Sarigerme, ein Ferienort an der lykischen Küste, und die Tauchplätze rund um die Schwalbeninsel

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Sarigerme - Tauchgänge an der lykischen Küste

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Schildkröten-Stadt Dalyan
 



Touristenzentrum Marmaris


Schlucht von Saklikent  


Teppiche aus Kadiköy


Im antiken Tlos

 

Sarigerme - Tauchen vor der lykischen Küste, an der Schwalbeninsel und anderen Plätzen


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Der Ferienort Sarigerme

Sarigerme macht auf den ersten Blick einen noch bescheideneren Eindruck. Dabei erscheint die Landschaft beim Landeanflug auf den Flughafen von Dalaman geradezu imposant. Da geht es über die  küstennahen Ausläufer des Taurusgebirges, über zahllose größere wie kleinere Seen, die versteckt hinter den Hügeln an der Küste lagen und schließlich, bei einer Biege über dem Meer, vorbei an felsigen Buchten, in denen vielleicht einmal ein Segelboot vor Anker lag, in der ansonsten aber kein Gebäude, kein Mensch zu sehen war.

Das touristische Sarigerme allerdings besteht aus nichts anderem als einer höchstens 500 Meter langen Geschäftsstraße, ausgewiesen als Fußgängerzone, mit Läden zu beiden Seiten der Straße. Die Gebäude dazu, allesamt zweistöckig, machen einen noch verhältnismäßig neuen Eindruck.

Angeboten werden vor allem Textilien, Lederwaren und Keramiken. Allerdings: Es wird zwar gehandelt, aber um mehr als zehn bis 20 Prozent gehen die Händler nicht von ihren zuerst genannten Preisen herunter. Und bei den Textilien verweisen sie darauf, dass alle Artikel in der Türkei angefertigt worden wären, nichts aus China oder Bangladesch kommt.

Der Robinson Club Sarigerme Park, ein Fußweg von vielleicht zehn Minuten von diesem Ortszentrum entfernt, ist eine weitläufige Anlage, in deren Mitte, auf einem Hügel, das Haupthaus liegt, ein langgezogener orangefarbener Bau. In dessen Nachbarschaft befinden sich die Tennisplätze, davor dann der Poolbereich und schließlich ein schöner, breiter Strand mit weichem, dunklen Sand. Vom Hotel aus sieht man auf eine Reihe von Inseln, fast direkt vor dem Hotelstrand dabei auf eine etwas größere, "Kathedrale" bzw. Baba genannte Insel mit einem langgezogenen Berg, der an den beiden Enden fast gleich hohe Kuppen aufweist.

Tauchplatz Insel Baba

Auch die Unterwasserwelt unmittelbar vor dieser Insel steht auf der Liste der Tauchreviere, die von der Orca-Basis im Robinson angesteuert werden. Die Tauch-Basis befindet sich neben der Poolanlage, das geräumige Tauchboot liegt an einem Steg am Hotelstrand. Bequemer geht es kaum noch, zumal alle Tauchplätze innerhalb von maximal 20 Minuten erreicht werden..

Vor der Baba-Insel überquert man in einer Tiefe von bis zu 17 Metern zunächst ein Seegrasfeld. Wir  begegnen hier zwei grünen Muränen, entdecken einige bunte Meeresschnecken, Husarenfische, die sich in kleinen Höhlen tummeln, zum Schluss, versteckt in seinem selbst gegrabenen Loch, noch einen Oktopus.

An der Blue Cave

Der Tauchgang an der Blue Cave führt in eine Tiefe von 18 Metern. Allerdings geht es nicht sofort in die Höhle, sondern zunächst über auf dem Meeresboden liegende Felsbrocken und weite Seegrasfelder, wo sich einige Grouper und einige kleine, bunte Fische tummeln. Dann haben wir die Kante des Plateaus erreicht, geht es von der ab steil nach unten wie bei einem großen Berg, von dessen Gipfel aus man das Tal nicht mehr erkennen kann.

Wir tauchen nun die Kante entlang, gehen schließlich in die Höhle, eine große Unterwasser-Halle, in der sich knapp unterhalb der Decke ein kleinerer Fischschwarm aufhält. Wieder aus der Höhle draußen entdecke ich noch eine bunte Meeresschnecke, die einen Stein entlang krabbelt.

Platz der Rochen

Auch der wegen der hier manchmal anzutreffenden Rochen Stingray genannte Tauchplatz zeigt sich zunächst als ein Plateau mit Felsen und Seegrasfeldern, über das man an die Kante dieses Bergkammes gelangt. Allerdings ist der Abgrund hier nicht so tief wie an der Blue Cave, kann man sehr wohl das "Tal", den Grund erkennen, wo sich ein Seegrasfeld wie ein weiter Wald ausgebreitet hat.

