Sri Lanka, Malediven: Ramboda Falls und Nuwara Eliya, Seite 5

Im Hochland von Sri Lanka - Ramboda Falls und Nuwara Eliya, das Land des Tees


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In den „Alpen“ Sri Lankas

Klicke auf das BildDie Straße nach Nuwara Eliya, der „Hauptstadt des Tees“, ist zwar gut asphaltiert, aber schmal und kurvig – und neben der Straße geht es oft steil bergab. Man sieht auf grüne Täler, zunächst noch mit Reisterrassen, auf klare blaue Seen, kommt an einigen kleinen Wasserfällen vorbei.
An den Ramboda Falls legen wir einen Stopp ein, essen im „Ramboda Falls Hotel“ zu Mittag. Egal, welchen Platz man auf der Hotelterrasse wählt, überall hört man das Rauschen der insgesamt sechs Wasserfälle, die diesen Ort umschließen.
Trotz des paradiesischen Ausblicks soll das Land auch für srilankesische Verhältnisse extrem billig sein: Nur die ärmeren Einheimischen würden hier Häuser errichten, meint Anil, unser Reiseführer.
Dabei wähnt sich der europäische Reisende hier fast wir in den mittleren Alpen.




Zwischen den Teeplantagen

Klicke auf das BildUnser nächstes Ziel ist die Mackwoods Tea Fabrik, 1841 gegründet und heute die zweitälteste Firma im Land. 2000 Menschen würden auf der Plantage und in der Fabrik arbeiten, erklärt uns nun unsere Führerin durch die Anlage, vor allem Pflückerinnen auf den weitläufigen Plantagen.
45 Jahre alt wird der Strauch, der die Teeblätter abgibt, und alle zwei Monate kann er abgeerntet werden. Dabei nimmt die Pflückerin aber jedes Mal nur die drei obersten hellen Blätter, wirft sie dann hinter sich in den Korb, den sie bei ihrer Arbeit auf dem Rücken trägt.
Das Trocknen, Sortieren, Mahlen und Verpacken der Teeblätter geht dann allerdings extrem schnell: Ganze zwölf Stunden dauert es nur, bis ein Teeblatt vom Strauch in den Sack zum Export findet.
Bei der Weiterfahrt fällt dann endgültig auf: Weit und breit ist das bergige Land von Teepflanzungen bedeckt – und auf den wenigen freien Stellen stehen die bescheidenen Häuser der Teepflücker-Familien, fast alle tamilischen Ursprungs, im vorigen Jahrhundert von den Briten als billige Arbeitskräfte aus Indien auf die Insel geholt. In einem der tamilischen Orte, durch die wir kommen, habe es erst drei Wochen zuvor wieder heftige Unruhen gegeben, berichtet Anil, unser Reiseleiter – aber nun sei die Lage wieder ruhig.

Ein Kurort in den Bergen

Nuwara Eliya lernen wir als weit verzweigtes Bergstädtchen kennen, ein Ort, der schon beim Durchfahren als Erholungs- und Kurort erscheint. Hier besuchen wir den „Hills Club“, einst der Sitz des vornehmen englischen Jagdclubs – und auch heute noch im Stil eines englischen Landhauses gehalten.
Im Clubzimmer hängen Jugendfotos von Königin Elizabeth II und des Prinzgemahls, eine Ehrentafel erinnert an die Generationen von Clubpräsidenten, ein Amt, das offensichtlich jedes Jahr neu besetzt werden musste. Bis in die fünfziger Jahre finden sich nur englische Namen, die dann in den 60’ern von singhalesischen ersetzt werden. Die englische Ausstattung ist aber unverändert geblieben.


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