Ein Besuch in Ramberg auf der Lofoten-Insel Flakstad - Stockfisch an einem Bade-Strand beinahe wie im Süden

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Ramberg auf Flakstad - Lofoten 

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Bodø, Lofoten, Vesterålen:  Saltstraumen und  Stockfische - die Index-Seite dieses Berichtes


Bodø und der Saltstraumen
 



Nusfjord auf Flakstad


Reine auf Moskenes  


Å auf Moskenes


An der Südküste von Vagån


Stø und Langenes auf Langøya


Nyksund auf Langøya


Kvalsaukan auf Hinnøya

 

Ramberg auf der Lofoten-Insel Flakstad: Stockfisch an einem  Bade-Strand beinahe wie im Süden

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An der Nordküste von Flakstad

 

An den zahlreichen Binnenseen von Flakstad vorbei geht es an die Nordküste der Lofoten-Insel. Einer der Seen, die man auf diesem Weg passiert, ist umgeben von höheren Bergen mit schneebedeckten Kuppen, der ideale Platz für einen Fotostop. Ganz in der Nähe weiden einige Schafe, wachsen Krüppelbirken, die ein schütteres Wäldchen bilden.

 

Ramberg liegt in einer Bucht, eine Bucht, in der es sogar einen Strand gibt, wie man ihn sonst eher aus dem Süden kennt: mit weißem Sand und fast grünlichem, tropisch anmutendem Wasser. Allerdings erreicht das hier selbst im Hochsommer keine Temperatur, die über 13 Grad Celsius hinauskommt, eignet sich allenfalls für besonders hartgesottene Badegäste.

 

Aber diese Illusion von südlicher Insel übt doch ihre Anziehungskraft aus. In der Nähe des Strandes stehen etliche Wohn- und Campingwagen, die ersten Sommergäste sind nun Anfang Juni schon da.

 

Die Lofoten anno 1818

 

Für die gibt es auch ein Strand-Restaurant, in dem man zu Mittag isst. Die auch auf Deutsch erhältliche Speisekarte enthält unter anderem ein Zitat aus einem Lofoten-Reisebericht, der 1818 gedruckt erschien. Da schrieb ein Erik Andreas Colban, der wohl nicht in diesen Sommermonaten hier war, in seinem „Versuch einer Beschreibung der ländlichen Gebiete der Lofoten und Vesterålen im Nordland Amt“: „Die Einwohner des Landkreises Flakstadt sind im allgemeinen roh und ungebildet und sichtlich geprägt von Fischerwesen, von der sie abstammen. Eigennutz, ein Hang zur Lethargie, ein sklavischer Geist und Trinkfestigkeit beherrschen sie. Auch die Vorteile der Fischerei lockten nicht viele Fremde hierher, um sich niederzulassen. Nicht nur die kahlen Berge, der Sturm und Nebel machen diesen Ort unbehaglich, selbst die besten Höfe bestehen nur aus Meersand und sind von einer dünnen Grasschicht bedeckt und folglich die Mühen der Bauern nicht wert. Die Einwohner sind demzufolge im wahrsten Sinne des Wortes Eingeborene, und kennen keine anderen Gewohnheiten und Bräuche als die, die aus der zermürbenden Fischerei und ihrem Hang zur Mystik und Zauberei entstanden.“

 

Nun sind Rambergs Häuser überwiegend Holzhäuser, in rot, weiß oder gelb gehalten, aber Häuser mit Grasdächern sieht man immer noch: Diese Form der Dachbedeckung ist schließlich eine besonders ökologische Form der Energieeffizienz. Und manche Bauern, so heißt es, würden auch heute noch ihre Schafe mitunter auf den Dächern weiden lassen.

 

Amt Ortsrand von Ramberg fallen aber vor allem die Holzgestelle mit den daran aufgehängten Dorschleibern auf. Im März war die Fangsaison für den Kabeljau, also den geschlechtsreifen Dorsch, zu Ende gegangen, nun hängen die geköpften und aufgeschnittenen Fische immer paarweise am Schwanz zusammengebunden an den Holzstangen, haben sich inzwischen längst zum trockenen Stockfisch verwandelt. Aber auch die Köpfe werden verwendet, hängen ebenfalls an Gestellen zum trocknen. Ihr Bestimmungsort schließlich: Nigeria, wo sie zur Fischsuppe verarbeitet werden. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg – und erst einmal verbreiten die getrockneten Kadaver in ihrem Umfeld einen leicht modrigen Geruch, ein Geruch, der dem Reisenden zu dieser Jahreszeit auf den Lofoten immer wieder begegnet.

 

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