Türkei, Iran, Afghanistan - Bamyan, Seite 4

Zu den Buddha-Statuen von Bamyan im Hochland von Afghanistan



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Auf der Gebirgsstraße

Morgens um sieben Uhr verlassen wir Kabul mit einem afghanischen Bus Richtung Bamyan. Die Stadt liegt in den Bergen, mitten in der Wüste, ein Nest ohne Stromanschluß, aber mit den größten Buddha-Statuen der Welt, der Touristenattraktion Afghanistans schlechthin.
Für die knapp 300 Kilometer benötigen wir rund sieben Stunden, wobei wir zwei Gebirgspässe zu passieren haben.
Außerhalb Kabuls hört die "Zivilisation" auf. Die Häuser sind einfach aufgeschichtete Lehmbauten, haben lediglich eine Öffnung für den Eingang, manchmal noch zwei weitere, die als Fenster dienen.
In einem Tal entdecken wir ein Reisfeld, was mich einigermaßen erstaunt, weil ich bisher immer davon ausging, daß Reis tropisches Klima benötigen würde.
Wir treffen auf die ersten Nomaden. Immer wieder fallen uns die uralten, buntbemalten Trucks auf.

Ein Ausritt zu den Buddhas

Gegen 14 Uhr kommen wir in Bamyan an und steigen im Hindukusch-Hotel ab. Das Hotel übertrifft alle meine Erwartungen; sogar duschen kann man hier, worauf ich allerdings verzichte, weil mir das Wasser zu kalt ist.
Wir mieten uns erst einmal Pferde und reiten aus. Zunächst geht es in eine waldige Gegend, wo ich beim Galopp meine Sonnenbrille verliere, dann vorbei den der Buddha-Statue und dann hinein in eine Höhlensiedlung in der Wüste. Nach zwei Stunden können wir nicht mehr sitzen und geben die Pferde wieder ab.
Unser "Nachtleben" von Bamyan besteht darin, im letzten offenen Geschäft Kuchen zu essen.
Am nächsten Morgen reiten wir dann wieder aus. Diesmal sind die Pferde besser, und eigentlich geht es jetzt ganz gut. Vom sogenannten Flughafen, einer besseren Sandpiste und einer Lehmhütte, hält uns ein Soldat fern.
Vor den Buddha-Statuen zahlen wir pro Person 50 Afs für die Fotoerlaubnis und Eintritt, dazu noch an einen Polizisten ohne ersichtlichen Grund 10 Afs Bakschisch. Wir krabbeln durch die Höhlen auf den Kopf des Buddha - und genießen von dort den fantastischen Ausblick auf das Tal.



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