Montenegro: Skutarisee, Seite 4

Albanische Dörfer am Skutarisee, am größten See des Balkan, Heimat der Pelikane und der Haubentaucher



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Kleine Albaner-Dörfer am größten See des Balkan

Die albanische Grenze entlang fahren wir nach Norden zum Skutari-See, dem größten See auf dem Balkan.
Die Straße ist eng, würde kaum Platz für ein Ausweichmanöver lassen, wenn uns hier jetzt ein Lastwagen entgegenkäme – aber zum Glück gibt es keine entgegenkommenden Fahrzeuge.
Klicke auf das BildVor Ostros schauen wir von einer Hügelkette auf den Skutari-See – und über die albanische Grenze. Die Dörfer auf der albanischen Seite sehen verhältnismäßig gepflegt aus, das Land dort wird weitflächig bebaut.
Die albanischen Dörfer auf montenegrinischer Seite vermitteln das Bild von Laubenpiepersiedlungen – kleine Klicke auf das BildGärten, winzige Katen, ab und an das Minarett einer Moschee.
In Ostros fotografieren wir Frauen auf einem Trecker: Die Frauen tragen alle weiße Kopftücher, bei den Männern ist eine Baskenmütze als Kopfbedeckung üblich.
In Virpazar, einem anderen Albaner-Dorf, legen wir eine Rast ein: Eine Eselherde spaziert über die über die Dorfstraße, auf der gegenüberliegenden Straßenseite sitzen Männer im Cafe. Der Älteste von ihnen trägt einen roten Fes, die traditionelle Kopfbedeckung für die islamischen Männer.

Refugium der Wasserrvögel

Klicke auf das BildNicht weit von Virpazar besteigen wir in einem nordwestlichen Seitenarm des Skutari-Sees unser Boot. An den Ufern des Skutari-Sees wächst das Schilf, der See ist Refugium für Pelikane, von denen wir zwar keine sehen, und andere Wasservögel, etwa Haubentauchern, auf die wir dagegen immer wieder stoßen. Und der See muss fischreich sein – jedenfalls sieht man auch immer wieder Angler am Ufer stehen.
Wir sind in einem Naturschutzgebiet, und da ist klar, dass auch unser Bootsführer einmal von der Wasserschutzpolizei angehalten wird. Deren Boot ist kleiner als unseres, und wohl auch nicht viel schneller. Die Raser, die nämlich mit ihren hochgezüchteten Booten ebenfalls auf dem See sind, versucht es erst gar nicht zu verfolgen.
Unser Ziel ist Kurac, ein winziger Weiler in einer stillen Bucht, die aber auch den Besitzern der schnellen Motorboote bekannt ist. Als wir an dem Restaurant anlegen, sitzen die schon längst bei Tisch.

Ein Aussichtspunkt bei Rijeka Cronojevic

Ein Blick auf den See von einem Aussichtspunkt bei der Ortschaft Rijeka Cronojevic: Hohe Berge umgeben den See, andere Häuser sind weit und breit nicht zu entdecken. Rijeka Cronojevic selbst, das wir kurz darauf passieren, ist ein lang gezogenes Städtchen in einer kleinen Talsohle, ein unscheinbarer Ort, dessen ganze Bedeutung daraus resultiert, dass in seiner Nachbarschaft, im Dorf Obod, 1494 das erste Buch auf dem Balkan gedruckt wurde.

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