Dort, in einer Tiefe von knapp über 30 Metern, begegnen wir diesmal zwar keinen Rochen, dafür aber einer schlanken, grünen Muräne, die ihren Hals weit aus der Mulde ihres Steines herausgestreckt hat, entdecken kleine Oktopusse, die sich in ihren Erdlöchern vergraben haben, so dass man kaum mehr als ein großes Auge sieht, begegnen zum Schluss einem Schwarm von noch jungen, nicht ausgewachsenen Barrakudas und einer Meeresschnecke.

Die Süßwasserhöhle

Die Sweatwater-Cave  befindet sich in einer der einsamen Buchten rund um die Club-Anlage von Robinson, keine 20 Minuten mit dem Boot entfernt.

Der Eingang zur Höhle liegt rund 20 Meter unter der Wasseroberfläche, und um dort hin zu gelangen, tauchen wir die Felswand entlang, stöbern auf unserem Weg eine große Schnecke auf, die nun angesichts der Taucher bewegungslos verharrt, so, als wolle sie sich tot stellen, tauchen kurz darauf auch in den wie ein großes Portal erscheinenden Höhleneingang ein.

Fische zeigen sich nicht in der Höhle, während wir langsam nach oben steigen, plötzlich in die Sprungschicht geraten, in der Vermengung von Salz- und Süßwasser die Umgebung nur noch schemenhaft verschwommen wahrnehmen. Dann sind wir vom kalten Süßwasser umgeben, steigen noch zwei, drei Meter auf, stoßen durch die Wasseroberfläche, sind nun in der Luftkammer der Höhle.

Allerdings: Einen Platz, um für einen Moment aus dem Wasser zu steigen, gibt es hier nicht - und der einzige Weg nach draußen führt wieder nach unten durch die Sprungschicht.

Rund um die Schwalbeninsel

Die Schwalbeninsel ist ein in Ufernähe liegender Fels, dessen nicht sonderlich tief gelegenen Tauchreviere der richtige Platz für den jeweils zweiten Tauchgang des Tages abgeben.

Allerdings scheint dieser Fels für die frühere Schifffahrt nicht ungefährlich gewesen zu sein. Zwar gibt es hier einige Fische mehr als etwa an der Blue Cave, natürlich wieder Grouper, aber zum Beispiel auch Trompetenfische und ein Seestern haben hier ihr Zuhause, doch die eigentliche Attraktion dieser Unterwasser-Felslandschaft mit den Seegrasfeldern sind die meist zerbrochenen Amphoren und tönernen Töpfe, auf die man hier in 18 Metern Tiefe ständig stößt.

Das sind keine Stücke aus antiker Zeit, aber doch zwischen hundert und 150 Jahre alt. Ömer, der Tauchlehrer von der Basis, sagt, dass die Einwohner des griechischen Dorfes, das sich damals hier befand, in solchen Behältern ihren Wein und ihr Olivenöl verschifften. Aber da hat offensichtlich manches Boot keine weite Fahrt gemacht.

Ein anderer - leichter, unkomplizierter - Tauchgang an der Schwalbeninsel führt über Seegrasfelder und kahle Geröllplätze, ein Tauchgang, bei dem uns nur einige kleinere Fische und die üblichen Grouper begegnen.

Zum Schluss, bereits wieder unterhalb unseres Bootes, stöbern wir auf einer freien Fläche noch einen eingegrabenen Oktopus auf, entdecken dazu auch noch die Reste einiger größerer Amphoren und einen verrosteten Anker.

Und schließlich liegt an der Schwalbeninsel auch noch die so genannte Garnelenhöhle, Ziel eines weiteren Tauchganges. Der Weg zu der in 18 Metern Tiefe liegenden Höhle führt durch eine Felslandschaft mit Schluchten und steil emporragenden Monolithen, eine Landschaft, die etwas großes erwarten lässt. Dann geht es durch einen schmalen und engen Tunnel, zu eng, als dass unsere Dreiergruppe nebeneinander tauchen könnte, in die eher kleine Höhle.

Den Garnelen ist das vielleicht 25 Grad messende Wasser allerdings zu warm, weswegen sie sich in tiefere Regionen zurückgezogen haben, und ansonsten gibt es in dieser Höhle auch keine anderen Fische. Durch ein Loch in der Höhlendecke dringt etwas Licht in die Grotte - und durch dieses Loch, das sich in einer Tiefe von etwa zwölf Metern befindet, tauchen wir dann wieder nach oben.

Kurz vor Ende des Tauchganges entdecken wir noch einen in einem Erdloch eingegrabenen Oktopus, auf dem steinigen Meeresgrund kaum auszumachen, der hier auf ahnungslose Beute lauert.

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