Thailand, Khao Lak - Die Similan-Inseln und Koh Bon in die Andamanensee, Seite 3

Tauchgänge an den Riffen der Similan-Inseln und von Koh Bon - Bei Mantas und Schildkröten



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Von Tublamu zu den Similans

Tublamu heißt der Hafen im Süden von Khao Lak. Es ist ein eher kleiner, ruhiger Hafen. Die thailändische Marine hat hier einige Patrouillenboote zu liegen, es gibt ein paar Tauchboote, Fischerboote so gut wie gar nicht. Von hier geht es in einer etwa 90minütigen Bootsfahrt zu den Similan-Inseln, einem der faszinierendsten Tauchregionen nicht nur in der thailändischen Andamanensee, einem Hotspot für Mantas und Schildkröten.
Insgesamt neun Inseln zählt die Gruppe der Similans, alle Inseln unter Naturschutz. Einige davon so streng geschützt, dass an deren Riffen auch nicht getaucht werden darf. Das geht nur an den nördlichen Inseln, zum Beiuspiel der Insel Nr. 7

Insel 7, West of Eden - Im Zeichen der Schildkröte

Klicke auf das BildWest of Eden heißt einer der beiden Tauchplätze an der Insel 7. Die Felsformationen prägen die Unterwasserlandschaft mit Tälern und Schluchten, wobei die Felsen von mitunter riesenhaften Fächerkorallen bewachsen sind.
Aber nicht nur die Korallen erreichen an diesem Riff – unser Tauchgang führt uns bis auf 26 Meter Tiefe – eine ungewöhnliche Größe: auch die zahlreichen Papageienfische sind um einiges imposanter als anderswo. Dazu gibt es jede Menge Falter- und Wimpelfiscbe, putzige Anemonenfische, schließlich noch eine einzelne Seeschlange.
Gegen Ende des Tauchganges passiert ein Schwarm Barrakudas das Riff.
Klicke auf das BildEin zweiter Tauchgang an diesem Riff steht einige Tage später im Zeichen der Schildkröte. Die erste Schildkröte kreuzt bereits an der Wasseroberfläche unseren Weg, schwimmt fast auf unsere Tauchgruppe zu, die zweite sehen wir vom Meeresboden über uns hinwegziehen.
Wir tauchen die Felswände entlang, vorbei an bunten Fächerkorallen, sehen viele Kaiser- und Papageienfische, manchmal einen Kugelfisch, dann, in der Mulde einer Koralle, einen tanzenden Winzling, von der Farbe und Gestalt wie ein junger Anemonenfisch.
Dazu gibt es Fledermausfische – und schließlich wieder eine Schildkröte, mit einem Panzerdurchmesser von vielleicht einem Meter. Das Tier verkriecht sich unter eine Koralle, knabbert daran, kommt wieder hervor, frisst weiter, hat sich offensichtlich schnell an uns gewöhnt.

Insel 7, Evas Reef - Die ersten Mantas

Evas Reef ist der andere Tauchplatz der Insel 7. Obwohl kaum hundert Meter von Westt of Eden entfernt, findenden wir hier, ziemlich am Ende von Insel, doch eine ganz andere Unterwasserlandschaft. Statt der Felsen gibt es hier nur größere Steine, und schließlich überqueren wir eine flache Gerölllandschaft. Auch hier treffen wir wieder auf große Papageienfische, Kaiserfische, einen einsamen Kugelfisch. Dann erreichen wir wieder eine richtige Felslandschaft mit zahlreichen Kopfkorallen.
Klicke auf das BildWir sind schon beim Aufstieg, als in vielleicht 20 Meter Entfernung ein Manta an uns vorüberzieht, mit seinen etwa drei Meter Flügelspannbreite majestätisch durch das Wasser schwebend. Und, als sei das noch nicht genug, kommt uns gleich darauf ein weiterer Manta entgegen, diesmal zehn Meter unter uns, unbeeindruckt von den Tauchern, die jetzt seine Nähe suchen. Bereits wieder an der Wasseroberfläche folgt das letzte Highlight dieses Tauchgangs: Plötzlich schwimmt eine Schildkröte neben uns.
Klicke auf das BildEin zweiter Tauchgang im Korallengarten von Evas Reef wird zu einem Tauchgang nicht ganz alltäglicher Begegnungen. Als erstes begrüßt uns eine Seeschlange, kurz darauf entdecken wir an einer geborstenen Koralle einen Skorpionfisch. Perfekt seiner Umgebung angepasst, hervorragend getarnt und ganz ruhig liegt er auf dem Grund. Wenig später begegnen wir einer kleinen Geistermuräne, kaum einen Finger dick, die mit weit aufgerissenem Maul aus ihrem Erdloch schaut. Und natürlich treffen wir überall auf Kaiser- und Papageienfische, dazu auf etliche Anemonenfische.

