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| Der Triumphbogen
von Kaiser Constantin. |
Das Kolosseum -
beeindruckend vor allem durch seine Größe. |
Auf dem Forum
Romanum, dem Herz des antiken Rom |
Trastevere - das
einstige "Arme-Leute-Viertel" |
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| Der Petersdom -
größte Kirche der Welt |
Im Vatikanischen
Museum: Die Laaokoon-Gruppe |
Die Spanische
Treppe - der Touristen-Magnet |
Die Engelsburg -
einstige Fluchtburg der Päpste |
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Ein Brunnen
auf dem Piazza del Popolo |

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Fontana die
Trevi - der wohl schönste Brunnen Roms |
Zum Betrachten
der Fotos klicken Sie auf die Vorschaubilder
Beschriebene
Sehenswürdigkeiten und Orte: Kolosseum
- Forum Romanum
- Piazza Ostiense
- Trastevere
- Vatikan
mit Petersplatz
und Vatikanischen Museen
- Spanische Treppe
- Engelsburg
- Piazza del Popolo
- Piazza Colonna
- Trevi-Brunnen
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Freitag,
28. Juli 2006: Colosseo, Forum Romanum, Piazza Ostiense,
Trastevere
Nach knapp zwei
Stunden Flug landet die Air Berlin kurz vor acht Uhr früh auf dem
Flughafen Leonardo da Vinci in dem römischen Vorort Flumicino.
Dann allerdings müssen wir bei der Gepäckausgabe eine halbe
Stunde warten, bis überhaupt das Förderband anspringt. Unsere
dreitägige Rom-Reise beginnt also mit Warten...
Und dann verpassen
wir beinahe den Fahrer des Hotel-Wagens, der uns eigentlich
abholen soll. Eigentlich hatte ich vermutet, dass der schon am
Ausgang auf uns wartet - aber da ist niemand von unserem Hotel.
Wir suchen etwas, ich will schon telefonieren - und dann erscheint
unser Fahrer doch noch. Offensichtlich hat er nicht so pünktlich
mit uns gerechnet. Vielleicht war die Gepäckausgabe diesmal ja
sogar besonders schnell.
Bei der Fahrt in
die Innenstadt passieren wir unter anderem die Via Veneto, eine
gekrümmte Straße mit etlichen Bogen und Kurven, mit nicht einmal
großen, aber doch pompösen Hotels, teuer aussehenden
Restaurants.
Im Vorbeifahren
werfen wir einen ersten Blick auf das Kolosseum.
Unser Hotel delle
Province liegt, wie der Name schon sagt, in der Viale delle
Province, ein Vier-Sterne-Haus fünf Geh-Minuten von der U-Bahn-Station Bologna
entfernt, in der Nähe der Universität, im nördlichen Teil
des Stadtzentrums. Dabei ist die Viale delle Province eine
durchaus ruhige Hauptstraße, mit verhältnismäßig wenig
Autoverkehr.
Unsere
Stadtbesichtigung beginnt noch am Vormittag am Kolosseum, dem
Colosseo, fünf U-Bahnstationen von unserem Hotel entfernt - wie
überhaupt praktisch alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten bequem
mit der U-Bahn erreichbar sind. Und unsere beiden
Drei-Tages-Tickets für die U-Bahn haben wir für jeweils elf Euro
in einem Tabakladen gekauft.
Bequem
erreichbar heißt aber nicht, dass man auch bequem hinein kommt.
Vor den Ticket-Kassen des Kolosseums stehen etliche hundert
Menschen in langen Schlangen an. Rund eineinhalb Stunden soll die
Wartezeit betragen, bevor man überhaupt eine Eintrittskarte
bekommt, versichert uns eine der hier zahlreich herumstehenden
wohl mehr oder weniger offiziellen Fremdenführerinnen. Angesichts
der Länge der Schlangen und deren schleppender Abfertigung klingt
das durchaus glaubhaft. Aber man könne auch sofort eine Karte
bekommen, wenn man sich einer geführten Gruppe anschließt. Da
kostet der Eintritt für Kolosseum und Forum Romanum dann zwar 20
statt der zehn Euro, aber da wir eben nicht warten wollen,
entschließen wir uns für diese Variante.
