Oman - Muscat, Sawadi, Oasenstädte:  Nakhl und Rustaq, Seite 3

Ein Ausflug in die Batinah-Ebene, zu den Forts und Thermalquellen von Nakhl und Rustaq


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Eine Festung am Wasser

Klicke auf das BildAm Nakhl-Gebirge vorbei erreichen wir – von der Küste bei Sawadi kommend – nach etwa 40 Minuten Fahrzeit durch die Batinah-Ebene das Oasenstädtchen Nakhl, auch als Naklah bezeichnet.
Berühmt ist Nahkl für seine Festung aus dem 17. Jahrhundert, eine an einem Wadi liegende Burg unterhalb der Berge, strategisch wohl nicht einmal besonders günstig gelegen und im Ernstfall vermutlich auch schlecht zu verteidigen – aber eben in der Nähe des Wassers.
Auf die Beduinenstämme der damaligen Zeit jedenfalls mag diese Burg schon ihren Eindruck gemacht haben. Noch heute jedenfalls ist sie das mit Abstand mächtigste Bauwerk von Nahkl.
Klicke auf das BildWir betreten die verwinkelte Festungsanlage durch das hölzerne Tor, das allerdings ein Ergebnis der originalgetreuen Restaurierung aus den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts ist. Dabei besteht dieses Tor – wie die meisten arabischen Festungstore – aus einer großen Flügeltür, die aber gewöhnlich geschlossen bleibt, und in der einen Hälfte dieser Flügeltür dann eine weitere, meist offene Tür, wobei aber dieser Durchlass so niedrig und so schmal ist, dass er jeweils nur von einem Besucher passiert werden kann.
Und für dieses Betreten einer Festung gibt, besser gab, es feste Regeln. Die einfachste Möglichkeit wäre sicherlich, sich zu bücken und mit dem Kopf zuerst ins Festungsinnere zu schauen, und dann mit einem Schritt die hohe Schwelle zu übersteigen. Doch wer das tat, riskierte, dass die Türwächter ihm kurzerhand den Kopf abschlagen. Vorgeschrieben war: Der Besucher steigt mit den Füßen über die Schwelle, hält sich mit den Händen am Türrahmen fest, der Kopf bleibt erst mal draußen, so dass er nicht ins Innere sehen kann, während ihn die Wachen nach Waffen durchsuchen.
Im unteren Bereich der ockerfarbenen Burg – ein Anstrich aus einer Paste von Kameldung und Pflanzen – befinden sich die Vorratsräume, vor allem für Datteln, und das kleine Verlies, in den oberen Stockwerken die Wohnräume des Immams, die Räume für die Jungen und die Mädchen sowie für die Frauen.
Gemeinsam ist diesen restaurierten Räumen ihre doch karge Einrichtung, wobei sich allerdings in einigen Räumen doch zumindest ein wenn auch kleines Bett findet. Spiegel allerdings gab es nur in dem Raum der Frauen.
Durch die Zinnen der Burgmauern schaut man auf die weitläufige Oase mit ihren Dattelpalmen-Hainen.

An den Thermalquellen

Klicke auf das BildBei der Fahrt zur Thermalquelle von Nakhl sehen wir dann, wie diese Haine von gemauerten Kanälen durchzogen ist, ein jahrhundertealtes bewährtes Bewässerungssystem, das auch die einzelnen in den Hainen stehenden Wohnhäuser mit frischem Wasser versorgt.
Ramadan ist vorbei, wir haben die Tage des Eid-Festes, die sich dem Ramadan anschließen. Und dieses Eid-Fest feiern nun Omanis und die zahlreichen Gastarbeiter aus Sri Lanka, Indien und Pakistan am liebsten mit einem Picknick-Ausflug zu der warmen Quelle, durch die man nun hindurchwatet oder die Kinder planschen lässt.


Rustaq, in der alten Hauptstadt

Klicke auf das BildAm Bergzug Jebel Akhdar vorbei fahren wir nun weiter nach Rustaq, wo ein weiteres Fort, um einiges größer als das von Nakhl, zur Besichtigung ansteht. Immerhin war Rustaq auch vorübergehend Hauptstadt des Oman.
Mit einer Thermalquelle kann Rustaq auch aufwarten: Hier ist diese Quelle aber angelegt als ein großer ummauerter Brunnen, gleich daneben nun auch eine Moschee und, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, ein alter Wehrturm.
Auch wenn die Festung von Rustaq größer ist – im Prinzip ist die Anlage ähnlich wie in Nakhl konstruiert, wobei sich hier dazu noch gleich neben der Festung eine – für uns verschlossene – Freitags-Moschee befindet. Die Räume hat man hier allerdings bisher noch leer gelassen, wofür man aber wieder von den Zinnen der Anlage auf die Oase und das nahe Gebirge sieht.


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