Ein Bummel durch das koloniale Havanna, vom Malecon über den Paseo de Marti zum Caballero von Paris, zum Plaza Vieja, Café Escorial,  zum Plaza de Armas und zur Kanonenschuss-Zeremonie in der Fortaleza de la Cabaña

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Havanna - vom Malecon in die Altstadt und zur Festung Cabaña 

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Ein Bummel durch das koloniale Havanna, vom Plaza Vieja zum Plaza de Armas und zur Kanonenschuss-Zeremonie


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Vom Malecon zum Parque Central und in die Altstadt

Morgens am Malecon: Der heftige Wind hat das Meer so aufgewühlt, dass die gewaltigen Wellen nun über die Brandungsmauer auf die Straße schlagen, immer wieder die Fahrbahn unter Wasser setzen. Havannas Uferpromenade, die große Flaniermeile der Stadt, sonst bevölkert von Spaziergängern, ist menschenleer. 

Nur wenige Fahrminuten vom Malecon entfernt liegt der Parque Central, ein eher bescheidenen Stadtpark, aber umgeben von mehreren alten, gerade wieder restaurierten Hotels, Standort der Pferdedroschken und der Oldtimer-Taxis. Von dem Wind, der über dem Meer weht, ist hier kaum etwas zu spüren.

Mit ihren meist knalligen Farben, rot, pink, bläulich, sieht man diesen Autos, meist Cabrios, ihr Alter, das vielfach bei 60 Jahren und mehr liegen dürfte, nicht an. Allerdings besteigen wir mit Adalberto, dem Guide unserer Neckermann-Havanna-classico-Tour, keinen der Oldtimer, sondern eine der einspännigen  Pferdekutschen, die hier mit den Oldtimern und Fahrradrikschas im Wettbewerb stehen.

Die Fahrt ist aber nur von kurzer Dauer. Der Parque Central liegt nämlich unmittelbar am Paseo de Marti, der an der Grenze zur Altstadt liegenden Hauptstraße Havannas, auf der wir nun den größten Teil unserer Rundfahrt bestreiten. Auf dem durch eine breite, mit Bänken ausgestattete Fußgängerpromenade geteilten Boulevard geht es vorbei an Prachtbauten wie dem Capitol, einem zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem Washingtoner Capitol nachempfundenen Regierungsbau, an dem alten Theater, an mondänen Wohn- und Geschäftshäusern aus der Zeit um 1900. Dies könnte tatsächlich ein wahrer Prachtboulevard sein – wären nicht zahlreiche dieser Gebäude vom Verfall gekennzeichnet, manche kaum mehr als heile Fassade vor leeren Ruinengrundstücken.

Und ein solches Bild zeigt sich auch immer in der eigentlichen Altstadt, wobei dort allerdings auch überall die Rekonstruktionsarbeiten im Gange sind.

Unser Rundgang durch die Altstadt beginnt gegenüber dem alten Hafengelände, führt zunächst vorbei an einer Skulptur, die einen alten Mann mit langen Haaren und Bart, gekleidet wie ein verarmter spanischer Caballero, darstellt. Das ist die Skulptur des „Caballero von Paris“, eines Sonderlings, zu Beginn des 20. Jahrhunderts vermutlich aus Frankreich nach Havanna gekommen, dort hochbetagt, wohl weit über 90 Jahre alt, 1980 gestorben. Bekannt wurde der Stadtstreicher, der wegen Diebstahls auch schon mal im Gefängnis landete, vor allem wegen seiner ausgesuchten Höflichkeit gegenüber Frauen – der er schließlich auch seinen Spitznamen „Caballero von Paris“ verdankte.

Ganz in der Nähe davon befindet sich eine Galerie für moderne Kunst, untergebracht in einem ansehnlichen Bürgerhaus mit begrüntem Innenhof, in dem die Pfauen spazieren.