Das Kolosseum wirkt
auch innen - wie schon von außen - vor allem durch seine
Masse. Man ist beeindruckt von den mächtigen Bögen, die zu
den einzelnen Zuschauer-Blöcken führen, entdeckt aber nirgends
Sitzreihen. Die sind zerstört, ausgewaschen, abgetragen -
schließlich diente dieses größte Amphi-Theater der Welt das
ganze Mittelalter über auch als Steinbruch.
Der Boden der Arena
ist eingestürzt, nur ein kleiner Teil wurde - aber wohl kaum sehr
authentisch - rekonstruiert. Dafür ist aber nun der Blick auf die
Gänge und Gewölbe, die einst unter der Arena lagen, frei: Der
Ort, an dem die Gladiatoren und Sklaven vor den Schauspielen
gehalten wurden. Am Rande der Arena steht nun ein eher schlichtes
Kreuz, das an die christlichen Märtyrer erinnern soll.
Vom oberen
Stockwerk - heute über einen Lift zu erreichen - hat man den
besten Blick über die ganzen Ausmaße des Kolosseums. Dazu
stößt man hier auf ein kleines Museum mit antiken römischen
Skulpturen, sieht schließlich - nach außen - auf den
Triumphbogen von Kaiser Constantin, auf die Überreste des
"Roten Hauses", des Palastes von Kaiser Nero, wo vor
allem der vorgelagerte, nun wie ein hohler Zahn emporragende
Kuppelbau auffällt und die zum Forum Romanum führende Via Sacra.
Beim Verlassen des
Kolosseums gelangen wir aber zunächst zum Triumphbogen des
Konstantin. Zumindest der Inschrift nach ist dieser absolut
erhaltene und mit feinen Reliefs geschmückte Bogen tatsächlich
dem Kaiser gewidmet, der als erster das Christentum als Religion
im Römischen Reich zuließ. Vermutlich ist das der Grund, warum
er - anders als andere antike Bauten - das Mittelalter unbeschadet
überstand.
Der Palast des
Kaisers Nero, wegen Bauarbeiten und Einsturzgefahr momentan nicht
zu betreten, hat weniger Glück gehabt. Dazu säumen noch einige
einsam stehende Säulen die zum Titus-Bogen - weit kleiner als der
Constantin-Bogen - und schließlich zum Eingang des Forum Romanum
führende Via Sacra.
Der erste Blick vom
ansteigenden Hügel des Palatin, auf dem Weg zum Forum
Romanum: Halb zerfallene, wohl barocke Kirchenbauten
stehen zwischen antiken Ruinen, von denen kaum mehr als einige
Säulen erhalten.
Das Forum Romanum,
einst Herz eines Weltreiches, ist heute ein auf den römischen
Hügeln, dem Palatin, gelegener archäologischer Park, am Eingang
die Grotte, in der der Sage nach Romolos und Remus von der Wölfin
genährt wurden.
Wir folgen dem
Weg zwischen den Mauern der früheren Paläste, errichtet aus
Backsteinen, Mauern, die die Jahrtausende überdauert haben.
Dann stehen wir auf
einem Feld, von dem aus man auf etliche Fundamente und Grundmauern
blickt, Ruinen, die für den Laien kaum zuordenbar sind.
Dazwischen steht nun das Museum - und ein einsames, ebenfalls
vollständig erhaltenes Haus, bei dem zunächst nicht klar ist, ob
das nicht die hier in späteren Jahrhunderten errichtete
Stadtvilla eines eines Römers ist oder ob es sich nicht doch um
ein antikes Überbleibsel handelt, das wie durch ein so fast
völlig erhalten die Zeiten überdauert hat. Später lese ich dann
im Reiseführer: Es handelt sich tatsächlich um einen antiken
Tempel - der überstand, weil er als christliche Kirche genutzt
wurde.