Insel 8, Turtle Rock - In den Höhlen

Die Insel Nr. 8 ist mit der Insel 4 eine der beiden größeren Similan-Insel, darf sogar betreten werden. Einer der vor Insel aus dem Wasser ragenden Felsen hat die Form einer Schildkröte – und gibt dem ersten Tauchplatz des Tages seinen Namen: Turtle Rock – wobei es hier allerdings gar keine Schildkröten gibt.
Klicke auf das BildEin Tauchgang am Turtle Rock ist vor allem ein „Landschaftstauchgang“ in 25 Metern Tiefe. Natürlich gibt es trotzdem Fische, Papageienfische, Drücker, Anemonenfische, sogar eine Muräne bekommen wir zu sehen, aber dennoch sind es hier doch weniger Fische als an den anderen Plätzen. Dafür ist die Felslandschaft um so beeindruckender. Das liegt nicht nur an dem Namensgeberfelsen. Ein anderer sieht aus wie ein Pylon, der gerade umstürzen will, gehört zu einer Gruppe, die an die Aufbauten auf dem Deck eines Schiffswracks erinnert. Höhepunkt ist das Durchtauchen des Labyrinths mit seinen Schluchten und Canyons, schließlich sogar zwei Höhlen. Die sind zwar nicht besonders lang, an allen Punkten hat man noch Licht vom Ein- bzw. Ausgang, aber doch so groß, dass sie noch Nebenkammern haben, in denen man mitunter auch einen vereinzelten Fisch sieht.

Insel 9, Breakfast Bend - Rochen am Meeresgrund

Klicke auf das BildIn Sichtweite der Insel 8 geht es an der etwas kleineren Insel 9 in 25 Meter Tiefe, zum Breakfast Bend. Der zweite Tauchgang führt uns am Breakfast Bend. Das ist ein sanfter Tauchgang, zu dessen Beginn uns eine riesige Kopfkoralle erwartet. Neben den Papageienfischen gibt es viele Igelfische in allen Größen, dazu prächtige Drücker. Auch abseits des Riffs graben die unterschiedlichsten Fische im sandigen Grund mit ihren Mäulern nach Futter. Über uns zieht in einiger Entfernung im Blauwasser ein großer Barrakuda, fast so groß wie ein Hai, seine Bahn.
Klicke auf das BildBei einem zweiten Tauchgang am Breakfast Bend treffen wir wieder auf einen Manta. Wir sind noch an der Oberfläche, als wir ihn entdecken. In kaum fünf Meter Tiefe schwebt er durch das Blauwasser, und ohne uns zu beachten entfernt er sich auch wieder. Beim Tauchgang entlang des Riffs beobachten wir dann Kaiser- und Anemonenfische, stoßen abseits des Riffs im Sand auf einen Blaupunktrochen, der ganz ruhig am Boden liegt, während über uns ein Thunfisch seine Bahn zieht. Beim Auftauchen gibt es dann aber wieder eine Manta-Begegnung, vielleicht mit dem gleichen Manta, den wir schon beim Abtauchen sahen.

Koh Bon - Trompetenfische und Seeschlangen

Koh Bon ist eine schroffe Felsinsel mit bewachsenen Hügeln, eine Insel, bei der Wellen und Flut Höhlen und Furchen ins Gestein gegraben haben. Die Unterwasserfelsen an unserem ersten Tauchplatz sind vor allem mit Kopfkorallen bewachsen, eine Schule der kleinen und kleinsten Fische, die sich hier vereint zu riesigen Schwärmen tummeln.
Klicke auf das BildBis auf 29 Meter Tiefe steigen wir herab, tauchen schließlich gegen die Strömung über die Riffkante, dann wieder die Wand entlang zurück. In einer Mulde in der Wand in der Wand hat sich ein winziger Igelfisch, vielleicht noch ein Baby, eingerichtet, wir sehen einen einzelnen Trompetenfisch, etwas vom Riff entfernt schwimmen ein paar Drückerfische, über uns, fast an der Wasseroberfläche, ein Barrakuda.
Klicke auf das BildAußerdem: zwei schwarz-weiß gestreifte Seeschlangen, eine gut versteckt, die andere gerade dabei, sich ein neues Quartier zu suchen.
Der zweite Tauchgang des Tages wird, nicht viel mehr als hundert Meter vom ersten Tauchplatz entfernt, zum Kampf gegen bzw. mit der Strömung. Wir lassen uns zwar einfach treiben, müssen aber alle Kraft aufwenden, um nicht zu schnell vorangetrieben zu werden, um wenigstens einen Augenblick an einem festen Punkt zu verharren So beobachte ich also einen Feuerfisch, dem die Strömung gar nichts auszumachen scheint, aus ziemlicher Nähe einen Drücker, über uns einen Trompetenfisch.
Gegen Ende des Tauchganges begegnet uns ein Napoleon, ein für seine Art eher kleines Exemplar, nur leider ziemlich weit entfernt.
Den größten Fisch des Tages bekomme ich aber zu Gesicht, als ich wieder an Bord bin: in der Nähe unseres Katamaran springt kurz ein Hornhecht aus dem Wasser, alles in allem sicherlich zwei Meter lang, ein Tier von wahrhaft beachtlicher Statur – ein Beweis dafür, dass man in der Andamanensee nicht nur unter Wasser Begegnungen mit einer faszinierenden Fischwelt haben kann.

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