Ein Höhlen-Tauchgang in der Cenote von Caletones, einem Dorf am Ende der Straße

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Höhlen-Tauchen in der Cenote von Caletones 

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Ein Höhlen-Tauchgang in der Cenote von Caletones, einem Dorf am Ende der Straße


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Eine Piste in die Wildnis

Am Stadtrand von Gibara endet auch die Asphaltstraße. Eine Sandpiste voller Schlaglöcher führt nun die Küste entlang, führt nach Caletones. Und von Caletones aus gibt es gar keine weitere Straße mehr.

Der Ort macht einen geradezu ärmlichen Eindruck. Etwa die Hälfte aller Häuser, ohnehin kaum mehr als aus Stein errichtete Hütten, stehen nur noch als Ruinen, die andere Hälfte wirkt auch nicht besonders wohnlich. Caletones ist offensichtlich immer noch vom letzten Hurrikane gezeichnet – und bessere Bungalows, wie man sie in anderen Orten gesehen hat, fehlen hier ganz.

Ein einsamer Ort am Meer

Die Einwohner müssen gänzlich von der Landwirtschaft leben: Denn obwohl Caletones direkt am Meer liegt, sieht man nicht ein einziges Fischerboot, gibt es auch nicht einmal den Ansatz eines Hafens. Dafür spazieren die Schweine auf der Dorfstraße, grast eine Pferd im spärlichen Grün des Dorfplatzes. 

Aber es gibt ein Restaurant, das La Esperanza, das einzige zweistöckige Gebäude, das in diesem Ort zu entdecken ist, für die örtlichen Verhältnisse geradezu ein Prunkbau. Von hier aus brechen wir auf zu der rund zwei Meilen entfernt liegenden Cenote, der Unterwasserhöhle von Caletones. 

Das gesamte Tauchgepäck wird auf dem Rücken eines Pferdes verschnürt, wir selbst müssen laufen. Zunächst geht es noch durch das Dorf, vorbei sogar an einem kleinen Stück Strand, am Playa La Caleta, wo einige nun aber leer stehende Bauten den Eindruck erwecken, als habe man sich hier auf Badegäste einrichten wollen, dann ungefähr zwei Meilen lang in die Wildnis.

Immerhin führt zumindest ein steiniger Trampelpfad durch das enger werdende Buschwerk, doch wirklich bequem läuft es sich auf diesem Weg der Stolperfallen nicht. Als wir nach etwa 50 Minuten unser Ziel erreichen, bin ich total erschöpft.

In der Cenote

Auf den ersten Blick liegt hier inmitten dieses Urwaldes ein kleiner, von Felswänden umgebener kleiner Tümpel mit fast kristallklarem Wasser. Die Höhle, die von hier bis zum Meer führt, sieht man vom Ufer zunächst noch nicht.

Der Einstieg in den Tümpel ist äußerst glitschig, das Wasser angenehm frisch, aber dabei nicht wirklich kalt. Nach nur wenigen Schwimmstößen haben wir den Höhleneingang erreicht, tauchen hinab. Die Cenote erweist sich als eine Abfolge von Gängen und Hallen, in denen sich Stalagmiten und Stalaktiten gebildet haben, manche davon weiß, andere rot, in teilweise bizarren Formen, manche wie Figuren oder Grabmäler – und das alles in absoluter Dunkelheit.

Das einzige Licht, das hier manchmal einfällt, ist das Licht unserer Lampen – und das sorgt jedes mal für einen gewaltigen Schreck, wenn man für einen Moment nur noch den Lichtkegel der eigenen Lampe, aber nicht den eines anderen Tauchers sieht.

Aber selbst in dieser unterirdischen Welt gibt es tierisches Leben. Wieder in der Nähe des Höhleneingangs kreuzt ein vielleicht unterarmlanger, schlanker, dunkelgrauer Fisch meinen Weg, ein Fisch, den der kubanische Tauchlehrer auf meine Nachfrage als Pinga-Fisch bezeichnet.

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