Das Museum im Forum
Romanum dürfte zu den kleineren römischen Museen zählen:
Gezeigt werden vor allem Keramiken und Vasen aus der Zeit, als Rom
noch nicht die Weltstadt war, Modelle von den einfachen
Strohhütten, die vor der Gründung der Stadt auf den Hügeln
standen.
Das wohl
beeindruckendste Bauwerk finden wir allerdings fast am Ende
unseres Rundganges, am Rande des Forums gelegen: Ein langes,
tiefer gelegenes Oval, umgeben von einer Bahn, die auch eine
Rennbahn sein könnte, dazu das, was wie die Überreste einer
mächtigen Halle sein könnten. Das könnte tatsächlich ein
großes Stadion, vielleicht sogar der Circus Maximus, gewesen
sein. Der Reiseführer klärt mich später auf, dass es sich um
die Überreste des einstigen Gerichtsgebäudes handelt.
In der Pizzeria
"Gladiatore", gleich neben dem Kolosseum, essen wir
schließlich Mittag, wobei es allerdings schon eher Nachmittag
ist, fahren dann mit der U-Bahn zur Station "Pyramide",
zum Piazza Ostiense, zwei Stationen vom Kolosseum entfernt.
Der Piazza
Ostiense ist allerdings mehr ein Knotenpunkt für den Verkehr,
kein Platz, den man zum Sightseeing oder Verweilen aufsuchen
würde. Allerdings findet sich gerade hier das vielleicht
wundersamste Überbleibsel des antiken Rom, schräg gegenüber
einer mittelalterlichen Burg oder auch eines befestigten
Stadthauses - nämlich die Pyramide des Cestio.
Dieser Volkstribun
ließ nämlich wenige Jahre vor der Zeitenwende hier sein Grabmal
im Stiel der ägyptischen Pharaonen bauen, natürlich nicht ganz
so pompös, aber mit weißem Marmor verkleidet - und wer diese
Geschichte nicht kennt, rätselt hier nun vielleicht, ob das nicht
ein etwas exzentrisches Bauwerk aus moderneren Zeiten sein könnte,
vielleicht etwas funktionslos - aber ein unterhaltsamer wie
skurriler Fleck im hier ansonsten eher langweiligen Stadtbild.
Am Piazza Ostiense
steigen wir nun in die Vorortbahn wieder Richtung Flughafen,
fahren allerdings nur eine Station, überqueren dabei den Tiber,
steigen an der Station "Trastevere" wieder aus.
Allerdings: Vom
Bahnhof Trastevere zum eigentlichen
Stadtteil Trastevere geht es noch die "Viale die
Trastevere" ein gutes Stück nach Norden, so dass wir
schließlich doch den Bus nehmen, mit dem wir bis kur vor die
Ponte Garibaldi fahren.
Und hier, wieder am
Tiber, ist eben das berühmte Trastevere der engen Gassen,
der Torbögen, das ehemalige Viertel der Fischer und Armen
von Rom, heute allerdings eine gesuchte Adresse. Ein
"grünes" Viertel: Mit Dachgärten, mit Weinreben an den
Hauswänden - und fast in jedem Haus ein Restaurant oder
wenigstens ein Andenkengeschäft. Und dazu ein
geschichtsträchtiger Boden: An einem Haus an der Hauptstraße
weist eine Inschrift darauf hin, dass hier Dante gelebt haben
soll.
Aber für das
eigentliche Treiben ist es noch zu früh: Die Restaurants sind
leer, haben zum Teil wohl auch noch geschlossen, und auch am Ufer
des Tiber sind die ersten Marktbuden, eigentlich Zelte, gerade
dabei, langsam zu öffnen.
