e Dagoba von Kalutara

Sri Lanka, Malediven: Yala-Nationalpark, Seite 9

Eine Tour durch den Yala-Nationalpark im Süden von Sri Lanka - zu Elefanten, Wildschweinen, Hirschen, Büffeln und Affen


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Ein Elefant am Feldweg

Klicke auf das BildNoch bevor wir den Yala-Nationaslpark erreicht haben, begegnet uns der erste Elefant des Tages. Das Tier steht in einem Feldweg vor dichten Büschen, frisst, fühlt sich durch uns aber möglicherweise gestört. Jedenfalls trottet es nun allerdings ohne Eile den Feldweg entlang, weg von der Asphaltstraße. Auch einige Adler sind bereits zu sehen.
Der Yala-Park liegt in einer Buschlandschaft, nach einem heftigen Regen überall mit reichlich gefüllten Wasserstellen und Tümpeln ausgestattet. Und so bekommen wir – entgegen unseren Befürchtungen – bis auf die Leoparden und die Bären den ganzen Artenreichtum dieses flächenmäßig größten Nationalparks von Sri Lanka zu sehen.
Am beeindruckendsten dabei natürlich immer wieder: Die Elefanten. Wir stoßen auf eine Gruppe von etwa fünf weiblichen Tieren, die sich durch unseren Jeep auf dem Feldweg nicht im geringsten stören lassen, später dann noch auf ein einzelnes männliches Tier, das dagegen völlig anders reagiert: Der Bulle, der zunächst auch an einem Busch frisst, wendet seinen Kopf, hebt seinen Rüssel, stürmt auf uns zu, dabei wütend trompetend, bleibt dann doch zehn Meter hinter dem Jeep stehen, den Rüssel drohend erhoben – ein deutliches Zeichen, dass e keine weiteren Störungen duldet.

Wildschweine, Büffel und Hirsche

Klicke auf das BildKlicke auf das BildZu den häufigsten Bewohnern des Parks dürften die Antilopen zählen, die wir immer in größeren Gruppen sehen, mitunter zusammen mit einigen Hirschen. Die Wildschweine zeigen sich manchmal vereinzelt, meist aber auch in Herden, teilen dabei ihren Lebensraum manchmal friedlich vereint mit den großen schwarzen Büffeln. Beim Grasen lassen sich die Tiere auch nicht von den Krokodilen stören, die friedlich im Gras liegen – wobei der gehörige Abstand natürlich gewahrt wird.
Für ungeübte Beobachter kaum auszumachen sind unterdessen die Warane: Erst, nachdem mich der Park-Führer mehrmals darauf aufmerksam macht, wird mir bei genauestem Hinsehen und mit Hilfe des Fernglases klar, dass der so merkwürdig geformte Sandhaufen eben kein Sandhaufen, sondern der langgestreckte Körper eines behaglich daliegenden Warans ist, der wohl soeben ein Schlammbad genommen hat.

Respekt vor den Affen

Den größten Respekt zeigen die Einheimischen allerdings vor den kleinen langschwänzigen Affen: In einiger Entfernung beobachten wir eine Affenhorde, die – scheinbar zur zum Spiel – flink durch die Bäume turnt, wobei die Tiere ohne Probleme auch über vielleicht fünf Meter Distanz von Krone zu Krone springen. Ein einzelner Affe auf dem Feldweg, der kurz neben dem Jeep herrennt, veranlasst unseren Fahrer aber, zu beschleunigen. Der Affe könnte ansonsten in den Wagen springen und toben.

Reservat der Vögel

Klicke auf das BildVor allem aber ist der Yala Park ein Reservat der Vögel. Ceylonesische Hähne, kleiner, aber bunter als unsere europäischen Haushähne, laufen durch das Gehölz, Pfaue sitzen auf Felsen oder Bäumen, einer hat gerade auf Balz sein Rad geschlagen, wendet sich nun in voller Prachtentfaltung – das Gefieder misst bestimmt einen Durchmesser von zwei Metern – in alle Richtungen. Auf einem Baum sitzt ein Adler, der eine Schlange geschlagen hat und nun seine Beute verschlingt.
Klicke auf das BildDer Park grenzt direkt ans Meer – und hier liegt in absoluter Abgeschiedenheit an einem kleinen Strand ein Fischerdörfchen aus etwa einem Dutzend ärmlicher Basthütten. So idyllisch das ganze auch aussieht erinnert mich das Bild doch an das, was an in einem Reiseführer über Sri Lanka steht: Unter den singhalsischen Dorfformen ist das Fischerdorf das ärmste, in dem die Bewohner ihre Hütten meist nicht einmal auf eigenem Boden errichtet sind, sie von dem Grundbesitzer nur geduldet werden.


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