Bodensee: Meersburg, Mainau, Konstanz, Friedrichhafen, Lindau und mehr, Seite 3

Die Blumeninsel  Mainau und ein Besuch des Pfahlbaumuseums von Uhldingen mit dem Nachbau einer jungsteinzeitlichen Siedlung am Bodensee


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Blühende Dahlien und Kunst mit Pflanzen

Die „Blumeninsel“ Mainau, fast wie ein Botanischer Garten: In Nachbarschaft zur Schiffsanlegestelle jedenfalls fallen die ersten exotischen Pflanzen ins Auge. Bananenstauden würde der ortsunkundige Besucher jedenfalls nicht auf der Insel in Bodensee erwarten, scheinen hier aber doch prächtig zu gedeihen.
Klicke auf das BildAuf dem westlichen Uferweg gehen wir nach Norden, zunächst vorbei an alten Baumbeständen, kommen dann zu den Dahlien-Beeten. Anfang September ist die Zeit der Dahlienblüte – und die Besucher können sich an einem Preisausschreiben beteiligen, bei dem die „Dahlienkönigin“, die „Dahlie des Jahres“ gesucht wird.
Vor allem aber glänzt Mainau mit seiner Gartenarchitektur, mit „Kunst an der Pflanze“. Da gibt es nicht nur das als Landkarte Klicke auf das Bilddes Bodensees gestaltete Blumenbeet, da wurde ein Baumstumpf zum Dämonengesicht, da werden moosbewachsene Steine zur Figurengruppe und schließlich gibt es, fast so etwas wie der optische Höhepunkt, eine aus Hecken, Büschen und Blumen gestaltete riesige Ente sowie in gleicher Größe die Nachbildung eines prächtigen Pfaus.
Erwähnenswert: Mainau wartet auch mit einem Schau-Bauernhof auf. Auf dem werden nicht nur Hasen, Esel und vor allem Ziegen, sondern auch Alpacas gehalten.

Ein Ausflug in die Jungsteinzeit

Die Überfahrt aufs Festland, nach Uhldingen bzw. zur Anlegestelle in Unteruhldingen dauert nur wenige Minuten. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Anlegestelle und einem Badestrand wartet das Pfahlbaumuseum auf Besucher.
Klicke auf das BildRund 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, in der Jungsteinzeit, entstanden am Bodensee, und das Pfahlbaumuseum von Uhldingen ist die wohl auch ziemlich genaue Rekonstruktion einer solchen Siedlung, bestehend aus vielleicht drei Dutzend Häusern, entlang der Stege in kleineren Gruppen dicht beieinander stehend. Bis zu 700 Menschen konnte eine solche Siedlung in der späteren Phase Klicke auf das Bildder Pfahlbauten zählen.
Die Pfahlbaubewohner fuhren mit ihren nun ebenfalls als Nachbauten zu bewundernden Einbäumen zum Fischen auf den See, betätigten sich aber auch als Ackerbauern und hielten, vermutlich sogar in ihren Hütten auf dem See, Vieh, Schweine und eventuell auch große Rinder.
In der Regel zählte eine solche Hütte nicht mehr als einen Raum, den sich alle Bewohner teilten, sowohl zum Schlafen wie zum Arbeiten.
Friedlich scheint die Jungsteinzeit am Bodensee allerdings nicht gewesen zu sein, und dass ein Bewohner wie der Ötzi, der vermutlich auch aus einer dieser Siedlungen kam und an den hier ebenfalls erinnert wird, durch Gewalteinwirkung starb, war wohl keine Ausnahme. Zur Land- wie zur Wasserseite ist die Pfahlbausiedlung durch eine doppelte Palisade geschützt – und auf der Wasserseite signalisiert ein Wachturm ständige Verteidigungsbereitschaft.


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