Opatija - Treffpunkt und Seebad des K.u.K.-Adels an der Kvarner Bucht auf Istrien

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Opatija - ein Seebad mit Tradition an der Kvarner Bucht

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Hotels mit klangvollen Namen

Schon bei der Durchfahrt auf der Küstenstraße entlang der Kvarner Bucht zeigt sich Opatija dem Besucher als ein vornehmer Kurort, mit Villen und eher kleinen, aber schmucken Hotels, die mit klingenden Namen wie Savoy und Residenz die Gäste locken, von außen wie die vornehmen Hotels zu Beginn des  20. Jahrhunderts wirken.

Im September scheint die Sommersaison auch in Opatija am Ende zu sein. Ursprünglich war Opatija allerdings auch ein Ferienort für den Winter, doch auch von einer anstehenden Wintersaison ist nun im Regen nichts zu merken. Wir sind jedenfalls so ziemlich die einzigen Spaziergänger an der Uferpromenade, an der Promenade der großen Hotels und der alten hochherrschaftlichen Prachtvillen.

Wir beginnen unsere Opatija-Tour am Grand Hotel Palace und dem Bellevue, dem äußeren Anschein nach wahrlich „erste Häuser am Platz“, mit Juwelieren und Boutiquen für gehobene Textilien in der Nachbarschaft. Opatija setzt auf ein zahlungsfähiges Publikum.

Die Marktbuden an der Strandseite machen einen bescheideneren Eindruck, wenden sich auch an ein bescheideneres Publikum. Doch jetzt findet sich hier kein einziger Käufer für die diversen Andenken, warten die Kioskbesitzer vergeblich auf Interessenten. Bei besserem Wetter jedenfalls könnte der Strand unterhalb der Kioskbuden von Opatija ein wahres Vergnügungszentrum  - vor allem, für Kinder – sein, mit Rutschen, Wippen, allem, was man für den Spaß am Wasser braucht.

Auf dem Boulevard der Stars

Wir ziehen bei tristem Wetter weiter die Hauptstraße Richtung Süden entlang, kommen am Casino vorbei, an einigen der großen Prachtvillen mit ihren Säulen an den Fassaden und den ausgewachsenen Palmen im Garten.

Wir kehren um, wenden und wieder dem Hafen zu – und damit auch dem eigentlichen Stadtzentrum. Und am Hafen wird die Promenade zum „Boulevard der Stars“, ähnlich wie in Hollywood. In den Gehweg sind Sterne eingelassen, die an Künstler, Sportler, aber auch Wissenschaftler erinnern, die auf die eine oder andere Weise mit Opatija verbunden  sind bzw. verbunden waren. Denn hier wird das aktuelle TV-Starlet genau so gewürdigt wie eine Größe aus dem 18. Jahrhundert.

Etwas abseits der Uferpromenade, hinter einer weiten Grünfläche mit Springbrunnen, liegt noch ein großes Hotel, wohl das größte, vielleicht auch das älteste im Ort, das Hotel Opatija. Auch von der Lage her sieht das ganz so aus, als hätte hier der Opatija-Tourismus begonnen. Hier beginnt der ältere Teil der Stadt.

Erinnerungen an Kaiser Franz-Josef

Das wird besonders deutlich an dem kleinen, alten Hafenbecken. Den Weg, der am Backen vorbeiführt, trägt den Namen von Kaiser Franz Josef, im 19. Jahrhundert regelmäßiger Wintergast in Opatija, und eine Gedenktafel wenige Meter entfernt erinnert an die Bootsführer der ersten Ausflugsboote, kleine, hölzerne Ruderkähne, von denen einer hier noch im Wasser liegt, Bootsführer, die gleichzeitig hoch gebildete Reiseführer gewesen sein sollen, mehrsprachig und bewandert in Kultur und Geschichte.

Gleich hinter diesem Hafenbecken liegt die zentrale Kirche von Opatija, ursprünglich die Klosteranlage, die zum Ausgangspunkt der Ortschaft wurde, heute aber eher unauffällig ist, daneben dann noch ein Konzertsaal. Opatija zeigt sich eben auch heute noch als Kulturstadt – so wie zu der Zeit, als noch Kaiser Franz Josef zu den regelmäßigen winterlichen Kurgästen zählte. Und aus eben dieser Epoche stammt dann wohl auch das hier ganz in der Nähe an der Hauptstraße stehende Operettenhaus, ein schmucker palastartiger Theaterbau im Stil des 19. Jahrhunderts gleich neben einem Hotel namens „Bristol“, für einen Ort von der Größe, die Opatija vielleicht damals schon hatte, sicher um einiges zu groß, aber wenn man auch den Kaiser zu seinen Gästen zählt, lässt man sich nicht lumpen.

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