e Dagoba von Kalutara

Sri Lanka, Malediven: Male, Seite 10

Ein Bummel durch Male, die Hauptstadt der Malediven - mit einem Besuch im Nationalmuseum


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Mit der Fähre vom Flughafen zur Hauptstadt

Die Überfahrt mit der Fähre von der Flughafeninsel Hulule nach Male, der „Hauptstadt-Insel“ dauert etwa zehn Minuten, und Males fast einzige Sehenswürdigkeit – die goldene Kuppel der Moschee – zieht schon bei der Überfahrt das Auge auf sich. Ansonsten sieht man die „Skyline“ einiger vielleicht sieben- bis achtstöckiger Gebäude am Marine Drive, der Hauptstraße, die die ganze Insel umschließt.
Auffallend sind vor allem die Sauberkeit der Inselhauptstadt und der unverkennbare Bauboom, erkennbar an etlichen halb fertiggestellten Rohbauten weiterer mehrstöckiger Gebäude, fast ausschließlich künftigen Appartementhäusern. Vor einigen Jahren noch scheint man ausschließlich ein- oder zweistöckig gebaut zu haben, wie die kleinen, teilweise grün oder rot angemalten, immer noch schmucken Häuser in den Altstadtgassen beweisen.

Am Marine Drive

Klicke auf das BildKlicke auf das BildWas für Male-Besucher interessant sein könnte, findet sich am Marine Drive in unmittelbarer Nähe des Hafens. Hier ist der „Einhei-mischenmarkt“ vor allem mit Gewürzen und einheimischen Früchten, darunter eine Art Melone, die sich aber aus einer Vielzahl von Einzelstücken zusammenzusetzen scheint, der Fischmarkt, der nun am späten Vormittag aber fast leer steht, der von zwei Kanonen umrahmte Anlegesteg des Präsidenten und auch die große Moschee mit der goldenen Kuppel ist nicht weit.
Aus der Nähe betrachtet erscheint die Moschee allerdings wie ein moderner religiöser „Zweckbau“.

Geschichte der Sultane

Klicke auf das BildWir gehen in den ebenfalls nahe gelegenen Sultanspark, besuchen dort das Nationalmuseum, untergebracht in einem zweistöckigen Gebäude, das dem Sultan vielleicht als Gartenpavillon gedient haben dürfte. Einige Steinskulpturen aus der vorislamischen Zeit, vor allem Buddhaköpfe, sind ziemlich achtlos unter dem Dach des Vorplatzes gestapelt, mehrere weitere kleine Buddhafiguren befinden sich dann noch im ersten Stock.
Vor allem widmet sich das Museum aber der Geschichte der Sultane, insbesondere des 20. Jahrhunderts. Von denen sind nun ihre Throne, etwas vornehmere Stühle, ausgestellt, diverse Kleidungsstücke, eine ganze Reihe von Schwarz-Weiß-Fotos, die das „vortouristische“ Male zeigen, als auf der Insel noch keine Hochhäuser standen, ein zerschossenes Motorrad, das bei einem früheren Staatsstreich als Fluchtfahrzeug der Attentäter diente.
Dazu gibt es noch ein kleines Münzkabinett, in dem auch einige singhalesische Goldmünzen ausgestellt sind, wie wir sie im Museum in Colombo gesehen haben – nur dass der Kommentar hier heißt: „Herkunft unbestimmt“.

Ein letzter Blick auf Male

Klicke auf das BildKurz vor 15 Uhr sind wir dann am Hafen, wo sich der Fischmarkt allmählich wieder zu füllen beginnt. Die Fischerboote sind angelandet, laden ihre Beute aus. Doch weil unser Schnellboot jeden Augenblick eintreffen muss, haben wir keine Zeit mehr, das Treiben zu beobachten.
Male, aus immer größerer Entfernung vom Wasser aus gesehen: Eine Skyline von unvermittelt aus dem Meer ragenden Hochhäusern. Nur ein Grund und Boden, auf dem sie stehen könnten, ist irgendwann nicht mehr zu sehen. Males Hochhäuser sind schließlich die höchsten Erhebungen, die es auf den ganzen Malediven gibt.



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