Bahnfahrt und Wanderung in der Karststeinhöhle von Postojna auf der Halbinsel Istrien, Slowenien

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Postojna - in Sloweniens großer Karststeinhöhle

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Die Höhle von Postojna

 

Eine Bahnfahrt und Wanderung in der Karststeinhöhle von Postojna auf der Halbinsel Istrien, Slowenien 


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Ein Dorf wie in den Alpen 

Der Ort Postojna erinnert an ein österreichisches Dorf in den Voralpen, vielleicht zeitversetzt in den 1960er oder 1970 Jahren, eine weit auseinandergezogene Gemeinde, die etwas verschlafen wirkt.

Von Verschlafenheit kann am Besucherzentrum der des Höhlen-Parks nicht die Rede sein. Hier drängen sich die Leute an den Ticketschaltern, die Restaurants mit Blick auf die Pivka sind gut gefüllt. Vor dem Höhleneingang selbst – eine Gedenktafel aus jugoslawischer Zeit erinnert an die Partisanen, die hier während des Krieges einen Unterschlupf gefunden hatten – haben sich lange Schlangen gebildet, aufgeteilt nach Landessprachen. Denn Höhlenführungen gibt es nicht nur auf Deutsch und Englisch.

Mit dem Zug in den Berg

Den ersten Teil der Strecke geht es mit der Bahn in das Innere der Karststeinhöhle. Da heißt es: Während der Fahrt nicht aufstehen, nicht Kopf oder Hand über die Seitenlehne strecken. Denn mitunter ist der Weg, den der Zug nimmt, so schmal bzw. so niedrig, dass eine solche Unvorsichtigkeit mindestens blutig enden würde.

Aber der Zug fährt nicht nur durch enge und engste in das Gestein geschlagene Gänge, sondern auch schon durch gewaltige Kammern, vorbei an angestrahlten Stalaktiten, Stalagmiten, ab und an auch schon den ersten Stalagnaten. Da kommt man sich vor wie einer Geisterbahn, glaubt, in den Tropfsteinformationen Tierfiguren, Monster oder Menschen zu erkennen. Für ein vernünftiges Foto müsste der Zug kurz anhalten, der Passagier ärgert sich, dass es ohne Stop, nicht einmal mit verlangsamter Geschwindigkeit weitergeht, fürchtet, die besten Motive zu verpassen – und steigt dann am unterirdischen Bahnhof aus.

 Kammern, Säle und ein unterirdischer Fluss

Wir sind im Inneren des kilometerlangen Höhlengeflechtes angekommen, und nun geht es nicht mehr durch irgendwelche Kammern, sondern durch unterirdische Hallen und Säle, durch Berglandschaften mit Tälern und Höhenzügen unter einem ständig schwarzen Himmel. Den imposantesten Eindruck von den Ausmaßen erhält man wohl unterhalb, aber auch auf der „Russischen Brücke“: Das ist eine während des ersten Weltkrieges von russischen Kriegsgefangenen gebaute Holzbrücke, die nun in rund 60 Metern Höhe über eine dieser tiefen Schluchten führt.

Fesselnd ist aber nicht nur die Größe der Hallen wie dem so genannten Spagetti-Saal, sondern auch die Vielfalt ihrer Farben. Da schimmert es rötlich, bläulich oder fast ganz in Weiß, nicht nur von den Wänden, sondern auch von den Millionen Jahre alten Stalaktiten und Stalagmiten, die hier ebenfalls um einiges größer sind als die Formationen entlang der Bahnlinie.

Doch bei aller Feuchtigkeit, die in der Höhle herrscht und den Molchen ideale Lebensbedingungen bietet: In „freier Natur“ bekäme wohl kaum ein Besucher einen solchen Vertreter der Höhlen-Fauna zu Gesicht. Dafür leben nun einige Molche in einer Vitrine hinter Glas, können sich allerdings auch dort so gut verstecken, das sie manchen Betrachtern verborgen bleiben.

Vielleicht eineinhalb Stunden dauert unser Spaziergang durch das Höhlensystem, eine Wanderung auf ordentlich gepflasterten Wegen, meistens in einem riesigen Pulk weiterer Besucher, aber immer noch faszinierend genug, um die ursprüngliche Atmosphäre dieser unterirdischen Welt erahnen zu lassen. Unser Rundgang endet im „Konzertsaal“, der vielleicht größten aller Hallen des Systems von Postojna, der Halle, in der sich ein weiterer Andenkenladen befindet – und in einem Seitenflügel wieder der Bahnhof, von dem aus wir nun zurückfahren.

Ein letzter Höhlen-Höhepunkt kurz vor dem Ausgang: Zunächst hört man das Rauschen, sieht dann unterhalb des Weges die Wehr. Hier wird das Wasser der Pivka gestaut, ist ein unterirdscher See entstanden, der das oberirdische Flüsschen speist.

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