Malia, Touristenzentrum an Krets Nordküste - mit Stränden, Altstadt und minoischen Palast

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Mália - ein Touristenzentrum an Kretas Nordküste in der Nachsaison

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Mália - Touristenzentrum mit Stränden, Altstadt und einem minoischen Palast

 
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Zwei Straßen für die Gäste

Der erste Eindruck, den Mália am frühen Abend erweckt: Das ist ein Touristenort, in dem sich das Leben an zwei Hauptstraßen abspielt. Die eine Hauptstraße führt die Küste entlang, ist die Straße der Hotels, die andere geht ins Landesinnere, wird gesäumt von den Bars, Restaurants und Souvenirgeschäften. Auch in den schmaleren, abgehenden Gassen findet man nur Restaurants, Bars, Pensionen, Geschäfte für die Touristen. Allerdings: Die meisten Läden haben geschlossen. Die Saison, so erzählt uns der Wirt, bei dem wir später unser Bier trinken, ist nun Anfang Oktober seit einer Woche vorüber, und in einem Monat wird auch er schließen. Mália habe vor allem englische Gäste, und die kämen eben nur in den Sommermonaten.

Die häufigste Sprache, die man bei den wenigen verbliebenen Gästen dieser Nachsaison hört, ist das Russische.

Eine Wanderung zum minoischen Palast

Auf der Küstenstraße unternehmen wir einen Spaziergang zu den Ausgrabungen des minoischen Palastes von Mália. Der liegt am östlichen  Ende des Touristenortes - was aber von unserem Hotel fast im Ortskern aus auch eine Entfernung von knapp vier bis fünf Kilometern ausmacht.

Die touristischen Geschäftsstraße endet zwar schon relativ bald, aber danach zeigt sich Mália von seiner zersiedelten Seite, kommen mal links und rechts der Straße vereinzelt stehende Wohn- und Geschäftshäuser, auch manch etwas abseits gelegene Pension, dann wieder landwirtschaftlich genutzte Felder, darunter sogar eine Bananenplantagen, wobei bei der die Früchte im Schutz eines Gewächshauses gedeihen.

Auf unserem Weg passieren wir, beinahe den Rand des eigentlichen Ortes markierend, einen Friedhof mit weißer Kapelle und voller Gräber aus meist weißem Marmor bzw. weißem Stein, kommen am Hafen vorbei, der von der Straße aus jedoch nicht zu sehen ist, gelangen an einen öffentlichen Sandstrand, an dem für Tage mit besserem Wetter die Liegen für die Badegäste bereit stehen. An diesem windigen Oktobertag kann man hier aber kaum baden, nur beobachten, wie die Wellen auf die Felsen an der Küste schlagen.

Die Grabungsstätte ist nun am späten Nachmittag bereits geschlossen. Beim Blick über den Zaun sieht man aber unter dem zum Schutz der Grabungen aufgestellten Plastikdächer zumindest die Fundamente und einige dickere Mauern des früheren Palastes.

Unterwegs in Málias Altstadt

Málias andere vermeintliche Touristen-Hauptstraße führt an den Restaurants und nun geschlossenen Discotheken Richtung Altstadt - die auf der anderen Seite der tatsächlichen Haupt- und Einkaufsstraße liegt. Auch wenn die zahlreichen Restaurants und Cafés beweisen, dass Málias Altstadt zumindest in der Saison so wie der neue Teil ganz auf den Tourismus ausgerichtet ist, unterscheidet sich die Bauweise schon. Die schmalen Gassen verlaufen krumm, fast wie ein Labyrinth, die Häuser sind meist weiß getüncht, andere aus grauem Feldstein.

Wirklich alt ist diese Altstadt aber wohl nicht: Die Kirche im Zentrum trägt die Jahreszahl 1898 - und die meisten anderen Gebäude dürften eher noch jünger sein. 

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