld dafür geboten, dass sie ihre Häuser verlassen, sich in den neu geplanten „Zentral-Gemeinden“ niederließen.

 

Auf diese Weise sind manche Orte völlig von der Landkarte verschwunden, andere dagegen leben nun zumindest in den Sommermonaten als einsame Feriendörfer wieder auf.

 

Nicht viel mehr als eine Verfärbung des Bodens, eine Narbe im Gras blieb dagegen von jenem Wikinger-Langhaus, das vor ungefähr tausend Jahren in der Nähe des jetzigen Feriendorfes stand. Immerhin: Nach den Spuren, die die Archäologen bisher fanden, war dieses nördlichste Langhaus überhaupt auch eines der fünf größten, die die Wikinger je errichteten.

 

Nyksund ist eine nun wieder von 27 Menschen bewohnte ehemalige Geisterstadt, Stand vom Sommer 2012, auch einer der Orte, die – trotz einer teilweise beeindruckenden Vergangenheit – in der Zeit der Entvölkerungspolitik aufgegeben worden waren,  dann aber von einer Gruppe internationaler Weltenbummler wiederentdeckt und auch wieder instand gesetzt wurde.

 

Ein Museumsdorf erinnert an seine großen Zeiten

 

Eine künstlich angelegte Mole führt über den Meeresarm, in dem der alte Hafen liegt, zu der auf dem „Festland“ liegenden Hauptstraße des Ortes. Da gibt es nun zunächst ein Café, betrieben von einem Paar aus Deutschland, mit einem Kellner aus Spanien, gleich darauf ein kleines Hotel, schließlich einige Wohnhäuser. Und gleich neben dieser Hauptstraße erheben sich bereits die Felsen. Viel Platz, den Ort weiter auszubauen, gab es hier in der Tat nicht.

 

Auf der gegenüberliegenden Seite, einer Art Halbinsel, stehen, auf Stelzen über das Wasser gebaut, die früheren Fabrikationsgebäude für die Fischverarbeitung, auch die nun wie das Holmvik Brygge, wo wir zu Mittag essen, als Hotel und Restaurant genutzt.

 

Ssemjon Gerlitz, einer der deutschen Nyksund-Bewohner, nun Betreiber des museal eingerichteten Holmvik Brygge, berichtet gerne einiges über die Geschichte des Ortes. Der zählte zu seiner Blütezeit bis in die 1940er Jahre immerhin 200 Dauerbewohner, dazu in der Zeit der Fangsaison rund 1000 Saisonarbeiter – und die Handelsverbindungen von Nyksund reichten bis Newcastle in England und nach Russland.

 

Zum Verhängnis wurde dem Ort dann aber, dass er wegen seiner Lage nicht hätte ausgebaut, der Hafen nicht hätte erweitert werden können. Als er vor zehn Jahren hier als einer der ersten neuen Bewohner angekommen sei, so Ssemjon, waren die stützenden Pfeiler zum großen Teil schon verfault, die Häuser bereits teilweise ins Wasser gestürzt. Aber immerhin: Was bisher wieder aufgebaut wurde, wurde zumindest von außen so aufgebaut, wie es auch aussah, als die Stadt von ihren ursprünglichen Bewohnern verlassen wurde – so dass Nyksund heute auch durchaus als lebendiges Museumsdorf gesehen werden kann.

 

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