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Ionische Inseln - Korfu, Paxos, Antipaxos: Tauchplätze bei Paleokastritsa - Seite 2

Die Tauchplätze vor Paleokastritsa - Riffe, Unterwasserhöhlen und Canyons im Nordwesten von Korfu



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Barrakudas in den Canyons von Colouvri

Besonders fischreich sind die Tauchplätze von Paleokastritsa nicht. Doch dafür warten sie mit einer fast bombastischen Unterwasser-Felslandschaft, die in dieser Form ihresgleichen sucht.
Der Tauchplatz Colouvri liegt bei einem größeren Felsen vor unserer Bucht. Auch wenn wir hier bis zu einer Tiefe von 30 Metern tauchen, haben wir den Boden des Felsmassivs noch nicht erreicht, geht es weiter steil nach unten, ragt die Wand eben so steil nach oben. Wir durchschwimmen Canyons, passieren einen Felsbrocken, der die Gestalt eines Wracks hat und treffen fast gegen Ende unseres Tauchganges auf einen Schwarm Barrakudas, der knapp über dem Grund seine Runden dreht.
Während eines zweiten Tauchganges am Riff von Colouvri haben Fischerboote in der Nähe ihre Netze Klicke auf das Bildaufgeworfen. Dies ist der Grund, warum wir diesmal keine Barrakudas zu sehen bekommen. Die haben sich an anderer Stelle einen sicheren Platz gesucht. Aber die Tatsache, dass rund um die Bucht von Paleokastritsa gefischt werden darf, erklärt, warum man hier eher weniger Fische und praktisch nie größere Exemplare zu sehen bekommt.
Einige kleinere sehen wir bei unserem Tauchgang entlang der Felswand aber doch, umrunden dazu zwei kleinere Nebenriffe, die sich wie grüne Berge vor uns erheben.
Am beeindruckendsten an diesem Tauchplatz bleibt aber der höhlenartige Canyon, der sich durch einen Teil des Hauptriffs zieht, mit einem breiten Eingang, zur Mitte dann schmaler werdend, dass man wirklich glaubt, man wäre in einer Höhle – um dann nach einem kurzen Aufstieg und der Passage durch den wieder breiteren Ausgang das Freiwasser zu erreichen.

Seegrasfelder und die Statue von Skefoudi

Ganz ähnlich wie Colouvri, wenn auch nicht so gewaltig, zeigt sich der Tauchplatz Skefoudi am äußeren Klicke auf das BildEnde der nördlichen Bucht von Paleokastritsa. Mitunter soll man hier auch auf eine Schildkröte treffen, doch damit haben wir kein Glück. Am auffälligsten in der Unterwasserwelt sind noch einige ziemlich magere Seesterne, und der vermeintliche Höhepunkt des Tauchganges, der in bis 25 Meter Tiefe führt, ist die Entdeckung einer antik anmutenden Statue einer Frau. Allerdings: Von einer Antiquität kann hier nicht die Rede sein: Das Stück wurde vor einigen Jahren vom Betreiber eines Glasbootes als Attraktion für seine Gäste hier versenkt.
Bei einem zweiten Tauchgang am Riff an der Felswand von Skefoudi nehmen wir eine andere Route, kommen über ausgedehnte Seegrasfelder, über ein anmutiges grünes Tal, sehen da auch mehr Fische, mitunter in Schwärmen, aber keine besonders großen oder auffälligen Exemplare.
Und so grün die Unterwasserlandschaft mitunter auch sein mag: Unterbrochen wird dieses Bild immer wieder von weiten Strecken entlang des kargen nackten Felses.

In der Höhle von Ha

Über eine Seegraslandschaft hinweg schwimmen wir auch zu der in etwa 15 Meter Tiefe gelegenen Hole of Klicke auf das BildHa. Der Eingang zur Höhle ist noch breit und auch hell, aber schnell wird es enger und dunkel. Ab und an sieht man einen einsamen Fisch, kann dazu auch einen Blick in die kleinen Nebenkammern werfen, wo sich an den im Licht unserer Lampen rötlich schimmernden Wänden kalte, metallfarbene Ablagerungen gebildet haben.
Höhepunkt dieses Tauchganges: der Dom. Am Endpunkt der Höhle – unter Wasser herrscht hier eine beachtliche Strömung – tauchen wir auf. Das Wasser hier ist frisch und um einiges kälter als das Meerwasser, rings um uns herum ragen die Felswände steil nach oben, bilden vielleicht 20 Meter über unseren Köpfen ein rundes Loch im Fels. So sehen wir auf die Vegetation auf dieser Klippe, auf der auch Bäume wachsen – und auf ein kleines Stück Himmel.

