Sri Lanka, Malediven: Summer-Island, Seite 12

Besuch auf Ziyaaraiyfushi, als Hotelinsel Summer-Island genannt, im Nord-Male-Atoll


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Ein Urlaubsziel, 500 Meter lang, 50 Meter breit

Klicke auf das BildSummer-Island, unser maledivisches Urlaubsziel im Nord-Male-Atoll, misst in der Länge etwa 500 Meter, in der Breite kaum mehr als 50 Meter. Am einen Ende der Insel befindet sich die Anlegestelle, ein Sandweg führt dann vorbei an der Tauchstation und den zwischen den Kokosnusspalmen liegenden ein- bis zweistöckigen Bungalows zur Rezeption und dem Restaurant am anderen Ende.
Auf Ost- und Westseite weißer Strand – wobei auf der Westseite ein kleines Bassin errichtet wurde, das zwar manchmal unter Wasser steht, aber wohl mittelfristig der Landgewinnung dient.
Unter den Landtieren von Ziyaaraiyfushi, wie Summer-Island mirt korrektem einheimischen Namen heißt, ist an erster Stelle der Gecko zu nennen, dazu gibt es noch ein paar Möwen, sowie einen langbeinigen schlacksigen weißen Vogel, den Kuhpickern auf Sri Lanka ähnlich, nur dass er sich hier vor allem von kleinen Krebsen ernährt.

Schnorcheltouren zum Hausriff

Klicke auf das BildKlicke auf das BildEtwa hundert Meter vor der Insel beginnt das „Hausriff“, zu dem per Boot täglich mehrere Schnorchelexpeditionen durchgeführt werden. Allerdings sind die Korallenbänke von Ziyaaraiyfushi von „El Nino“ stark in Mitleidenschaft gezogen worden: Von der Farbenpracht des Riffs blieb nur Braun und Grau erhalten.
Der Fischbestand scheint – zumindest in seiner Vielfalt – weniger gelitten zu haben. Am häufigsten kommt dabei der Weißkehl-Doktorfisch vor, ein flunderförmiges kleines lila Kerlchen eben mit einem weißen Maul und einem gelben Streifen auf dem Rücken. Dazu sehe ich bei meinem Schnorchelgang alle möglichen anderen Doktorfische, Barsche und farbenfrohe Kaiserfische. Andere Schnorchler berichten mir später, sie hätten auch Muränen und Weißspitzenhaie gesichtet, die mir jedoch nicht begegnet sind.

Eine Angeltour

Vor Einbruch der Dunkelheit beginnt unsere zweite Bootstour, diesmal zum Nachtangeln. Bei der Anfahrt zu unserem Ankerplatz sehen wir in der Dämmerung fliegende Fische und in der Ferne auch eine Meeresschildkröte.
Unser Angelgerät besteht aus einer mit Haken und Bleilot versehenen Nylonschnur, die an einem kleinen „Waschbrett“ befestigt ist. Als Köder dienen Fischbrocken.
Den ersten Fang des Abends, einen mehr als ellenlangen und breiten Fisch mit rosa Färbung, macht ein Mitglied der Mannschaft. Obwohl auch den Touristen dann noch etliche Opfer an die Leine gehen, bleibt der erste Fang doch auch der mit Abstand größte Fang des Tages. Die Fische, die sich an meinem Haken zu schaffen machen, scheinen cleverer: Einige Male fressen sie zwar den Köder fast ganz ab, meiden aber den tödlichen Haken. Und dann, so glaube ich am plötzlichen Zug zu spüren, muss ein ganz Großer angebissen haben. Mit erheblichem Kraftaufwand versuche ich nun, die Leine wieder hochzuziehen, doch da hört der Widerstand urplötzlich auf. Als ich das Nylonseil ganz aus dem Wasser gezogen habe, fehlt nicht der Köder. Der ganze Haken ist abgebissen worden.
Dabei bin ich eigentlich ganz froh, dass die Angeltour für mich so „glücklos“ ausging: Den gefangenen Fischen – alle von den Arten, die man sie zuvor beim Schnorcheln mit Begeisterung beobachtet hat – wird nämlich an Bord der Haken aus dem Maul gezogen, und mit ihren weit aufgerissenen Mäulern werden sie dann noch lebend in einen Eimer geworfen, wo sie bis zu ihrem Ende hilflos zucken.
Unblutiger ist da der Strandspaziergang nach Einbruch der Dunkelheit: In unmittelbarer Ufernähe schlängelt sich eine Muräne durch das flache Wasser. Andere Touristen berichten, dass die täglich hier um diese Zeit auftauche – so wie an einer anderen Stelle zwei Babyhaie zu den regelmäßigen Besuchern gehören würden.

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