Israel -  Totes Meer, See Genezareth, Jerusalem, Seite 2

Arad, die Stadt in der Negev-Wüste



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Vom Wehr-Kibbuz zur Stadt

Arad ist eine eher unscheinbare Ortschaft im Negev, die offensichtlich in zwei Teile zu zerfallen scheint. Die etwas älter wirkenden zweistöckigen gleichförmigen Häuser liegen auf einem Hügel hinter einer Mauer, so, als wären sie früher einmal Teil eines Wehr-Kibbuz gewesen. Daneben dann befindet sich der neuere Teil von Arad, nicht minder gleichförmige Drei- und Viergeschosser, nur nach Zweckmäßigkeit, nicht nach Ästhetik auf die Schnelle für die nachziehenden Einwanderer errichtet.
Dennoch legt man wohl auch in Arad durchaus Wert auf Ästhetik. Schließlich sieht man in den Parks auch etliche moderne Skulpturen.

Auf der Einkaufsstraße

Unser Ausflug nach Arad soll uns zu dem so genannten Beduinenmarkt der Provinzstadt führen. Die Fahrt von Ein Bokek am Toten Meer nach Arad dauert vielleicht eine halbe Stunde, dann hält unser Wagen an der Hauptstraße, direkt gegenüber dem Postgebäude, an dem Platz, an dem Arads Einkaufsstraße und Fußgängerzone beginnt.
Klicke auf das BildAmos, unser Reiseleiter, macht uns auf die zahlreichen Beduinen mit ihren meist schwarz verhüllten Frauen aufmerksam, die bei der Post stehen. Heute ist auf der Post Auszahltag für die Renten – und die israelischen Beduinen, die angeblich nur selten ein Konto besitzen, lieber über Bares verfügen, holen sich also ihr Geld ab.
Die Einkaufsstraße ist wohl kaum länger als 200 Meter, und besonders viele Geschäfte gibt es hier nicht. Zunächst ist da ein Straßencafé, eine kleine Boutique für Kleider, ein paar weitere, ebenfalls nicht sehr große Geschäfte, und schon bald endet das alles an einem Platz, der aber gerade eine Baustelle ist. Damit hat man das eine Ende des Zentrums erreicht.
Zum Beduinenmarkt geht es aber noch ein Stück weiter an der großen Umgehungsstraße vorbei. Auch, wenn das Zentrum Arads überschaubar ist, so ist die Stadt doch recht weitläufig. Und dazu ist Arad, so hatte jedenfalls Amos gesagt, die schönste Stadt Israels! Diese Behauptung dürfte aber wohl vor allem dem Lokalpatriotismus geschuldet sein. Tatsächlich sind die Mittelinseln der Straßen alle hübsch bepflanzt, gibt es überall auch Straßenbäume, legt die Stadtverwaltung überhaupt viel Wert auf die Begrünung der Stadt, die wegen ihrer angeblich gesunden Luft auch als Heilzentrum für Lungenkranke fungiert – aber das Stadtbild insgesamt ist doch eher langweilig, geprägt von eintönigen Wohnblocks.

Der Beduinenmarkt

Klicke auf das BildUnd auch der Beduinenmarkt ist nicht unbedingt ein Highlight. Unter Planen finden sich einige Obst- und Gemüsestände, dazu einige Stände mit billigen Schuhen und Plastikwaren aller Art, an denen dem optischen Eindruck nach vor allem die arabischen Einwohner Arads ihren Bedarf decken.
Klicke auf das BildIn unmittelbarer Nachbarschaft zum Gelände des Beduinenmarktes befinden sich noch einige kleine Marktgassen für Schmuck- und Textilläden, von der Anlage her einem Souk vergleichbar. Am späten Vormittag sind die Geschäfte aber noch geschlossen, und es sieht nicht so aus, als würden sie bald wieder öffnen.
Durch die Einkaufsstraße gehen wir zurück zur Post, dann, auf der anderen Straßenseite, durch eine kurze weitere Fußgängerzone zu Arads modernem Einkaufszentrum, einem einstöckigen klimatisierten Gebäude, wo die Einwohner der Stadt tatsächlich in den Supermarkt im Erdgeschoss strömen.


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