Überhaupt wirkt
der Tiber hier nicht als der geschäftige Fluss, die
Wasser-Verkehrsader einer Metropole. Das Ufer ist mit Schilf
bewachsen, Schiffe sieht man so gut wie gar nicht - doch dafür
tummeln sich die Wasservögel im Schatten der Brücke, auf dem
stillen Gewässer.
Samstag, 29.
Juli 2006: Vatikan mit Petersdom und Vatikanischen Museen,
Spanische Treppe
Wir nehmen wieder
die U-Bahn, unser Haupt-Fortbewegungsmittel in Rom, fahren auf der
M A von Termini Richtung Battistini bis zur Station Ottaviano. Die
gilt zwar als die Station, die auch am Petersplatz liegt - aber
dennoch muss man auf dem Weg dorthin erst noch einen anderen Platz
überqueren, ein gutes Stück laufen.
Und der Weg führt
an der Außenmauer des Vatikan entlang: Im
Mittelalter muss den Römern der Vatikan als Stadt in der Stadt
erschienen sein, ein noch einmal von einer mächtigen Mauer
abgeschirmter eigener Bereich. Und auch heute noch patroullieren
an einem Nebeneingang, der aber offenkundig nicht zu dem
"Touristen-Vatikan", sondern ins tatsächliche Zentrum
der Katholischen Kirche führt. Die Touristen scheinen zu wissen,
dass dieser Eingang nicht für sie gedacht ist, versuchen gar
nicht erst, hier Einlass zu finden. Wer hier durch will, muss
entweder den Grenzposten bekannt sein oder benötigt einen
Passierschein.
Der Petersplatz,
umgeben von Arkaden, mit einem Obelisken in seiner Mitte,
erschlägt den Besucher vor allem durch seine gewaltigen Ausmaße.
Da wirken die Bauten, die hinter dem Petersdom selbst erkennbar
sind, etwa die Sixtinische Kapelle, absolut unscheinbar. Und am
Rand dieses Platzes bewegen sich die Menschenschlangen langsam
vorwärts.
Zunächst einmal
besuchen wir am Rand des Platzes das Postamt des Vatikan. Das ist
ein geradezu kleiner Raum, die Schalter nicht größer, als sie in
jedem beliebigen Provinz-Postamt auch wären. Und es herrscht -
gemessen an dem Gedränge draußen - nicht einmal sonderlich viel
Betrieb.
Dann gehen wir
zurück zum Haupttor des Platzes, stellen uns an für die
Sicherheitskontrollen, die jeder passieren muss, der den Petersdom
selbst besichtigen will. Hinter der Kontrolle, die noch von der
italienischen Polizei durchgeführt wird, steht man dann wieder in
einer Schlange, kann dabei aber schon die Schweizer Gardisten, die
in ihren bunten Uniformen einen Nebeneingang zum Dom bewachen,
bestaunen.
Es folgt die letzte
Kontrolle vor dem Dom: Da geht es aber nicht um Ausweise oder
Sicherheit, sondern um korrekte Bekleidung. Kurze Hosen oder
Miniröcke sind ebenso verboten wie schulterlose Kleider. Wer hier
abgewiesen wird, kann sich allerdings noch bei einem fliegenden
Händler ein einfaches Tuch kaufen - für stolze 20 Euro.
Dann, von anderen
Besuchern umringt, geht es schleppend in den Petersdom selbst.
Sogar dessen mächtige Vorhalle ist ist über und über mit
Deckenornamenten geschmückt. Eine gesonderte Schlange schiebt
sich unterdessen zur Besichtigung der Kuppel des Domes vor: Wer
sich hier einreiht, braucht Zeit und darf keinerlei Platzangst
verspüren.
Wir beenden unseren
Besuch des Petersplatzes, gehen den Weg zurück - zu den Vatikanischen
Museen. 12 Euro kostet der Eintritt für alle Museen und die
Sixtinische Kapelle. Doch zu der vorzudringen, dauert seine
Zeit...
