Oberitalien - Verona, Seite 3

Ein Ausflug nach Verona, der Stadt der Römberbauten und von Romeo und Julia



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Über die Etsch in die Altstadt zur Arena

Klicke auf das BildDie Reisebusse, die die Touristen nach Verona bringen, halten auf einem großen Parkplatz an der Etsch, ganz in der Nähe des klassizistischen Eingangsbaus zum Friedhof. Klicke auf das BildÜber eine Brücke geht es in die Innenstadt, dann weiter an einer mächtigen und völlig erhaltenen Stadtmauer entlang etwa zehn Minuten Fußweg zu Veronas bedeutendster Sehenswürdigkeit: der antiken römischen Arena, die von ihren Ausmaßen her dem Kolosseum in Rom kaum nachsteht, aber wohl um einiges besser erhalten ist.
Auf dem großen Platz vor dem Eingang zur Arena posieren Darsteller in Kostümen von römi-schen Legionären für Fotos mit den Besuchern, auf der Hauptstraße wartet die Touristenbahn auf Fahrgäste. 25 Minuten soll die Verona-Stadtrundfahrt dauern, kostet fünf Euro pro Person.

Unterwegs mit der Touristen-Bahn

Zunächst führt die Route – eine Fahrt durch 2000 Jahre Geschichte mit auch deutschsprachigen Erklärungen vom Band - zu einem Kastell, dann vorbei an einem Torbogen aus der römischen Periode, über die Etsch zu einem kurzen Abstecher auf die andere Seite.
Wieder zurück in der eigentlichen Altstadt passieren wir eine Straße, in der sich ein Antiquitätengeschäft an das andere reiht. Früher war diese Gasse, die so eng ist, dass keiner der andernorts üblichen Hop-on-off-Busse sie passieren könnte, das Quartier der Tischler. Und schließlich kommen wir am Piazza Erbe vorbei, früher der Gemüsemarkt der Stadt, heute der zentrale Markt für die Touristen.
Die Bahnfahrt endet wieder am Platz der Arena – von wo es nun zum zweiten Teil unseres Verona-Ausflugs geht.

Rund um den Piazza Erbe

Klicke auf das BildVom Platz vor der Arena geht die Via Mazzini ab, so etwas wie das Zentrum des touristischen Verona, das geschäftige Herz der Altstadt, eine Einkaufsmeile für Erlesenes, durch die sich die Besuchermassen drängen. Von der Arena Klicke auf das Bildkommend hat man beim Bummel auf der Via Mazzini dazu ständig einen Uhrturm vor Augen, das höchste Bauwerk in Veronas Altstadt – gleich neben dem Piazza Erbe.
Das ist kein übermäßig großer Platz, aber voller Marktstände und Besucher, ein lebendiger Platz zwischen Bürgerhäusern, die an die Renaissance erinnern, mit voll besetzten Cafés
Aber Veronas Altstadt verfügt auch über ruhige Ecken, in die sich nur wenige Besucher verirren, wie wir beim dritten Teil unserer Stadterkundung, einer kombinierten Stadtrundfahrt mit dem Bus mit anschließendem geführten Rundgang sehen.

Stadtrundfahrt zu antiken Römer-Bauten

Die Rundfahrt führt uns zunächst in den Stadtteil Zitadelle, dann auf einer Römerstraße vorbei an den Klicke auf das BildÜberbleibseln der frühesten Stadtmauer aus römischer Zeit, heute eine Parkanlage mit begrüntem Spazierweg.
Wir überqueren wieder die Etsch, kommen an den Ruinen eines römischen Theaters vorbei, halten in einem im späten Mittelalter außerhalb der Mauern entstandenen Stadtteil, das sich zu einem beschaulichen, gediegenen Wohnviertel entwickelt hat. Hier endet die Busfahrt, geht es zu Fuß weiter.
Ein Blick zurück auf die Etsch: Eine der Brücken fällt durch die ungewöhnliche Mischung von roten und weißem Gemäuer auf. Der weiße Teil, so unser Stadtführer, stammt noch aus der Zeit des römischen Imperiums, ist rund 2000 Jahre alt.

Über das Romeo-Haus zum Dante-Platz

Wir gehen zurück über die Etsch über die neuere Brücke, eine aus dem Mittelalter, eine befestigte Brücke direkt neben einem Adelspalast. Den hatte der Bauherr damals ganz bewusst am Rand der Stadt, eben nicht im Zentrum bauen lassen, um im Fall von Unruhen rechtzeitig fliehen zu können. Auf der anderen Seite der Brücke wäre er im Fall der Fälle nämlich direkt auf der Straße in das für ihn sichere Bayern gewesen.
Klicke auf das BildDer Konflikt zwischen Anhängern des Papstes und des deutschen Kaisers prägte Verona weite Teile des Mittelalters hindurch – und war auch die historische Grundlage für die Geschichte von Romeo und Julia und ihren verfeindeten Familien, eine zunächst lokale Legende, aufgeschrieben von örtlichen Dichtern, schließlich von William Shakespeare übernommen und weltberühmt gemacht. Das angebliche Klicke auf das BildWohnhaus des Romeo findet sich dabei an der Pescheria Vecchia, ein unauffälliger roter Backsteinbau, aber eben eines der ältesten original erhaltenen Wohnhäuser Veronas, und damit eben in die Zeit von Romeo und Julia passend.
In Nachbarschaft zum Piazza Erbe besuchen wir Piazza die Signora, nach unserem Stadtführer wegen der weißen Statue in der Platz-Mitte auch Dante-Platz genannt. Obwohl es nur wenige Schritte von hier zum Piazza Erbe sind, verirren sich außer den geführten Gruppen wohl nur wenige Touristen auf diesen repräsentativen Platz mit seinen prächtigen Verwaltungsbauten aus der Zeit der Renaissance, geschmückt mit hochherrschaftlichen Symbolen und Insignien.
Unter denen hat sich auch Kaiser Napoleon verewigt, der kurzzeitig über Verona herrschte, allerdings durch ein eigenes Zeichen seiner Macht, sondern dadurch, dass er den Löwen, das Symbol der ihm verhassten Venezianer, aus den Fassaden herausschlagen ließ. Das wurde nie ausgebessert, so dass die Reste der abgeschlagenen Löwenfiguren noch heute an die Zeit der napoleonischen Kriege erinnern.

Unter dem Balkon der Julia

Klicke auf das BildLetzter Punkt unserer Verona-Stadtbesichtigung: der „Balkon der Julia“, ebenfalls nur wenige Schritte vom Piazza Erbe entfernt, gelegen im Innnenhof eines ansonsten eher unscheinbaren braunen Bürgerhauses, erkennbar vor allem durch die Menschenmassen, die hier durch die Toreinfahrt drängen. Die Hausfassade im Innenhof ist kahl, zeigt keinerlei Schmuck oder Besonderheiten – nur eben einem einsamen Balkon, auf dem sich Paare fotografieren lassen, dafür wohl auch stundenlanges Schlangestehen in Kauf nehmen.




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