Malediven, Male und Addu-Atoll:  Das westliche Addu-Atoll, Seite 3

Eine Tour über das westliche Addu-Atoll, über Feydhoo, Maradhoo und Hithadoo



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Die Moschee von Feydhoo

Die Brücke, die Gan und Feydhoo, auf Touristenkarten auch als Fedu bezeichnet, verbindet, ist eine zweispurige Straße, Teil einer Straße, die sich über die ganzen westlichen Inseln des Addu-Atolls zieht.
Klicke auf das BildDas erste, was man von Gan kommend von Feydhoo sieht, ist ein ziemlich großzügig angelegter Sportplatz sowie ein schöner weißer Sandstrand, der jedoch absolut menschenleer ist.
Das Dorf der Insel macht einen eher unscheinbaren Eindruck.
Unsere Fahrradtour durch den Westen des Addu-Atolls führt uns nun zunächst durch die Straßen des Inseldorfes, alle schnurgerade angelegt, aber ungepflastert, was nun zur Folge hat, dass sich jetzt in der Regenzeit überall große und tiefe Pfützen gebildet haben Viel Grundstücke sind von einer Mauer aus weiß gebleichten Korallen umgeben; da, wo das nicht der Fall ist, sieht man, dass die einstöckigen Häuser, in der Regel ebenfalls aus Korallen gebaut, inmitten eines kleinen Gartens liegen.
Feydhoos beeindruckendste Gebäude sind zum einen die Moschee, versehen mit einem großzügigen weiß gepflasterten Vorplatz, einem großen, allerdings ziemlich kahlen Gebetsraum und einem Minarett mit goldener Kuppel mit dem Halbmond an der Spitze, zum anderen unmittelbar gegenüber auf der anderen Straßenseite das Schulgebäude, zwei Stockwerke hoch, mehrere Trakte umfassen – modern, und scheinbar viel zu pompös für diese kleine Insel. Eine zweite, weitaus kleinere Moschee, wird gerade, auf Kosten eines wohlhabenden Spenders gebaut.

Durch die Dörfer und den Hafen von Maradhoo

Klicke auf das BildDie Brücke, die Feydhoo mit der nördlich gelegenen Insel Maradhoo verbindet, ist um einiges kürzer als die zwischen Gan und Feydhoo; fast scheint es, als seien Feydhoo und Maradhoo nur zwei Teile einer einzigen auseinander-gebrochenen Insel, aber noch immer keinen Steinwurf voneinander entfernt..
Aber Maradhoo ist um einiges größer als Feydhoo – was sich für uns vor allem durch die breiteren Dorfstraßen bemerkbar Klicke auf das Bildmacht. Es gibt sogar zwei Dörfer auf dieser Insel, doch die sind so ineinander verwachsen, dass wir keine Ortsgrenzen erkennen können. Jedenfalls scheint es nach der Dichte der Bebauung auf Maradhoo keinen unbewohnten Flecken mehr zu geben.
Bleibt man auf der asphaltierten Hauptstraße lernt man den Hafen der Insel kennen, zumindest von der Anlage her um einiges größer als der Hafen von Gan, wenn hier auch nur einige Fischerboote ankern sowie ein Schiff, das die Bezeichnung „Ferry“, also „Fähre“ trägt. Um den Hafen herum hat sich aber so etwas wie ein kleines Einkaufszentrum mit Supermarkt und einer Niederlassung der staatlichen Handelsgesellschaft etabliert.

Das Riff von Maradhoo

Gut 50 Meter vor dem Strand von Maradhoo liegt das Haustriff der Insel. Das erscheint zunächst als eine „Wiese“ voller dicht an dicht wachsender Sandrosen, weist dazu große Korallenbrocken auf, teilweise mit einem Umfang von sicherlich fünf Metern – aber es liegt dafür auch etwa zehn Meter unter der Wasseroberfläche, eigentlich zu tief für einen Schnorchelgang. Trotzdem entdecke ich unten am Grund einen tiefschwarzen mehr als einen Arm langen und dicken Fisch, möglicherweise ein Napoleon – aber er ist eben doch ein gutes Stück entfernt.
Weiter oben tummeln tummeln sich Schwärme von nur wenigen Zentimeter langen blauen, roten und mehrfarbigen Fische, möglicher weise Fahnenbarsche.
Auf Maradhoo folgen zwei unbewohnte Inseln, über die aber eine moderne Asphaltstraße führt, umsäumt von Kokosnusspalmen, auf der Ostseite dazu der Strand, der, wäre eben nicht die Straße, an einen Bilderbuchstrand erinnert.

In der Atoll-Hauptstadt auf Hithadoo

Auf Hithadoo schließlich führt die Asphaltsraße weiter am Meer entlang, an den Buchten der dem Inneren des Atolls zugewandten Inselseite, wo kleine Fischerboote liegen und Angler im seichten Wasser stehen. In den Ort selbst führen wieder nur ungepflasterte Wege, die von dieser Hauptstraße der Inseln abgehen.
Die Gassen der Atoll-Hauptstadt unterscheiden sich zunächst nicht von den Dorfstraßen von Feydhoo oder Maradhoo. Wir kommen an einer unscheinbaren Moschee vorbei, ein einfacher Zweckbau, für uns erkennbar eigentlich nur an den Lautsprechern, über die die Gläubigen zum Gebet gerufen werden, passieren zwei alte Friedhöfe, sind dann auf der Hauptstraße entweder der Stadt oder zumindest dieses Stadtteils. Zwar ist auch diese Straße ungepflastert, ebenfalls von meist einstöckigen aus Korallengestein gebauten Häusern gesäumt – aber dafür ist sie um einiges breiter als selbst der Marine Drive in Male, hat sogar so etwas wie einen grünen Mittelstreifen mit in kurzen Abständen gepflanzten Straßenbäumen.

An der Nordspitze

Koattey an der Nordspitze des Westteils vom Addu-Atoll zeigt sich als Mischung zwischen Farmland, auf einem Feld, an dem wir vorbei kommen, werden Kürbisse angebaut, und einem Urwald im Kleinen, einem Dschungel zwar ohne Bäume, dafür aber mit Palmen und allen möglichen Gewächsen. Es führen einige schmale Wege durch dieses undurchdringlich scheinende Dickicht, aber diese Wege sind so eng, dass unser Wagen sie kaum nehmen kann. Wir passieren zwei Seen, haben dann den steinigen Strand erreicht, wo einige Jungen schnorcheln, ein anderer im Wasser steht und seine Angelleine ausgeworfen hat. Hier hat man die Korallensteine noch zu einem Damm aufgeschüttet, der die Lagune schützen soll.
Der Dschungel reicht unmittelbar bis an den Strand, und in seinem Gebüsch sind einige Frauen gerade am Kochen. Der Süßwasser führende Binnensee, etwas größer als der benachbarte Salzwassersee, liegt nur wenige Schritte vom Strand entfernt: Das ruhige Gewässer, in dem sich etliche schwarze Fischlein tummeln, wird von Palmen umsäumt – ein durchaus romantisches Fleckchen, zu dem sich außer uns kein Mensch hin verirrt hat.

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