Nordindien, Rajasthan - Samode, Seite 6

Im Garten und Palast des Rajas von Samode


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Ein Dorf mit Vergangenheit als Handelszentrum

Zunächst ungewöhnlich für ein Dorf: Samode ist von mächtigen Mauern umgeben, hatte in früheren Zeiten wohl schon die Funktion einer Kleinstadt. Unser Reiseführer Lalit sagt, dass Samode Durchgangspunkt der Karawanen gewesen sei, es früher im Ort auch etliche Havelis gegeben habe.
Samode muss tatsächlich bessere Tage gesehen haben. Davon zeugt die mit Kopfsteinpflaster asphaltierte Hauptstraße des Ortes, viele Häuser waren ursprünglich offensichtlich bunt bemalt. Doch heute liegt mindestens die Hälfte der Gebäude in Schutt und Trümmer, Geschäfte sind nicht zu erkennen.


Zeugnisse des Reichtums früherer Tage


Klicke auf das BildDer Palast von Samode liegt wieder auf einem Hügel, ist noch einmal von einer eigenen Mauer umgeben, und der Weg hinter dem Tor verläuft in Krümmungen nach oben. Diese gekrümmten Wege, so Lalit, habe man extra angelegt, um bei einem Angriff den gegnerischen Elefanten die Energie zu rauben.
Den Nachmittag verbringen wir beim Tee im Garten des Rajas, eines Landadeligen, der dem Maharja von Jaipur untersteht: Geprägt wird der Garten von den Springbrunnen und Wasserspielen, deren Klicke auf das BildUnterhalt noch immer ein Vermögen kosten muss. Das Vermögen dieser Familie von Landadeligen dürfte jedenfalls enorm gewesen sein.
Das belegt auch der Palast, ein Märchenschloss wie aus 1001 Nacht, nun vom Raja ganz wirtschaftlich als Hotel genutz. Am Abend ist, uns zu Ehren, wird der ganze Palast hell erleuchtet, und schließlich führt uns der Raja in die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglichen Bereiche, in den ehemaligen Frauentrakt des Schlosses. Am imposantesten ist die gigantische Halle in diesem Teil des Gebäudes. Auf dem Dach, mit Blick auf die nächtlichen Awali-Berge, findet für die Gäste eine Folklore-Show mit Tänzern und Feuerschluckern statt.



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