Niederlande: Amsterdam, Rotterdam, Süd- und Nordholland - Amsterdam, Seite 1

Amsterdam - Blumenmarkt und Grachtenfahrt, eine Sightseeingtour durch die Hauptstadt der Niederlande



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Cannabis auf dem Blumenmarkt

Klicke auf das BildEin Uhrturm mit der Jahreszahl 1602 markiert den Beginn des an einer Gracht gelegenen Amsterdamer Blumenmarktes, eines der „Pflichtziele“ einer kurzen Sightseeing-Tour in der niederländischen Hauptstadt.
Dabei ist dieser Blumenmarkt durchaus überschaubar, besteht aus einer Reihe von maximal zwei Dutzend überdachten Marktständen zwischen Gracht und Häuserzeile mit den benachbarten Cafés, Boutiquen und auch einem Käsemuseum, ist kaum länger als 200 Meter.
An den verschiedenen Marktständen ist das Angebot fast überall gleich. Natürlich gibt es Tulpenzwiebeln, dazu europäische wie exotische Gewächse aller Art, doch das größte Interesse bei den touristischen Besuchern wecken die vielfältigen Cannabis-Produkte. Die reichen schließlich von den Cannabis-Lutschern bis zum Starter-Set für den eigenen Cannabis-Anbau.

Von der Singelgracht zum IJ und in die Amstel

Unsere Grachtenfahrt startet in der Nähe des Reichsmuseums, gegenüber der Heineken-Brauerei, und führt zunächst über die Singelgracht, in früheren Zeiten so etwas wie der äußere Ring der Stadt. Die Route, der wir nun folgen, führt dann auch durch die Geschichte Amsterdams: Die Grachten, die wir passieren, stehen für die Erschließung des Landes, für die Ausweitung der Stadt.
Klicke auf das BildIn der Leidsegracht reiht sich Brücke an Brücke, haben zahlreiche alte Lastkähne an den Ufern angelegt. Im Mittelalter stellte diese Gracht den äußersten Ring der Stadt dar. Noch immer stehen hier die alten Lagerhäuser, meist mit drei Giebeln, bei denen die oben herausragenden Stangen die frühere Funktion dieser Gebäude verraten. Diese Stangen waren Teil der Kräne, mit denen die Lasten von den Kähnen in die oberen Stockwerke gehievt wurden.
Wir passieren die Brouwersgracht, früher der Standort der Brauereien, kommen durch eine altertümliche Schleuse, sind dann auf der IJ, dem Ausläufer der Nordsee. Hier liegt das moderne, das geschäftige Amsterdam, der große Bahnhof, die neue Bibliothek, die neuen Kontore der großen Firmen.
Klicke auf das BildDann geht es zurück in einen der Kanäle, vorbei am einstigen Lagerhaus der West-Indien-Kompanie, am „Dummen Hans“, einem im 16. Jahrhundert errichteten Turm der Stadtwache, der seinen wenig schmeichelhaften Namen dem Umstand verdankt, dass seine Uhren nicht gleichmäßig gehen und so schon immer unterschiedliche Zeiten anzeigten, dann in die Amstel.
Die ist offensichtlich ein beliebter Liegeplatz für die Hausboote – in denen es sich hier vielleicht sogar etwas komfortabler lebt als in den Wohnungen der altehrwürdigen Bürgerhäuser. Die neigen sich allmählich langsam zur Seite, sind dabei aber nicht etwa windschief, sondern drohen zu kippen, weil sie ursprünglich auf hölzernen Pfählen errichtet wurden, diese Pfähle jetzt langsam verrotten – ein Prozess, der Amsterdam in dieser sicher ungewollten Parallele zu einem Venedig des Nordens macht.

Holzschuhe und Käse

Etwas außerhalb von Amsterdam steht der Besuch einer Käse- und Holzschuhmanufaktur auf dem Programm.
Zwei Arbeitstage, so wird den Besuchern erzählt, kostete es einen Holzschnitzer, ein Paar Holzschuhe aus einem passenden Scheit zu produzieren. Die Maschinen, die aber auch schon einiges über hundert Jahre alt sind, schaffen das in wenigen Minuten. Im ersten Arbeitsgang wird aus dem Holzscheit die gewünschte äußere Form des späteren Schuhs herausgeschält, im zweiten Arbeitsgang dann der innere Hohlraum in der passenden Größe hineingefräst. Fertig sind die Schuhe damit aber noch nicht: Bis sie nämlich lackiert und bemalt werden können, muss das Holz erst zwei Wochen lang trocknen – ein Prozess, der auch nicht durch Maschinen verkürzt werden kann. rana zeigt sich bei der Einfahrt wie eine Stadt aus der Zeit zwischen den Weltkriegen. Die meisten Gebäude sehen aus, als seien sie in den 1920er bzw. 1930er Jahren entstanden. Bauten erkennbar älteren Datums sind bei der Fahrt in die Innenstadt jedenfalls nicht zu entdecken.

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