Kuba - Auf Hemingways Spuren, Seite 2

Auf Ernest Hemingways Spuren durch Havanna - von der Bodeguita del Medio nach San Francisco



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Hemingways Stamm-Bar in Havannas Altstadt

Klicke auf das BildVorbei am Platz der Kathedrale – auffällig: die unterschiedlichen Türme des Sakralbaus, der zweistöckige Glockenturm massiv und gedungen, der andere mit der Uhr dagegen fast filigran – geht es zur Bodeguita del Medio, die Stamm-Bar von Ernest Hemingway während seiner Zeit in Kuba, deshalb nun ein bevorzugter Touristen-Treff, schon von außen erkennbar an den Bildern von Hemingway und Hemingway-Handschriften an der Fassade. Und auch drinnen, wo sich die Besucher am Tresen drängen, erinnern etliche Ausstellungsstücke an den berühmten Gast, hängt zum Beispiel an der Wand unter anderem ein Foto, das den amerikanischen Schriftsteller zusammen mit Fidel Castro zeigt.


Eine Finca in San Francisco

Klicke auf das BildIn San Francisco, einem der dörflichen Vororte von Havanna, liegt das Anwesen, das sich Ernest Hemingway gekauft hatte, eine feudale Finca mit einem auf einem Hügel stehenden Herrenhaus, das sich ein reicher Spanier um 1880 hat errichten lassen. Betreten darf man das Haus gerade nicht, nur von außen einen Blick durch die Fenster werfen.
Klicke auf das BildUnd da sieht man dann auf eine gewaltige Bibliothek, auf Bücherregale, die fast alle Wände bedecken – sofern da nicht gerade die Trophäen afrikanischer Wildtiere hängen, von Büffeln, Antilopen, Löwen. Solche Trophäen sind auch auf den Schreibtischen des Schriftstellers zu sehen. Dazu muss Hemingway auch ein kenntnisreicher Kunstsammler Klicke auf das Bildgewesen zu sein. Immerhin hängt in einem der Arbeitszimmer sogar ein Picasso – wobei dieses Bild, so ungeschützt, wie es hier ist, kaum das Original sein dürfte.
Von dem Hügel sieht man auf dichten grünen Wald, beinahe einen Dschungel, und schließlich kann der Besucher noch das in einem luftigen Holzbau abgestellte Prachtstück dieser Hemingway-Ausstellung bewundern, die Piler, das für das Hochseeangeln ausgelegte Boot von Hemingway, zu seiner Zeit wahrscheinlich ein luxuriöses Prachtstück, fast ganz aus Holz, und so, wie es hier steht, scheinbar noch immer seetüchtig.


Ein Friedhof für die Tiere

So versessen Hemingway auf die Großwildjagd war, so vernarrt muss er in seine Haustiere, Hunde und Katzen, gewesen sein. Die bekamen nämlich nach ihrem Tod ein jeweils mit Steinplatte versehenes eigenes Grab auf dem Anwesen – und ihre Nachkommen tummeln sich, nun vom Personal versorgt, noch immer auf dem Grundstück.
Zum Abschluss der Tour wird den Besuchern an einem Getränkestand ein „Original-Hemingway-Drink“ angeboten, zu bezahlen natürlich in Konvertiblen Pesos. Dafür kann man aber auch zuschauen, wie das Zuckerrohr mehrmals durch eine alte Handpresse gedreht wird, so, dass schließlich auch der letzte Tropfen Saft in der unter der Presse stehenden Schale landet. Schließlich wird das Ganze noch mit einem Schuss Rum und einer Zitrone versehen – und schmeckt ziemlich süßlich.



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