Island, Vulkantour: Reykjavik, Seite 1

Von Reykjaviks Museum "Perle" in die Innenstadt der isländischen Metropole und ein Besuch der "Blauen Lagune"



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Vom Flughafen über Hafnarfjördur in die Hauptstadt

Von Islands Flughafen Keflavik in die Hauptstadt Reykjavik: Wir passieren in der Einöde eine Ansammlung verlassener Holzgestelle, einem der Orte, an denen noch vor wenigen Jahren Trockenfisch hergestellt wurde.
Für isländische Verhältnisse dagegen fast großstädtisch zeigt sich Hafnarfjördur, ein Ort mit eher einfallslosen Wohnblöcken und vor allem in der Nähe des Hafens einer Aluminiumfabrik, in der, so unsere Reiseleiterin Martina, immerhin rund 400 Menschen arbeiten. Der Strom, den man auf Island dank Geothermie fast umsonst bekommt, hat diese energiefressende Aluminiumfabrik ermöglicht - obwohl die für die Aluminiumproduktion erforderlichen Rohstoffe etwa aus Jamaika importiert werden müssen.
Die Architektur dieser Aluminiumfabrik ist allerdings genau so einfallslos wie die Gestaltung der umliegenden Wohnblocks. Diese eher einfallslose Architektur, so Martina, sei übrigens die noch vorherrschende auf Island.
Modern, fest aus Stein und Beton gebaut wird auf der Insel schließlich erst seit dem Zweiten Weltkrieg, als Briten und Amerikaner Island, damals noch dänische Kolonie, besetzten und innerhalb weniger Jahre in die moderne Zeit holten. Bis zur Zeit der angloamerikanischen Besetzung wurden Häuser auf Island nämlich entweder aus Torf oder aber aus Holz gebaut.

An der „Perle“ - Das Panorama von Reykjavik

Klicke auf das BildMit Blick auf den Esja, Reykjaviks Hausberg, geht es weiter zur Hauptstadt. An einigen Stellen liegt noch immer Schnee auf dem Esja, und Martina erzählt uns, dass dieser Berg nach den isländischen Legenden Heimat der 13 Weihnachtsmänner wäre – wobei diese Weihnachtsmänner, Söhne einer bösen Riesin, keine Geschenkebringer wären, sondern eher wie Trolle darauf aus sind, Schaden anzurichten, wenn sie in der Vorweihnachtszeit bei den Menschen aufkreuzen.
Klicke auf das BildDass in Island aber auch modern und ästhetisch gebaut wird, sehen wir bei der Einfahrt nach Reykjavik, wo wir bei der „Perle“ einen Stopp einlegen. Die Perle ist eine runde Stahl-Glas-Konstruktion mit einer Kuppel, eines der neuen Wahrzeichen von Reykjavik, mit einem Museum und einer Aussichtsplattform um die Kuppel herum.
Die lebensgroße Figur eines Wikingers in einer Glasvitrine begrüßt hinter dem Eingang die Besucher, mit dem Fahrstuhl geht es dann zur Aussichtsplattform, von der man tatsächlich einen einmaligen Blick über Reykjavik, die Bucht und auf den Hausberg hat.
Hochhäuser gibt es in der Skyline von Reykjavik dabei nicht zu sehen – die höchste Erhebung“ der Stadt ist der Turm der Hallgrímskirkja, unserem nächsten Besichtigungsstopp

In das Zentrum von Islands Metropole.

Klicke auf das Bild73 Meter hoch ist der geschwungene Turm dieser weißen Kirche, erinnert an aus dem Fels wachsendes Basalt – und ist das andere neue Wahrzeichen von Reykjavik. Der Platz vor dem Denkmal wird beherrscht von einem Denkmal für Leif Erikson, ein Geschenk der USA, wie die Inschrift auf Englisch vermerkt.
Die Hallgríms-Kirche befindet sich am Ende – oder am Anfang – der „großen“ Einkaufsstraßen Reykjaviks, in einem Viertel, das wohl zu den teureren Wohngegenden der Stadt gehört. Bei den älteren Ein-Familien-Häusern sieht man übrigens die Bauweise, wie sie vor allem in den 40-er Jahren des 20. Jahrhunderts noch verbreitet war: Das Gebäude wurde aus Holz gebaut, dann, um das Holz zu schützen, mit Wellblech verkleidet.
Unsere Stadtrundfahrt führt uns nun in das alte Zentrum Reykjaviks, vorbei am Parlament, einem tatsächlich erstaunlich kleinem Bau aus dunklem Stein, kleiner, als das Rathaus einer deutschen Kleinstadt, zum Hafen. Viel Betrieb herrscht nun am Abend nicht mehr. An den Kais liegen einige größere Schiffe für die Wal-Beobachtung.
Dass der Hafen nun überhaupt wieder eine größere Rolle spiele, so Martina, läge vor allem an diesen Wal-Beobachtungsschiffen – wobei die nun aber in unmittelbarer Nachbarschaft zu den etwas älter wirkenden Walfang-Schiffen liegen. Die Isländer scheinen sich an dieser Nachbarschaft offenkundig nicht zu stören.
Ein kurzer Bummel durch das nächtliche Reykjavik: Auch gen Mitternacht ist es nicht richtig dunkel, eher etwas dämmrig. Auf den Straßen der Altstadt herrscht reges Leben. Überall haben noch die Lokale und Cafés geöffnet, vielerorts spielt man auch Lifemusik. Die Innenstadt zeigt sich als Party-Meile.

Ein Besuch in der „Blauen Lagune“

Klicke auf das BildNur wenige Kilometer von Reykjavik entfernt liegt die „Blaue Lagune“, die Badeanstalt mit dem heißen Salzwasser aus einer Thermalquelle, mitten in einem Lavefeld, umgeben von einigen Wasserläufen. Einen guten Überblick, sowohl über das Freibad selbst als auch die vulkanische Umgebung, hat man von der Aussichtsplattform oberhalb des Restaurants.
Das Wasser im flachen Becken hat recht unterschiedliche Temperaturen, ist in jedem Fall aber immer mindestens warm, an verschiedenen Stellen sogar richtig heiß. Viel mehr als den Kopf lässt man da von sich besser nicht aus dem Wasser schauen, denn die Luft ist doch ziemlich frisch. Und das Gesicht schützt man auch vor der Kälte, in dem man es mit der weißen Masse aus Mineralien einreibt, die hier im Wasser zu finden sind, auch gegen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte helfen.
Etwas komisch sieht man damit allerdings schon aus – und das Gesicht im Becken wieder abwaschen, lässt man besser sein. Für die Augen aber auch für die Haare soll das Wasser nämlich weniger gut sein.

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