Am Plaza Vieja

Nach einer kurzen Wegstrecke gelangt man an „Plaza Vieja“, den „Alten Platz“, ein Altstadtplatz, dessen ansehnliche Kolonialbauten zum großen Teil bereits wieder rekonstruiert worden sind. Dazu zeigen Schautafeln, wie diese Bauten vor der Rekonstruktion aussahen: Leere Fensterhöhlen oder mit Brettern vernagelte Fenster, obere Stockwerke, die wie weggebombt waren.

Noch vor einigen Jahren, so Reiseführer Adalberto, konnte jeder Bewohner einer Altstadtwohnung damit machen, was er wollte, die Fassade gestalten, wie er wollte, Wände herausreißen oder neue ziehen, alles ohne Rücksicht auf den Gesamteindruck. Doch damit ist es nun vorbei, und der Plaza Vieja inzwischen sicher einer der schönsten Orte in der Altstadt, an dem man an einer offenen Stelle auch noch einen Blick in Havannas älteste Wasserleitungen werfen kann.

Ein Treffpunkt am Plaza Vieja: das Café Escorial, ein Traditionshaus in einem der rekonstruierten Gebäude, mit einem allerdings eher kleinen Innenraum, wo der Kaffee in einer altertümlichen Mühle frisch gemahlen, an einer hölzernen Theke auch verkauft wird. Wer hier direkt eine Tasse trinken möchte, setzt sich unterdessen an einen der – wenigen - Tische unter den Arkaden vor dem Haus, beobachtet dabei das Treiben auf dem Platz, das aber immer noch weitgehend von den Bauarbeitern bestimmt wird.

Zum Plaza de Armas und zur Kathedrale

Unser Weg führt uns nun wieder durch die für den Autoverkehr gesperrten Gassen der Altstadt, wo auch eine ganze Reihe von Artisten, Musikern und Schnell-Zeichnern versucht, an den Touristen ein paar Pesos zu verdienen. Andere, die nicht so kunstfertig sind, bieten den Touristen eine „Granma“, die Parteizeitung zum Kauf an – für einen Konvertiblen Peso, also ungefähr einem US-$ das Stück.

Am Plaza de Armas dagegen hat sich ein richtiger kleiner Markt etabliert, werden an improvisierten Ständen Antiquitäten, meist alte Bücher, und jede Menge Trödel angeboten, gibt es aber augenscheinlich mehr Verkäufer als interessierte Käufer. Allerdings sind die Verkäufer hier auch ausschließlich an den Konvertiblen Pesos, der für die Touristen ausgegebenen Währung, interessiert.

Vorbei am Platz der Kathedrale – auffällig: die unterschiedlichen Türme des Sakralbaus, der zweistöckige Glockenturm massiv und gedungen, der andere mit der Uhr dagegen fast filigran – geht es zur Bodeguita del Medio, die Stamm-Bar von Ernest Hemingway während seiner Zeit in Kuba, deshalb nun ein bevorzugter Touristen-Treff, schon von außen erkennbar an den Bildern von Hemingway und Hemingway-Handschriften an der Fassade. 

Kanonenschuss-Zeremonie in der Fortaleza de la Cabaña

Am letzten Abend in Havanna fahren wir zur „Kanonenschuss-Zeremonie“ in der Fortaleza de la Cabaña, der spanischen Festung auf der Ostseite des Kanals zum Hafen, also auf der der Altstadt gegenüberliegenden Seite Havannas. Dabei hat die Festung, deren Mauern nun am Abend angestrahlt werden, selbst die Ausmaße einer kleineren Stadt, in der nun, da sich hier gerade die Touristen versammeln, auch ein kleiner Markt statt findet.

Die Kanonenschuss-Zeremonie selbst ist eine gespielte Wachablösung, vorgeführt von jungen Männern in den alten spanischen Uniformen, die „Offiziere“ mit Perücke, viel Fackel-Zauber, Stechschritt-Märschen und laut gebrüllten Befehlen – bis dann pünktlich um neun Uhr die Kanone einmal über der Hafeneinfahrt abgefeuert wird, und das mit einem Getöse, das sicherlich noch auf der anderen Seite des Kanals deutlich zu hören ist.                 

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