Am Liapadis-Riff

Das Riff Liapadis liegt im Freiwasser, wird nicht durch einen herausragenden Fels markiert. Die Unterwasserlandschaft – wir tauchen in 25 Metern Tiefe - ist allerdings ähnlich felsig, durchsetzt von Canyons und dunklen Ausbuchtungen im Fels, die von außen zunächst wie kleine Höhlen wirken.
Aber Liapadis zeigt sich bei diesem Besuch fischreicher, als die anderen bisher gesehenen Riffe. Es gibt kleine Papageienfische, ganze Schwärme winziger blauer Fischlein, in denen etwas größere bunte Fische auf Jagd gehen, einen Schwarm Stachelmakrelen, und die zweite Gruppe unseres Tauchbootes bekommt in einer Mulde versteckt auch eine Muräne zu sehen.

Am Tauchplatz des vergessenen Ankers

Der Tauchplatz Anker, gelegen in einer kleinen von hohen Felsen umgebenen Bucht, verdankt seinen Namen einem hier tatsächlich vergessenen Anker, einem vielleicht vier Meter langen Ungetüm auf dem Meeresgrund in Klicke auf das Bildetwas mehr als 25 Metern Tiefe.
Auf dem Weg dorthin kann man aber zunächst die mächtige, den Felsen herabhängende Ankerkette bewundern, mehr als eine Faust breit dick, angerostet und von Korallen bewachsen, aber immer noch weitgehend intakt.
Zum Tauchplatz gehören schließlich noch zwei Höhlen, nicht sehr groß, aber eng und dunkel. Vor der ersten Höhle und in ihrem Eingangsbereich liegen geborstene Metallteile auf dem Grund, im sandigen Boden, Reste eines Wracks, von dem aber nicht einmal mehr die Konturen erkennbar sind.
In der zweiten Höhle stoßen wir auf einen Drachenkopf, der es sich auf einem Stein gemütlich gemacht hat – und sich auch vom Schein unserer Taschenlampen nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Unterhalb des Klosters

Unser zweiter Tauchplatz, Monastry genannt, liegt genau unterhalb des Felsens an der Küste, auf dem das Kloster von Paleokastritis, von unten gesehen ein unscheinbarer weißer Bau, liegt. Monastry, wir gehen hier auf etwa 24 Meter Tiefe, ist geprägt von einer packenden Unterwasserlandschaft, ein Tauchplatz der Höhlen und schmalen Canyons, die mitunter so eng sind, das immer nur ein Taucher zwischen ihren rötlichen Wänden hindurch passt.

Eine Flasche in 25 Metern Tiefe

The Bottle, „Die Flasche“ ist wieder ein Höhlentauchplatz, den wir in einer Tiefe von rund 25 Metern erkunden. Der Tauchgang beginnt, indem durch eine kurze Höhle in der Felswand schwimmen, nach dem Einstieg abbiegen, dann, nur wenige Meter weiter, auch schon wieder das Freiwasser erreichen.
Wir folgen dem Weg entlang der Felswand, erreichen dann die „Flasche“, die Namensgeberin des Tauchplatzes. Der Eingang ist in der Tat so eng, dass er an einen Flaschenhals erinnert. Der geräumige „Bauch“ dieser Flasche ist allerdings nach zwei Seiten offen. Zum einen gibt es nach oben einen Riss im Fels, so dass wir von hier unten auch ein Stück Himmel sehen, zum anderen gibt es einen Ausstieg, der uns auf sechs Metern Tiefe zu einem Riff führt, von dem aus wir diesen Tauchgang beenden.

Donalds Platz

Donalds Place liegt vor einem von steilen Felsen umgebenen Kiesstrand, in einer kleinen Bucht, die auch ein beliebtes Ziel der Sportboote ist. Auch hier geht es für uns wieder in etwas mehr als 20 Meter Tiefe die Felswand entlang, dazu über Seegraswiesen zu einem Plateau, von dem man das – nicht sehr starke – Fischleben beobachten kann.

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