Dänemark: Kopenhagen mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus - Nyhavn, Amalienborg, Seite 1

Von Nyhavn, dem "Neuen Hafen", zur königlichen Residenz Amalienborg und zur Marmorkirche


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Einmal rund um die Innenstadt von Kopenhagen

In der Nähe des Hauptbahnhofs von Kopenhagen, vor dem Radisson Blu Scandinavia Hotel, befindet sich der Startpunkt für die Hop-On-Hop-Off-Bustouren. Zwei verschiedene Gesellschaften bieten hier, in Nachbarschaft zu Tivoli und Rathausplatz, die Touren an, starten jeweils etwa alle 30 Minuten. Bleibt man die ganze Zeit über in einem der roten Doppeldeckerbissen sitzen ohne an einer der angefahrenen Sehenswürdigkeiten auszusteigen, dauert die Rundfahrt rund eineinhalb Stunden.
Als erste Orientierung einer mehrtägigen Sightseeing-Tour durch die dänische Hauptstadt bietet sich an, die komplette Tour ohne Auszusteigen mitzumachen.
Die erste Station ist das Carlsberg-Museum, ein Palais, umgeben von einigen klassizistischen Statuen. Im Museum selbst geht es, so ist über die Bandansage über den Kopfhörer zu erfahren, ebenfalls um Statuen, ist zum Beispiel die größte Sammlung an Rodin-Statuen zu sehen, doch das Interesse der Kopenhagen-Touristen scheint eher gering. Jedenfalls mag hier, an der ersten Station, niemand aussteigen.
Dann geht es durch ein Hotel- und Gewerbegebiet einen Meeresarm entlang, über eine Brücke in den Stadtteil Christianshavn, schließlich zurück in den Stadtteil Indre By, den eigentlichen Innenstadtbezirk. Mit das größte Interesse der Businsassen erweckt hier die Station Nyhavn, das an einem Kanal gelegene Restaurantviertel mit seinen alten Giebelhäusern. Es folgt das königliche Schloss Amalienborg, dann geht es weiter nach Norden, zum Churchill.Park mit Englischer Kirche und Gefion-Brunnen.
Erwähnenswert: Eine große Siedlung, fast ein eigener kleiner Stadtteil, aus monotonen, einfachen und lang gezogenen Häusern, Kasernenbauten nicht unähnlich, in einem für Kopenhagen eher ungewöhnlichen gelben Farbton gehalten. Das sind die Häuser, die einer der dänischen Könige für die dänischen Seeleute errichten ließ, eine frühe Form des sozialen Wohnungsbaus.
Vorbei am Nationalmuseum geht es nun zurück zum Ausgangspunkt.

Nyhavn - alte Giebelhäuser und Schiffe am „Neuen Hafen“

Klicke auf das BildNyhavn steht als Haltepunkt Acht auf dem Fahrplan des Hop-On-Hop-Off-Busses, gehört zu den Stationen, an der mit die meisten Fahrgäste für einen Bummel aussteigen. Besonderer Beliebtheit muss sich ein Bummel über Nyhavn dabei auch bei frisch verliebten Paaren erfreuen: Dafür spricht jedenfalls die Unmenge von Vorhängeschlössern, die fast das gesamte Gelände der Brücke über den Kanal bedecken.
Trotz des Namens: So „neu“ ist Nyhavn nicht mehr. Die bunten Giebelhäuser, die zu beiden Seiten des Kanals stehen, gehören angeblich zu den ältesten noch erhaltenen Gebäuden, auch, wenn man ihnen das bei den frisch wirkenden Farben nicht ansieht. Eindeutig museumsreif sind dagegen viele der Schiffe, die vor allem an der nördlichen Seite des Kanals liegen, an der Seite, die vor allem von den Besuchern frequentiert wird. Das ist schließlich auch die „Gastronomie-Meile“: Hier gibt es kein Haus, von dem aus nicht ein Café, ein Restaurant betrieben wird, alle auch mit Tischen auf dem Gehweg – und trotz des kalten Wetters findet man auch dort kaum noch einen freien Platz.
Vergleichsweise ruhig geht es dazu auf der gegenüberliegenden Kanalseite zu. Hier finden sich allerdings auch keine Restaurants, sondern die Andenkengeschäfte, die aber weitaus weniger Kundschaft und Schaulustige anlocken.

Amalienborg - auf dem königlichen Schlossplatz

Eine Bus-Haltestelle von Nyhavn entfernt , Station Nr. Neun, befindet sich das Schloss Amalienborg, die königliche Residenz. Die unmittelbare Umgebung auf der Straße wirkt jedoch gar nicht majestätisch: Das sind meist nüchterne Gewerbebauten, und auch die in der Nähe befindlichen Botschaften machen keinen sonderlich repräsentativen Eindruck.
Klicke auf das BildAmalienborg ist kein einzelnes protziges Schloss, sondern besteht aus vier Palais, gruppiert um einen Klicke auf das Bildgroßzügigen achteckigen Schlossplatz mit Reiterstatue im Zentrum. Für sich genommen könnte dabei jedes dieser fast gleichförmigen Palais die städtische Prachtvilla eines reichen Kaufmanns oder der Prunkbau einer wichtigen Behörde sein: Das Majestätische entsteht hier jedenfalls nicht durch die einzelnen Bauten, sondern durch die Großzügigkeit des Platzes und das Ensemble – und durch die die Posten, die in ihren Paradeuniformen mit der hohen Fellmütze vor ihren Wachhäuschen stehen, an die englischen Wachposten vor dem Buckingham-Palast in London erinnernd, wenn hier in Kopenhagen auch nicht ganz so steif.

Die Marmorkirche

Klicke auf das BildÜberragt wird das Bild des Schlossplatzes allerdings nicht von einem zum Schloss gehörenden Gebäude, sondern von der gewaltigen Kuppel der Marmorkirche. Die liegt nur wenige Schritte vom Schlossplatz entfernt, umgeben von einem kleinen Platz mit repräsentativen Bürgerhäusern vielleicht aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, jedenfalls in einer Umgebung, die weitaus vornehmer wirkt als die Straße, an der der vordere Teil des Schlossplatzes liegt.
Das Innere der Kirche wirkt bescheiden, ohne besonderen Schmuck, lediglich mit einem goldenen Kreuz am Altar. Doch diese Bescheidenheit lässt die Kuppel, unter der man nun steht, nur noch gewaltiger erscheinen.




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