Denn die Gänge,
die durch das Museum, eigentlich eine ganze Sammlung von Museen,
führen, scheinen endlos. Irgendwann läuft man beinahe achtlos
vorbei an den Deckengemälden eines Raffael, hat kaum noch einen
Blick für die einzelnen römischen und griechischen Skulpturen,
die hier zu Hunderten, wahrscheinlich aber eher zu Tausenden
stehen.
Etwas abgesondert
in einem der vielen Höfe des Gebäudekomplexes stößt man dann
auf die berühmte Laokoon-Gruppe eines unbekannten griechischen
Künstlers, auf den verzweifelt mit den Schlangen kämpfenden
Vater, der seine Kinder vor den Ungetümen retten will. In jedem
anderen Museum wohl würde dieses einzigartige Stück seinen
eigenen Raum zugewiesen bekommen, hier steht es schlicht und
ergreifend neben einer Neptun-Staue, so groß, als wäre es die
Staue eines der vielen römischen Brunnen, das alles von den
vorbeiströmenden Massen auch kaum beachtet.
Auch die Galerie
mit den Wandteppichen, der endlose Gang mit den antiken und
mittelalterlichen Karten der Welt - all das geht hier zwischen den
Besuchermassen beinahe unter.
Und dann endlich
der Höhepunkt, die Sixtinische Kapelle: Unter den Deckenbildern
des Leonardo da Vinci mit dem Bild von Gott und Adam, den
Himmlischen Heerscharen, findet sich kaum noch ein Stehplatz. Nur
die Sicherheitskräfte scheinen genügend Bewegungsfreiheit zu
haben, das strenge Fotografierverbot auch durchzusetzen.
Es sind drei
U-Bahn-Stationen bis zu unserem nächsten Ziel, der Spanischen
Treppe am Piazza Espagna. Die Spanische Treppe selbst wird
gerade von einigen hundert Touristen bevölkert, die es sich auf
den übrigens äußerst glatten Stufen gerade gemütlich machen.
Und unterhalb der
berühmten Treppe brodelt auf dem Piazza das Leben: Rund um den
Brunnen warten diverse Tanzgruppen mit ihren Künsten auf, warten
Pferdekutschen auf Fahrgäste, gehen die Einkaufsstraßen mit den
teuren Edel-Boutiquen ab.
Wir gehen die
Spanische Treppe, eigentlich keine Treppe, sondern eher ein eigene
Piazza mit Stufen, hoch - und befinden uns am oberen Ende
scheinbar in einem völlig anderen Stadtteil. Zwar haben auch hier
einige Straßenkünstler ihre Freiluft-Ateliers eingerichtet,
bieten den Besuchern schnell gezeichnete Porträtbilder an, aber
im Vergleich zu den Menschenmengen unter uns sind es doch nur
wenige, die sich hierher verirren.
Dabei genießt man
von hier oben einen weiten Blick nicht nur über den Piazza
Espagna, über die Altstadt von Rom, über die Häuser mit ihren
grünen Dachgärten.
Es gibt dazu noch
eine kleine Kirche, die wohl angesichts der anderen Prachtbauten
kaum Beachtung findet, und die Pizzeria, in der wir nun zu Mittag
essen, hat sogar erschwingliche Preise.
Inzwischen beginnt
es zu regnen, wir gehen zurück zur U-Bahn - wo ich nun auch
Bekanntschaft mit den römischen Taschendieben mache. Ein
jüngerer großer Mann hält sich scheinbar so unverschämt an der
Haltstange der vollen U-Bahn fest, dass man kaum an ihm
vorbeikommt. Vorbeikommen könnte man aber wegen der vielen
anderen Fahrgäste ohnehin nicht. Also versuche ich, ihn
wegzudrängeln, wobei er dann endlich nachgibt. In dem Moment, in
dem der Zug anfährt, springt er aber auch schon durch die noch
offene Tür - und mein Portemonnaie ist weg. Zum Glück hatte ich
da aber auch nur Kleingeld drin.
