Besuch im Archäologie-Park von Chorro de Maita und im Kolumbus-Park in der Bayamo-Bucht, auf den Spuren der Taina

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Chorro de Maita und die Bucht von Bayamo - unter Taina-Indianern 

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Im Archäologie-Park von Chorro de Maita, im Kolumbus-Park in der Bayamo-Bucht - auf den Spuren der Taina


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500 Jahre Dorf-Geschichte

So ungefähr haben die Dörfer der Taina-Indianer vor der Landung des Kolumbus ausgesehen: Der Archäologie-Park von Chorro de Maita in der Provinz Holgúin ist den Siedlungen der Taina-Indianer nachgebaut, stützt sich archäologische Funde, die genau hier gemacht wurden. Etwa in der Zeit von 1080 von 1550 soll das Ursprungs-Dorf an dieser Stelle gestanden haben, fast 500 Jahre. Insgesamt sollen, so die Schätzungen, zur Zeit der Landung von Christoper Columbus immerhin rund 100.000 Taina in der Region der heutigen Provinz Holgúin gelebt haben.

Das Museumsdorf liegt in einem leicht hügeligen Gelände, besteht aus einer Reihe von Rundhütten, und damit der Eindruck eines lebendigen Dorfes erweckt wird, stehen – bzw. sitzen oder liegen – überall lebensgroße Tonfiguren, die Szenen aus dem Dorfalltag darstellen. Da sieht man dann Indianer etwa mit hölzernen Spaten bei der Feldarbeit, eine Gruppe beim Tanzen, einen Medizinmann bei einer Kranken und andere Szenen. Das alles mutet mitunter zwar kitschig an, vermittelt dem Besucher aber doch ein recht plastisches Bild vom dörflichen Leben der Taina-Indianer, die etwa jeweils zu 20 Personen eine Rundhütte bewohnten, in ihrer Landwirtschaft nicht nur Nahrungsmittel wie Avocados und Papayas, sondern zum Beispiel auch Tabak und Baumwolle anbauten.

Indianer-Friedhof mit Museum

Ganz in der Nähe des Museumsdorfes liegt – überdacht – die Ausgrabungsstätte eines indianischen Friedhofes. Die insgesamt 108 Skelette – 107 von Indianern, eines von einem hier bestatteten Europäer – liegen eher ungeordnet nebeneinander auf dem Areal, alle ganz unterschiedlich bestattet, wobei die einzelnen Skelette aber so gut erhalten sind, dass man den Eindruck gewinnt, es müssten Nachbildungen sein. Das, so die Museumsangestellte, sei aber nicht der Fall: Alle Skelette wären Originale, so, wie sie hier liegen, auch gefunden worden. Dabei datieren die ältesten Skelette ungefähr aus dem Jahr 1080, wurde die Begräbnisstätte, wie man vom europäischen Skelett weiß, mindestens bis zum Jahr 1550 genutzt.

Nicht immer Originale, sondern teilweise Repliken sind dagegen die Ausstellungsstücke in den gläsernen Vitrinen: die Reste von Werkzeugen, beispielsweise Steinhämmer, aber auch Schmuck, Amulette und Idole, kleine Götterdarstellungen, hier nun aus Messing, bei den Originalstücken aber aus Kupfer bzw. Gold.

Folklore-Show im Naturschutz-Gebiet

In der Bucht von Bayamo, ganz in der Nähe von Gibara liegt unterdessen der Kolumbus-Park, angeblich an dem Ort, an dem Kolumbus bei der Entdeckung Amerikas an Land gegangen sein soll. Das ganze Areal gilt zwar als Naturschutzgebiet, ist aber vor allem ein Ausflugsziel für Touristen – die am Restaurant von einem jungen Mann in einer Uniform, wie sie die spanischen Eroberer getragen haben könnten, begrüßt werden. Nach dem Begüßungs-Drink geht es dann zur Taina-Folklore-Show.

Der Mann und die jungen Frauen, die, bekleidet mit weißen Lendenschurzen, die Frauen dazu noch mit einem weißen Tuch über dem Busen, teilnehmen, sollen angeblich selbst Taina-Indianer sein. Immerhin haben die Angehörigen dieser Folklore-Truppe tatsächlich eine rotbräunliche Hautfarbe, sind auch etwas kleiner als die meisten eindeutig europäischstämmigen oder schwarzen Kubaner - aber dass es noch immer Menschen geben soll, die hier ihre Ahnenlinie bis zu den Ureinwohnern zurück verfolgen können, scheint doch ziemlich unwahrscheinlich, eher eine Legende für die Touristen zu sein.

Die Tanz-Vorführung macht auch einen lustlosen Eindruck. Der Mann steht in der Mitte, gibt einige Kommandos, die Frauen bewegen sich im Kreis um ihn herum – das war auch schon alles. Wer weiß, wie viele Vorstellungen die Tänzer heute schon geben mussten!

Fantastisch ist dagegen die Aussicht, die man von einem der Hügel auf die Bucht hat. Da schaut man auf einen weiten Sandstrand mit Palmen, geradezu ein karibisches Postkartenmotiv.

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