Dänemark: Kopenhagen mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus - Christiana, Seite 3

Ein Besuch der Freistadt Christiana in Kopenhagens Stadtteil Christianshavn


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An den Kanälen von Christianshavn

Die Station Nummer Sechs des Hop-On-Hop-Off-Busses im Stadtteil Christianshavn befindet sich an einem ruhigen Seitenkanal, Amsterdamer Grachten ähnlich. Auch hier liegen mehre Boote, eines davon wohl ein Restaurantboot, dazu ein Hausboot, an der Kanalmauer.
Wenige Schritte entfernt ist die Erlöserkirche, auffällig durch die Außentreppe, die um ihren hohen Rundturm herum auf die Spitze führt.

Freistadt in bürgerlicher Nachbarschaft

Interessanter als die Erlöserkirche ist für die meisten Kopenhagen-Besucher aber die rund fünf Gehminuten von der Busstation entfernte „Freistadt“ Christiana, die ehemalige leer stehende Kaserne, die in den 1970er Jahren von einer Gruppe Jugendlicher besetzt und von denen dann zur „Freistadt“ erklärt wurde.
Klicke auf das BildDer erste Eindruck von Christiana, gelegen zwischen einem ruhigen Wohnviertel und einem nicht minder ruhigen Gewässer: Ein bunter Flecken in gutbürgerlichem Umfeld. Bunt bemalt ist jedenfalls das keine Haus vor dem Haupteingang auf das Gelände - wobei allerdings gleich dahinter die immer noch meist grauen Kasernenbauten stehen, nun genutzt als Kunst-Ausstellungsräume oder als Kantine.
Klicke auf das BildEine mehrsprachige Wandinschrift fordert die Besucher auf, die Freistadt zu unterstützen, nämlich durch den Kauf so genannter Volksaktien. Außerdem gibt es Benimm-Regeln für die Besucher: Fotografieren der Gebäude jederzeit erlaubt, der Bewohner aber nicht.
Trotz der grauen lang gezogenen Kasernenbauten im Eingangsbereich: Das Bunte überwiegt. Die kleineren Gebäude sind allesamt bemalt, teilweise mit mehr oder weniger künstlerischen Wandbildern. Dazu stößt man auf eine Vielzahl von Skulpturen – und sogar eine bunt bemalte Skateboardbahn.


Kunsthandwerk und Haschisch

Klicke auf das BildZumindest ein Teil der rund 700 erwachsenen Einwohner von Christiana sind auch an diesem Neujahrstag-Vormittag schon bei der Arbeit: Die meisten der kleinen Verkaufsstände haben bereits geöffnet. Im Angebot findet man Modeschmuck, allerlei Kunsthandwerk – und vor allem immer wieder alles für den gepflegten Haschisch- bzw. Marihuana-Konsum, vom passenden Papier für den Joint bis zur geeigneten Pfeife. Nur Haschisch oder Marihuana selbst kann man in diesen Läden erwerben.
Das gibt es in der so genannten Pusher-Street, der eigentlichen Hauptstraße von Christiana, jedenfalls Klicke auf das Bildder belebtesten Straße, für die allerdings ein generelles Fotografierverbot gilt. Hier bieten die Händler an ihren Ständen die Haschischplatten kiloweise an, verbreitet sich der schwere süßliche Geruch über die gesamte Umgebung.
Hier trifft man auch auf die Abgestürzten von Christiana: Auf meist ungepflegt wirkende Bewohner oder auch Besucher, die erkennbar bereits am Vormittag unter Drogen stehen oder stark betrunken sind.
Auf Ordnung wird aber auch hier wert gelegt. Hinweisschilder warnen vor dem Genuss von harten Drogen, machen darauf aufmerksam, dass Hunde nicht auf den Weg machen dürfen, dass man keine Abfälle auf den Boden werfen soll. Motto: Haltet Christiana sauber.



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