Niederlande: Amsterdam, Rotterdam, Süd- und Nordholland - Südholland - Seite 2

Südholland  - Eine Tagesfahrt über Delft nach Scheveningen, zu den Mühlen von Kinderdijk und nach Rotterdam



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Eine Porzellanmanufaktur in Delft

Erste Station unserer Tagesfahrt durch die Provinz Südholland ist Delft.
Delft macht den Eindruck einer unscheinbaren Provinzstadt, bekannt und bedeutsam nur wegen des Porzellans, das den Namen dieser Stadt trägt. In einer ruhigen Straße mit Ein-Familien-Häusern, direkt an einer Gracht, befindet sich in einem unauffälligen zweistöckigen Gebäude eine der verbliebenen Porzellanmanufakturen.
Klicke auf das BildDer Raum der Maler befindet sich im oberen Stockwerk. Die Porzellanmalerei – eigentlich müsste es hier Steingutt-Malerei heißen, denn das vermeintliche Delfter Porzellan ist tatsächlich Steingutt – war in Delft ursprünglich ein weit verbreitetes Handwerk, wird aber heute nur noch in zwei Manufakturen betrieben, erfahren wir bei der Führung durch das Haus. Aber immer noch ist es eine Arbeit, die neben einer sicheren Hand nach jahrelanger Erfahrung verlangt.
Auf die Handmalerei folgt die Glasur – und dann gehen die Stücke in den Verkauf. Meist sind das die traditionellen in Blau gehaltenen Wandteller mit den typischen Holland-Motiven wie etwa einer Windmühle, aber daneben gibt es auch Teller mit den Porträts von Mitgliedern der Königsfamilie, Skulpturen und Figurengruppen, Nachbildungen bekannte Gemälde alter niederländischer Meister, große Vasen, wobei etliche dieser guten Stücke einige Tausend Euro kosten sollen.

Am Strand von Scheveningen

Klicke auf das BildBei bewölktem Himmel und leichtem Regen ist bis auf wenige Spaziergänger auch der Strand des Nordseebades Scheveningen fast menschenleer. Das macht die Dimension dieses Strandes aber nur noch deutlicher: An Länge wie Breite gehört dieser Strand an der Nordseeküste zweifelsohne zu den ganz großen.
Überdimensioniert im Vergleich mit anderen Stränden ist auch Scheveningens Seebrücke, eine über zwei Stockwerke gehende Einkaufs- und Restaurantstraße, die bei Regen aber auch kaum besucht ist. Eine besondere Attraktion neben der Seebrücke: Ein Klicke auf das BildRiesenrad, das auch bei schlechtem Wetter seine Runden dreht – und seinen Fahrgästen einen beeindruckenden Panoramablick über die ganze Weite dieses Strandes gibt.
Am beeindruckendsten aber: das Kurhaus dieses „Königleichen Seebades“, ein direkt an der Strandpromenade gelegener Palast, mehr königliche Residenz als profanes Kurzentrum, ein prachtvoller in rotbraun gehaltener Bau voller Prunk, der alle anderen Bauten Scheveningens in den Schatten stellt.


Die Mühlen von Kinderdijk

Klicke auf das BildWas auf keinem Rundreiseprogramm durch die Provinz Südholland fehlen darf: ein Besuch von Kinderdijk, dem zum Unesco-Welterbe zählenden „Bilderbuch-Holland“ . Die Gemeinde Kinderdijk selbst ist ein eher unscheinbares Dorf, aber berühmt für ihre Poldermühlen.
19 dieser Mühlen, alle errichtet im 18. Jahrhundert, stehen nun beidseitig des durch Kinderdijk verlaufenen Kanals, alle im Originalzustand erhalten und wohl auch voll funktionsfähig.



Das moderne Rotterdam

Klicke auf das BildMit dem Schiff geht es nun von Kinderdijk nach Rotterdam. Dabei kündigt sich die große Hafenstadt schon unmittelbar hinter Kinderdijk an – als nicht enden wollendes Industrie- und Hafengebiet, lange, bevor man die Skyline der Stadt zu Gesicht bekommt.
Ein eher seltener Anblick in Rotterdam: Eine Reihe gediegener Bürgerhäuser entlang der Wasserstraße. Ansonsten zeigt sich Rotterdam sowohl vom Wasser aus wie auch bei unserer kurzen Sightseeing-Tour mit dem Bus als Stadt der modernen Hochhäuser und futuristisch anmutender Bauten.
Klicke auf das BildModernistisch ist auch die zentrale Markthalle, ein gläserner Bau, im Inneren wie ein Tunnel gestaltet, geschmückt mit dekorativen Wandgemälden. Bestimmt wird das Marktgeschehen allerdings ausschließlich von kulinarischen Ständen, wobei es aber nicht nur die traditionellen niederländischen Lebensmittel, also Käse oder Wurstwaren, sondern auch viele asiatische Spezialitem gibt.
Wir beenden unsere Rotterdam-Besichtigung an der Willemskade, einer Uferstraße mit Blick auf das Hochhaus mit der Hafenverwaltung auf der anderen Seite – und vor allem auf die Erasmusbrücke, Rotterdams jüngstes Wahrzeichen.


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