Oberitalien, der Gardasee - Süd- und Ostküste, Seite 1

Die Süd- und Ostküste vom Gardasee - von Garda nach Sirmione und nach Malcesine



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Garda - im Zentrum der Osküste

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Zentraler als in Garda kann seinen Aufenthalt am Gardasee kaum verbringen. Schließlich liegt der namensgebende Ort an der Ostküste des Sees ziemlich genau in der Mitte, gleich weit von dessen nördlichem und südlichen Ende entfernt.
Ein Bummel durch die Altstadt von Garda und zur Strandpromenade:  Wie auch bei den anderen Gardasee-Orten ist die Altstadt natürlich autofrei, geprägt von engen Gassen mit Torbögen, Gassen, in denen sich Souvenirläden und Boutiquen aneinanderreihen.
Im Gegensatz zu den engen Gassen ist die Strandpromenade geradezu großzügig angelegt, deutlich jüngeren Datums als die Altstadt, gesäumt von Cafés und Restaurants.

Sirmione an der Südküste  - eine römische Villa und eine Wasserburg

Klicke auf das BildRund eine Stunde dauert die Busfahrt von Garda nach Sirmione an der Südküste des Gardasees, eine Fahrt, die immer wieder an den zahllosen Weingütern der Region vorbeiführt. Der Busfahrer stellt den Bus auf einem Parkplatz direkt am See ab – dann geht es auf Bootsfahrt rund um die Halbinsel von Sirmione.
Vom Wasser aus gesehen: Eine Burg, rund 700 Jahre alt, prägt das Bild von Sirmione, eine Burg, deren Mauern und Türme die anderen Gebäude der Stadt überragen.
Klicke auf das BildDas Boot nimmt Kurs auf die Festung, fährt in den zwischen den Wällen gelegenen Wassergraben, unter die steinernen Brücken hindurch, umrundet die gewaltige Anlage, um auf der anderen Seite an einem kleinen Hafen wieder den See zu erreichen. Ein kleines, aber feines Hotel liegt an diesem Hafen, wohl das Hotel mit der besten Lage in Sirmione, und während sich das Boot wieder von der Küste entfernt, klärt der Skipper auf, wessen Häuser, wessen Villen man vom Wasser aus sehen kann. Da ist das Haus der Maria Callas, dazu etliche Domizile russischer Oligarchen, die es neuerdings wohl ebenfalls nach Sirmione zieht.
Klicke auf das BildAber auch die prächtigste Villa von heute kann nicht mit dem Palast mithalten, der in der römischen Antike etwas abseits der heutigen Stadt auf den Hügeln am See errichtet wurde. Der wird zwar als Palast des Catull bezeichnet, nach jenem römischen Dichter, der vor der Zeitenwende in seinen Werken die Schönheit dieser Region pries, aber dass sich der Dichter tatsächlich eine solche herrschaftliche Villa errichten lassen konnte, ist mehr als zweifelhaft. Viel mehr als die Außenmauern sind, zumindest, soweit man es vom Wasser aus sehen kann, nicht erhalten, aber auch diese Ruinen vermitteln immer noch einen Eindruck davon, wie kolossal diese Anlage einst gewesen sein muss.
Unterhalb der wuchtigen Mauern liegen Badegäste am Wasser: Hier gibt es sogar einen kleinen Strand – am Gardasee schon eine Besonderheit. „Jamaika“, so der Skipper, würde man diesen Flecken deshalb nennen. Eine weitere Besonderheit liegt direkt im See.
Wir stoppen an einer Stelle vielleicht 200 Meter vor der Küste, an der ständig Blasen an die Wasseroberfläche steigen. 20 Meter unter uns, so erfahren wir, befindet sich eine Thermalquelle, Klicke auf das BildÜberreste einstiger vulkanischer Aktivitäten.
Der 30minütigen Bootstour folgt einer kurzer Bummel durch die kleine Stadt. Vom Busparkplatz geht es zur Uferpromenade, der „Einkaufsmeile“ für touristischen Bedarf aller Art, dann durch das Stadttor in die Altstadt. Beherrscht wird die Altstadt von der Burg, und auch die Stadtmauer erscheint da nichts anderes zu sein als der vorgezogene Burgwall. Vor der Burg liegt ein größerer Platz, die davon abgehenden Gassen sind voll von Besuchern, die sich an den Andenkengeschäften, Cafés und Restaurants vorbeidrängeln. Nur auf den größeren Plätzen, auch die gesäumt von Straßencafés und Restaurants, wirkt es etwas menschenleerer.

Über Peschiera an der Ostküste nach Norden

Wir verlassen Sirmione, fahren mit dem Bus die Küstenstraße nach Norden. Ganz in der Nähe von Sirmione, noch an der Südküste, passieren wir dabei Peschiera, ein Ort im Stil einer kleinen fürstlichen Residenzstadt, aber umgeben von einer Stadtmauer mit Toren, die so eng sind, dass unser Bus sie nur mit Mühe und Not durchfahren kann.
Stadtmauern und Burgen sind überhaupt ein Merkmal der Gardasee-Städte auf der Ostseite. Die Westseite dagegen ist vielfach von einer felsigen Steilküste geprägt, auch dünner besiedelt.

Malcesine - Stadt der Torbögen

Klicke auf das BildKlicke auf das BildEine Burg ist auch das Wahrzeichen von Malcesine. Das ist ein lang gezogener Ort, die Küstenstraße gesäumt von herrschaftlichen Villen, bevor man das Zentrum, besser den Schnittpunkt von Alt- und Neustadt erreicht hat. Die Burg, von der der Reiseführer vermerkt, dass Goethe sie unbedingt zeichnen wollte, weswegen man ihn vorübergehend festnahm, ragt über die Altstadtdächer empor.
An einem parkähnlich gestalteten Platz mit öffentlichem Verwaltungsgebäude und Kirche vorbei geht es in diese direkt am See gelegene Altstadt. Die wirkt etwas weniger überlaufen als Sirmione – was aber auch daran liegen mag, dass Malcesine etwas größer ist. Trotzdem: Auch hier steht die die ganze Altstadt im Zeichen des Fremdenverkehrs mit Boutiquen, Cafés und Restaurants auf allen Plätzen und in allen Gassen, über die sich an etlichen ein Torbogen spannt. Malcesine – das ist die Stadt der Torbögen.


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