Am Piazza Barberini,
der nächsten Station, steigen wir aus, wollen eigentlich noch zum
Trevi-Brunnen. Aber der Regen ist so stark geworden, dass auch der
Piazza Barberini wie leer gefegt ist. Somit beenden wir für
diesen Tag unsere Besichtigungstour.
Sonntag, 30.
Juli 2006: St. Angelo (Engelsburg) - Piazza del Popolo - Piazza
Colonna - Fontana di Trevi
Gegen 11 Uhr
vormittags sind wir wieder am Vatikan. Vor den Vatikanischen
Museen muss sich inzwischen eine Schlange gebildet haben, die
immerhin um zwei Straßenecken reicht!
Wir gehen
allerdings weiter bis zum Petersplatz, biegen dort in die Viale di
Conziliazione, eine breite Pracht-Allee, die den Vatikan mit der
Engelsburg, mit St. Angelo verbindet. Die Häuser links und rechts
der Allee strahlen allesamt angestammten Reichtum aus, einige
dieser Bauten werden offenkundig auch als Botschaften genutzt.
Dreht man sich nach hinten um, fällt der Blick auf den Petersdom
- nach vorne wird allmählich das dunkle Gemäuer der Engelsburg
sichtbar.
Die Engelsburg,
Grabmal von Kaiser Hadrian, später Fluchtburg der Päpste in
unsicheren Zeiten, dazu das Gefängnis für diejenigen, die den
Päpsten im Wege standen, steht unmittelbar am Tiber - und den
wohl schönsten Blick auf den runden Festungsbau hat man von der
mit Skulpturen geschmückten Ponte St. Angelo.
Die Burg selbst ist
ein dunkles Gemäuer, eher abweisend, auch wenn etliche ihrer
Räume von den bedeutendsten Malern der Renaissance verziert
wurden. Ins Auge springt auf einem der Burghöfe eine
Engelsskulptur von Raffael - doch das Entscheidende ist der
Rundblick über den Tiber und die Dächer und Kuppeln von Rom, den
man von den oberen Gängen und dem Dach des Baues genießt.
Unser letzter
Rundgang durch die Altstadt beginnt am Piazza
del Popolo, einem ungewöhnlich weiten Platz, an dessen linker
und rechter Seite jeweils ein Brunnen steht, einer der Brunnen
unterhalb eines größeren Stadtpalastes - und schließlich finden
sich hier auch noch zwei absolut gleich aussehende Kirchen.
Vom Piazza del
Popolo führt die Straße vorbei wieder am Piazza Espagna und
schließlich zum Piazza Colonna,
einem eher kleinen Platz, umgeben von "amtlichen"
Gebäuden - und natürlich der Trajans-Säule, ein einzigartiges
Kunstwerk, das auf jedem Quadratzentimeter seiner Außenfläche
mit Reliefs von dem Kämpfen und Siegen dieses römischen Kaisers
erzählt.
Dann sind wir
schließlich an dem kleinen, eigentlich unbedeutenden
Altstadt-Platz, der wegen des Trevi-Brunnens
zu dem Touristenmagneten schlechthin geworden ist. Den Brunnen -
für diesen Platz eigentlich um etliches zu groß - kann man sich
dabei kaum nähern: So dicht ist hier das Gedränge.
So begnügen wir
uns damit, die Marmor-Statuen, die den plätschernden Brunnen
bilden, von etwas weiter weg zu begutachten. Wer näher
herangekommen ist, badet unterdessen seine Füße in dem
wahrscheinlich kühlen Wasser.
Inzwischen ist es
auch Zeit für die Heimkehr: Um 17.30 Uhr bringt uns schließlich
der Hotel-Wagen wieder zum Flughafen - um 19.45 Uhr soll unsere
Maschine nach Berlin gehen. Aber: Das ist Rom: Erst gegen 11 Uhr
können wir abheben - so dass wir wegen des Nachtflugverbotes auch
nicht wie geplant in Tegel, sondern um 1 Uhr früh in Schönefeld
landen.
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