Thailand, Khao Lak - rund um Khao Lak, Seite 1

Khao Lak - Vom Nang-Thong-Beach nach Tublamu, zur Phang-Nga-Naval Base, zum Markt von Biang Nang und dem Wrack der Boon Soon



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Ein neues Zentrum des Tourismus

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Khao Lak, das Wild-West-Straßendorf mit den einfachen Holzhäusern aus der Zeit vor dem Tsunami von 2004, gibt es in dieser Form nicht mehr. Der Supermarkt, in dem wir uns bei unserem ersten Besuch im eingedeckt hatten, wurde zwar wieder aufgebaut, aber stand er damals fast am Anfang der Ortschaft, scheint er nun in deren Mittelpunkt gerückt. Und ging es bei unserer ersten Reise nach Khao Lak vom Flughafen Phuket noch vorbei an grünen, dschungelbewachsenen Hügeln, ist inzwischen fast die gesamte Strecke bebaut, und schließlich sogar fast urban.
Wir passieren etliche neue Hotelanlagen, am Nang-Thong-Beach ein Khao-Lak-Center, Einkaufsstraßen, und auch die Seitenstraße, die von dem Supermarkt zum Strand und unserem damaligen Hotel, dem Green Beach führte, ist nicht wiederzuerkennen. Auch das ist eine belebte Geschäftsstraße voller Restaurants geworden.
Damals endete diese Straße, seinerzeit eher ein sandiger Weg, am Green Beach Resort, der Anlage, in der wir gewohnt hatten. Nun residieren wir ein Hotel weiter, im Ocean Breeze, einer modernen in weiß gehaltenen Bungalow-Anlage, und die Straße ist noch lange nicht an ihrem Endpunkt.


Phang Nga Naval Base – Schildkröten und ein Denkmal

Klicke auf das BildAuf dem Gelände der Phang Nga Naval Base in der Nähe des Hafens von Tublamu liegt wohl eine der traurigsten Sehenswürdigkeiten von Khao Lak: ein etwa 20 Meter langes zertrümmertes Polizeiboot, beim Tsunami 2004 hierher an Land geschleudert. Dazu erinnert ein schwarzer Gedenkstein an die Polizisten, die bei der Katastrophe ums Leben kamen.
Klicke auf das BildGleich daneben ist der Eingang zum Royal Thai Navy Sea Turtle Conservation Center. Das wurde 1995 gegründet, soll dem Rückgang der Schildkrötenpopulation Einhalt gebieten.
Ein Flyer erklärt den Besuchern, wie das funktionieren soll. Da in der freien Natur nur ein Promille der geschlüpften Schildkröten überlebt, besteht das Projekt weitgehend darin, die Nester auf den Hooyong- und den Similan-Inseln zu schützen, dann einen Teil der geschlüpften Schildkrötenbabys einzusammeln und sie sicher in die Aufzuchtstation zu bringen. Sind sie dann ausgewachsen, werden sie an dem Strand, an dem sie geschlüpft sind, wieder ausgewildert. Fünf verschiedene Arten gibt es in Thailand – aber hier sind nun vor allem die Grünen Schildkröten vertreten. Mindestens einhundert, eher mehr von ihnen schwimmen als Babys durch das dem Eingang am nächsten gelegene Becken, dazu gibt es weitere kleine Becken für weitere Babys, und ein Gang durch die Anlage zeigt vor allem eines: wie rasch die Schildkröten wachsen. Die Tiere sind nämlich nach Altersstufen getrennt.
Klicke auf das BildDie Schildkröten im Becken für die Altersgruppe drei bis vier Monate haben immerhin schon die Größe einer ausgewachsenen Haustier-Schildkröte, und schließlich gibt es auch ein Becken für die Tiere ab einem Jahr. Die bringen es mit ihren Panzern auf einen Durchmesser von einem Meter oder mehr. Ganz gefahrlos ist das Aufwachsen in einem Becken der Station aber offensichtlich nicht. Denn zwischen den Tieren, die hier auf engstem Raum zusammenleben, kommt es immer wieder zu Streitigkeiten, die dann in Form wüster Beißerei ausgetragen werden, wobei sich mancher Beckenbewohner auch Blessuren einhandelt.


