Bodensee: Meersburg, Mainau, Konstanz, Friedrichhafen, Lindau und mehr, Seite 1

Schloss und Kloster von Salem, die Basilika von Birnau und ein Bummel durch das mittelalterliche Meersburg


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Salem - Pracht in Barock

Klicke auf das BildSalem ist zwar nur ein winziges Dorf am Bodensee, international bekannt aber mit dem Schloss, dazu einem ehemaligen Kloster und vor allem dem Internat für die Kinder reicher Eltern. 45.000 Euro Schulgeld pro Jahr kann sich nun einmal nicht jeder leisten.
Wir betreten das Schlossgelände durch den Schlosspark, einem englischen Garten nachempfunden, mit zu unterschiedlichen Figuren kunstvoll geschnittenen Büschen und Hecken.
Dann steht man vor dem in weißen Barock-Schloss, gegenüber dem langen Trakt der ehemaligen Wirtschaftsgebäude , unter denen sich einst auch die herrschaftliche Weinkellerei mit angeblich 1,5 Millionen Flaschen befunden hat. Neben dem Wirtschaftstrakt steht dann der Marstall, auch der wie ein kleines Schloss gebaut, im Unterschied zu den anderen Häusern aber in rosa gehalten, und neben dem Schloss befindet sich dann der Kloster-Trakt, das erste Ziel unserer kurzen Führung.

Im Speisesaal der Mönche und in der Klosterkirche

Dieser Kloster-Trakt ist wie ein Hufeisen gebaut, wobei der Teil auf der rechten Seite, in dem sich ursprünglich die Mönchszellen befanden, heute für die Zimmer der Schülerinnen und Schüler genutzt wird.
Klicke auf das BildWir besichtigen den im Erdgeschoss des linken Teiles gelegenen Speisesaal der Mönche, ein prunkvoller Raum mit einer fein gearbeiteten Stuckdecke, verziert mit Heiligenbildern. Dazu gibt es einen prächtigen Altar und schließlich, als das ganz besondere Schmuckstück, einen rund 300 Jahre alten großen Kachelofen, die Motive in blauer Farbe gemalt, so an Delfter Porzellan erinnernd.
Aber alle Pracht dieses Speisesaals verblasst neben dem Innenausbau der benachbarten, von außen eher unscheinbar wirkenden Klosterkirche. Hier finden sich an allen Ecken und freien Plätzen kunstvolle Heiligenfiguren, die Skulpturen von Äbten und anderen Kirchenoberen, auf den ersten Blick alles aus Marmor, tatsächlich aber aus Alabaster gefertigt.
Eine Besonderheit in dieser Kirche: Die Orgel, heute noch das Instrument gut besuchter Konzertveranstaltungen.
Klicke auf das BildEin Blick in den Marstall: Vermutlich waren die Pferde der fürstlichen Herrschaft besser untergebracht als die Lakaien. Jedenfalls hatte jedes Tier seine eigene großzügige Box – und bei jeder Box gibt es eine Wandmalerei mit Pferd, wohl die Porträts der ehemaligen Marstallbewohner.
Die einstigen Wirtschaftsgebäude sind immer noch Wirtschaftsgebäude, wenn auch nicht mehr hochherrschaftlich. Da gibt es ein Café, ein Restaurant, eine Kunstschmiede, natürlich eine gut sortierte Weinhandlung und nicht zuletzt eine Glasbläserei, in der man dem Meister bei der Arbeit zusehen kann.

Basilika über den Weinterrassen

Klicke auf das BildUnweit von Salem liegt, auf einer Anhöhe am Bodensee, oberhalb von Weinterrassen, mit fantastischem Panoramablick über den See, die Basilika Birnau.
Der rosa Barockbau glänzt mit einem prächtigen Innenleben mit Deckengemälden und Heiligenfiguren, das man in dieser Vielfalt in einer so doch eher abgelegenen Kirche eigentlich nicht erwartet. Leider darf im Inneren der Kirche nicht fotografiert werden.

In den Mauern von Meersburg

Letzte Station unserer Tagestour ist Meersburg, eine direkt am See gelegene mittelalterliche Stadt, die ihren Namen der Burg in ihrem Zentrum verdankt.
Klicke auf das BildWir betreten die zur Landseite ummauerte Altstadt durch das Obertor in einem rosafarbenen Turm, Teil der immer noch weitgehend erhaltenen Befestigungsanlage aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Innerhalb dieser Befestigungsmauern bewegt man sich durch ein Gewirr von Gassen und Gässchen, muss manchmal über Treppen durch das hügelige Gelände, vorbei an kleinen Plätzen, wobei aber kein einziger Neubau das mittelalterliche Fachwerk-Bild trübt. Wobei: Streng genommen ist es eher das romantische Bild vom Mittelalter, wie es sich im frühen 19. Jahrhundert, der Zeit der damals hier lebenden Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, entwickelte.
Wie auch immer: Aber auch für den Ortsunkundigen ist die Orientierung leicht. Bergab geht es Richtung Burg und Schloss und schließlich an den See, bergauf wieder aus der Altstadt heraus. Die etwas breitere Hauptstraße jedenfalls führt absolut sicher Klicke auf das Bildbergab direkt auf die Burg zu, eine eher kleinere Burg, aber sich doch mächtig über die umliegenden Bauten wie ein grauer Koloss hervorhebend. Neben der Burg klappert eine alte Wassermühle.
Vom Platz an der Burg führen Treppen zum Schloss, zur rückseitigen Fassade dieses rosafarbenen Barockbaus mit einem, nun als Gartencafé genutztem Schlossgarten. Von hier aus hat man den wohl schönsten Panoramablick Meersburgs, von den Türmen der Burg über die direkt am Wasser gelegene Unterstadt und über den Bodensee.


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