Kroatien, Dalmatien: Brac und Hvar, Seite 3

Die Adria-Inseln Brac und Hvar vor der Küste von Dalmatien



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Brac, Insel des Marmors

Rund eine Stunde benötigt die Autofähre von Makarska bis nach Brac.
Auf der Adria-Insel landen wir in dem kleinen Hafenstädtchen Sumartin, besuchen dann zunächst eine nahe gelegene Marmorfabrik. Rund 400 Menschen arbeiten auf der Insel in den Marmorsteinbrüchen, und, so erzählt man hier, auch beim Bau des Weißen Hauses in Washington sei Marmor aus Brac verwendet worden. Hundert Jahre würde der Marmorvorrat auf der Insel bei bisherigem Abbautempo noch reichen.
Der Marmor wird in riesigen Blöcken angeliefert, dann in eine Sägemaschine gelegt, die mit 100 Tonnen Zugkraft pro Bewegung im Lauf von sechs Stunden den Block in einzelne Platten zerlegt.
Unsere nächste Station ist das Bergdörfchen Selca. Neben der Kirche liegt ein winziger Park mit dem Namen Genscher-Park, darin steht dann eine Bronzebüste des früheren deutschen Außenministers. Nach Genschers Tod, so ein Beschluss der Gemeinde, soll die Büste seiner Geburtsstadt Halle vermacht werden.
Die bergige Landschaft des Inselinneren wird bestimmt von Buschland, vereinzelt sehen wir Esel, dazu einige Ziegen und Schafe.

Hvar – „Klein-Venedig“ auf der Insel

Vom Ferienort Bol setzen wir mit einem Tragflächenboot auf die Nachbarinsel Hvar über, wo wir in Jelsa an Land gehen. Wegen des Regens kommt ein Spaziergang durch den Ort leider nicht infrage, und so geht es also gleich weiter zum Ort Hvar auf der anderen Seite der Insel.
Klicke auf das BildIm Jahr zuvor hat es auf Hvar einen Waldbrand gegeben - und die schwarzen Baumstümpfe stehen noch immer kahl an den Hängen. Auffällig: Überall liegen Haufen aufgetürmter Steine, mitunter auch lange Mauern bildend, die sich durch die Landschaft ziehen. Nur durch solche aufwendigen "Entsteinungsaktionen" konnten die Bauern hier über Generationen hinweg ihre Felder bestellbar halten.
Der Ort Hvar, ebenfalls ein Hafenstädtchen, unterscheidet sich wesentlich von den Orten auf dem Festland: Über der Stadt selbst erhebt sich auf einem Berg ein mächtiges Fort aus napoleonischer Zeit, unmittelbar am Hafen Klicke auf das Bildliegt der Stadtplatz, der ganz dem Marcusplatz in Venedig nachempfunden sein soll. Ein großes Gebäude, das Arsenal, liegt unmittelbar am Hafen, das obere Stockwerk dient als Theater, mit seinen etwa 150 Parkett- und Logenplätzen das älteste noch immer bespielte Gemeindetheater Europas.
Die meisten Häuser sind aus grauem Felsstein, und am Ende des Platzes stehen schließlich die Barockkirche und der Glockenturm. Um den Platz herum schließen sich wie auch sonst die engen Gassen an - eine Stadt, die abgesehen von einem Hotelbau an der gegenüberliegenden Seite der Hafenpromenade ihr mittelalterliches und barockes Bild fast vollständig erhalten hat.
Das Palace-Hotel, vor dem Hafen, am Anfang des Platzes gelegen, ist diesem Bild übrigens völlig angepasst. 130 Jahre ist es alt, und zu seinen ersten Aktionären gehörten auch Angehörige des britischen Königshauses, zu seinen Gästen Botschafter, Monarchen und Präsidenten. Angeblich ist es das älteste Hotel im heutigen Kroatien, soll von hier aus der Tourismus auf den Adriainseln seinen Lauf genommen haben.



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