Auf dem Markt von Bang Niang

Das Dorf Bang Niang liegt etwas nördlich von Nang Thong, zwar ebenso touristisch, macht aber einen etwas geruhsameren Eindruck. Die Hotel-Shuttles halten am Tsunami-Gedenkpark, gleich gegenüber findet vier mal in der Woche Markt statt.
Klicke auf das BildEs ist ein typischer Touristenmarkt, mit festen, überdachten Marktständen und den üblichen Angeboten: Modeschmuck, Schnitzereien, billige Textilien und Lederwaren. Auffällig, weil besonders kitschig: Badelatschen in Form von Fischen. Recht hübsch: Seife, geschnitzt zu Blumen. Nervig: zwar wird man von den Händlern nicht belästigt, muss aber um alles feilschen. Ein Ledergürtel soll 650 Baht kosten, schließlich bekomme ich ihn für 400. Für eine Shorts, die ebenfalls 650 kosten sollte, zahle ich 420, eine Badehose handle ich von 400 auf 250 Baht.
Gewöhnungsbedürftig: die nördlichste Marktstraße, auch von einheimischen Kunden frequentiert, ist die Lebensmittelstraße. Das Fleisch liegt allerdings ungekühlt auf den Verkaufstischen, lockt da die Fliegen an, es gibt Hühnerbeine im Angebot – und vor allem „Meeresfrüchte“ und Fische. Dazu gehören dann auch Blaupunktrochen, noch lebende Muscheln und auch lebende Welse.


Am Wrack der Boon Soon


Klicke auf das BildEbenfalls nördlich, vom Hafen von Tublamu etwa eine Bootsstunde entfernt, liegt das Wrack Boon Soon, eine vor 20 Jahren im Meer versenkte Arbeitsplattform für den Zinnabbau, knapp 20 Meter Tief, vom Tsunami endgültig in ein Wrack verwandelt.
Klicke auf das BildDie Konturen der Plattform sind nur noch an den mächtigen Kanten erkennbar. Was einmal das Deck gewesen war, ist nun ein Trümmerfeld von durcheinander gewirbelten Kabeln, Rohren, Gewinden, Maschinenteilen.
Die gelben Schnapper treten hier in großen Schwärmen auf. In einer Röhre hat sich eine Muräne versteckt. Nur ab und an streckt sie mit geöffnetem Maul ihren Kopf hervor. Dazu gibt es einige Feuerfische, wir entdecken einen kaum von den Schrotteilen zu unterscheidenden Steinfisch, sehen etliche Drücker. Vor allem ist Boon Soon aber das Wrack der Kugelfische, die sich hier überall tummeln, darunter ein riesiges Exemplar von der Länge eines Männerarms.
Klicke auf das BildBeim zweiten Tauchgang stoßen wir auf noch mehr Muränen, eine davon recht lang und ziemlich dick, dazu noch eine Baby-Muräne, aber das Besondere dieses zweiten Tauchganges ist, etwas abseits vom Wrack, in einem abgetriebenen Eisengestell, ein gewaltiger Barsch, umgeben von einem Schwarm winziger Fischlein, die aber den Räuber nicht zu fürchten scheinen. Ganz am Ende Tauchganges entdecke ich noch eine kleine Meeresschnecke, die gemächlich über eine eiserne Verstrebung zieht.
Der Zinnabbau hat wesentlich zur Zerstörung der Riffe von Khao Lak beigetragen. Aber wenigsten das Wrack der Boon Soon hat sich auf dem ansonsten nur sandigen Meeresboden zu einem künstlichen Riff entwickelt, zu einem Anziehungspunkt der Fischwelt und der Taucher



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