Ein Tagesausflug von Sarigerme an den Köycegiz-See, über Ortaca nach Dalyan, zum antiken Kaunos und zum Schildkrötenstrand mit demSchildkrötenkrankenhaus

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Ortaca, Dalyan, das lykische Kaunos und der Strand der Schildkröten

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Tauchen vor Sarigerme
 



Touristenzentrum Marmaris


Schlucht von Saklikent  


Teppiche aus Kadiköy


Im antiken Tlos

 

Rund um den Köycegiz-See - über Ortaca nach Dalyan, zum antiken Kaunos und zum Schildkrötenstrand


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Ortaca - Stadt der Störche

Ein Halbtages-Ausflug von Sarigerme zum Köycegi-See führt zunächst in die Region rund um die Kreisstadt Ortaca, die Hauptstadt des Kreises, zu dem auch der Ferienort gehört. Hier liegt das Nistland der Störche. Im Sommer sollen rund um Ortaca etliche Tausend Tiere leben, aber Ende August, Anfang September verlassen die meisten von ihnen das Land Richtung Ägypten. Doch auf fast jedem Hochleitungsmast sieht man danach noch ein nun verwaistes Nest.

Ortaca selbst ist eine sich modern, aber gesichtslos gebende Landstadt. Zumindest kann man bei der Durchfahrt weder ein historisch geprägtes Zentrum noch sonstige Auffälligkeiten erkennen. Alles wirkt verhältnismäßig neu und gleichförmig.

Eine Besonderheit gibt es dann aber doch am Stadtrand von Ortaca, ein Rehabilitationszentrum für Störche, verbunden mit einem Restaurant für die Touristen und einigen Andenkenläden. Die Störche, die hier leben, spazieren auf dem eingezäunten Rasen, lassen sich durch die Besuchermassen auch nicht aus der Ruhe bringen, sind sie entweder gewöhnt – oder tatsächlich zu schwach, um einfach davon zu fliegen.

Dalyan - Stadt der Schildkröten

Die Weiterfahrt nach Dalyan dauert nur wenige Minuten. Das Zentrum des recht hübschen Ortes mit zahlreichen kleineren Hotels und Restaurants, einer kurzen, aber lebendigen Einkaufsstraße, liegt direkt am Hafen. Von hier starten die Ausflugsboote durch das Fluss- und Kanalssystem entweder Richtung Köycegiz-See oder aber zum Schildkrötenstrand am Meer. Die Carette-Schildkröte, die dort ihre Eier ablegt, ist sogar das Wahrzeichen der Stadt, geehrt mit einem Denkmal im Stadtzentrum – und mitunter soll man ihn auch schon bei der Bootsfahrt Richtung Meer begegnen können.

An den Felsgräbern des lykischen Kaunos

Was man in jedem Fall bei dieser Bootsfahrt wie eine imposante Kulisse sieht: Die aus der lykischen Zeit stammenden Felsengräber des antiken Kaunos. Insgesamt 167 solcher Felsgräber wurden hier gezählt, manche, etwas tiefer liegend, kaum mehr als eine Nische oder Höhle, andere, höher liegend, wie mit Säulengängen versehene Tempel erscheinend. In der Regel drei Familienangehörige wurden in solchen Felsgräbern bestattet – wobei für die Wissenschaftler lange Zeit eher die Frage war, wie denn die Gräber überhaupt in den steilen Fels geschlagen werden könnten. Um sie von Gerüsten aus zu bauen, lagen die meisten Gräber nämlich eindeutig zu hoch. Die Antwort: Die Bauarbeiter, meist Sklaven, wurden mit Seilen von den Berggipfeln bis zu den ausgesuchten Stellen heruntergelassen, hingen dann in der Luft, um ihrer gefährlichen Arbeit nachzugehen – wobei bei manchem Grab mehr Sklaven in den Tod gestürzt sein dürften, als dort Familienangehörige begraben wurden.

Außer den Felsgräbern sieht man bei der Bootsfahrt kaum etwas von Kaunos. Nur die Überbleibsel des antiken Theaters und einige andere Ruinen sind undeutlich in der Ferne auszumachen.

Die Lagune der Krebsfischer am Schildkrötenstrand

Das Boot passiert eine kleine Reederei, eine Fisch-Aufzuchtstation. Uns kommen einige Fischerboote entgegen, dann haben wir die Lagune mit dem Schildkrötenstrand erreicht. Der Schildkrötenstrand ist dabei nichts anderes als eine schmale Landzunge mit gelbem Sandstrand, am frühen Vormittag noch menschenleer, ansonsten aber ein durchaus beliebtes Ausflugsziel.

In der Lagune liegen einige Boote von Krebsfischern. Die Fischer werden später, wenn noch weitere Ausflugsboote eingetroffen sind, mit gefangenen Krebsen die Schildkröten anlocken. Wenigstens eine Schildkröte zeigt sich für einen kurzen Moment aber auch, ohne dass sie extra angelockt werden müsste. Für wenige Sekunden taucht sie aus dem Wasser auf, paddelt neben unserem Boot an der Oberfläche, taucht schließlich wieder in die Tiefe.

Besuch im Krankenhaus der Schildkröten

Zu den Türkei-BildernNach einer kurzen Pause zurück in Dalyan geht es zum Schildkröten-Rehabilitationszentrum, das die Universität von Pamukkale in Nachbarschaft des – auch von Badegästen genutzten – Strandabschnitts betreibt.

In etwa einem Dutzend großen Tanks lebt jeweils eine Schildkröte, bleibt meist einige Monate in dieser Krankenstation, bis sie wieder in das Meer entlassen werden kann. Bis auf eine Ausnahme sind alle Patienten Carette-Schildkröten – und diese Ausnahme ist hier auch die einzige Schildkröte, die an einer Erkrankung leidet, an einem Infekt, der unter ihrem Panzer eine Blase gebildet hat, so dass sie nun nicht mehr tauchen kann. Und weil die Spezialisten nichts finden, womit man sie heilen könnte, wird sie wohl den Rest ihres Lebens in ihrem runden Bassin verbringen müssen.

Die anderen Patienten hier tragen heftige Verletzungen, entweder, weil sie einer Schiffsschraube zu nahe kamen, oder aber, weil sie in ein Fischernetz gerieten. Wobei zumindest in einem Fall der Fischer dann versucht hat, das Tier, das vielen Fischern als Konkurrent und unnützer Fischfresser gilt, zu erschlagen. In der Schädeldecke des Tieres klafft eine offene Wunde, und obwohl es wie tot, bedeckt mit einem weißen Tuch, auf dem Wasser schwimmt, glauben die Ärzte doch, dass es die Station in einigen Monaten als geheilt verlassen kann.

Dabei ist es überhaupt erstaunlich, welche Verletzungen eine Schildkröte überstehen kann – und selbst der Verlust einer Flosse bedeutet zwar eine gravierende Behinderung, aber noch lange nicht das Aus.

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