Ionische Inseln: Zakynthos und Kefalonia - Seite 3

Zakynthos – eine Rundfahrt über die Insel der Olivenhaine



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Eine Bio-Farm in Kalithea

Der Weg durch das Inselinnere in den Norden, durch das Tal von Zakynthos, führt vorbei an Feldern mit Orangen- und Quittenbäumen, vor allem aber immer wieder an Olivenhainen. Wie viele Olivenbäume es auf Zakynthos gibt, kann niemand sagen; frühere Zählungen brachten widersprüchliche Ergebnisse, aber in den Millionenbereich geht die Zahl der Olivenbäume sicherlich.
Klicke auf das BildUm Oliven geht es auch in der Bio-Farm Therianos in dem Dorf Kalithea, unserem nächsten Ziel. Zwar wird hier auch anderes, zum Beispiel Korinthen, angebaut, doch die Olive ist das unumstrittene Hauptprodukt dieses neuen Ziels des Agrotourismus, angeblich seit 600 Jahrern im Familienbesitz.
Bei der obligatorischen Verkostung mit anschließendem Verkauf im eigenen Laden erfährt der Besucher denn auch, was man aus Oliven außer Öl noch machen kann. Da gibt es dann die Olive als Brotaufstrich, verarbeitet zu Seife und schließlich sogar als Medizin, in ihrer Heilkraft angeblich wissenschaftlich getestet an einem medizinischen Institut in Athen.

Die „Blauen Grotten“ von Agios Nikolaos

Klicke auf das BildVorbei an den Schwefelquellen in einer landschaftlich reizvollen, von Bergen umschlossenen Bucht mit kleinem Sandstrand, die allerdings penetrant nach faulen Eiern riecht, geht es weiter nach Agios Nikolaos, einem Hafenort aus nur wenigen Häusern. Hier starten die Ausflugsboote zu den „Blauen Grotten“.
Bei der Hafenausfahrt passieren wir eine kleine Felsinsel mit einer einsamen Ruine, kreuzen dann vor der aus schwarzem, roten und weißen Gestein bestehenden Felswand. Diese Felswand ist vor allem auf Meereshöhe, aber auch darüber durchsetzt von Höhlen aller Größen, manche davon so groß, dass ein Boot hineinfahren kann. Das Wasser in diesen Grotten schimmert in klarem Blau, liefert im Sonnenlicht das Farbspiel, das den Grotten ihren Namen gab.

Anafonitria – Ein Kloster als Festung

Klicke auf das BildAm Rand des Bergdofes Anafonitria im Nordwesten der Insel befindet sich das nächste Ziel unserer Rundfahrt: ein Nonnenkloster, wie eine kleine Festung umgeben von einer Mauer mit Wehrturm. Im Zentrum des Klostergeländes liegt der gelb getünchte Kirchenbau, von außen unauffällig, innen, wo gerade eine Nonne ihren Dienst versieht und Kerzen verkauft, die Wände mit Ikonen übersät, nach Weihrauch riechend.
Hübsch anzusehen: der Klostergarten, in dem auch einige – womöglich antike – Säulen stehen. Unmittelbar neben dem Klostergelände dann: der Friedhof des Dorfes voller weißer Grabsteine und Grabplatten.



Exo Chora – der älteste Olivenbaum

Klicke auf das BildAuf das stolze Alter von rund 2000 Jahren bringt es etwas weiter südlich gelegen die Sehenswürdigkeit von Exo Chora: Der älteste Olivenbaum der Insel, nicht irgendwo in einem Hain am Ortsrand stehend, sondern direkt am zentralen Dorfplatz, so, als sei der Ort extra seinentwegen um ihn herum entstanden. Angesichts der Andenkenläden in seiner Nachbarschaft – angeboten wird natürlich alles, was mit Oliven zut un hat – erscheint diese Annahme auch gar nicht so weit hergeholt.
Im Lauf der Zeit ist der knorrige Stamm in die Breite gewachsen, hat die Statur eines Stieres angenommen, von dem aus zwei dicke Äste sich wie Hörner abzweigen. Und so alt dieser Baum auch ist: er ist immer noch stark genug, die auf ihm herumkletternden Kinder zu tragen.
Die letzte Station der Rundfahrt: Das Olivenpresse-Museum in Lithakia, nun wieder im Süden der Insel. Allerdings: Viel mehr als eine – recht moderne – Presse gibt es nicht zu sehen. Denn das vermeintliche Museum arbeitet immer noch als Olibenpresse, wo die Bauern der Umgebung ihre Ernte abliefern können, und wo die verschiedenen Olivenprodukte den Besuchern zum Verkauf geboten werden.


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