Taironaca - eine Tagestour in den Ökopark und das archäologische Grabungsfeld Taironaca,  einst Dorf der Tairona-Indianer am Don-Diego-River, an Kolumbiens Karibikküste

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Taironaca - Ökopark und Fundstätte der Schätze der Tairona am Don-Diego

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Taironaca - eine Tagestour in den Ökopark und einstige Tairona-Indianer-Dorf am Don-Diego-River


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Auf dem Dschungellehrpfad des Ökoparks

Der so genannte Ökopark Taironaca ist Teil eines in der Nähe des Nationalparks Tayrona gelegenen Dorfes, rund 60 Kilometer von Santa Marta entfernt, ein privat betriebener Freizeitpark mit Dschungellehrpfad, kleinem Museum und archäologischem Feld nahe der Mündung des Don Diego.

Das eigentliche Dorf ist umgegeben von Bananenplantagen und, wie auch die anderen Dörfer dieser Region, von Blumengärten. Der Verkauf von Blumen scheint hier wirtschaftlich eine ganz zentrale Rolle zu spielen.

Klicke auf das BildEine Tour durch den Ökopark jedenfalls beginnt auf dem Dschungellehrpfad, wo Kolonnen von Blattschneideameisen ihre Ernte vom Baum zum Nest tragen, jedes Tier, das gerade vom Baum kommt, ein abgesägtes Stück Blatt tragend, das um ein Vielfaches größer als es selbst ist, während vom Nest kommend unermüdlich andere Kolonnen an den großen Ernteplatz marschieren.

Klicke auf das BildLinks und rechts des Weges, von dem aus man an einigen Stellen auf den bräunlichen Don Diego schaut, wachsen wild einige Bananen, zahllose Orchideen und etliche andere Pflanzen. Dabei eher unauffällig: die Kokasträucher mit ihren kleinen roten Früchten. Unser Guide Alberto muss uns extra auf dieses Gewächs aufmerksam machen – und auch den anderen, kolumbianischen Besuchern scheint die Kokapflanze zumindest in natura eher unbekannt zu sein.

Das Gold der Tairona-Indianer

Der Dschungellehrpfad führt an einem Teich vorbei zum Minizoo mit kleinen Affen, den einheimischen Tieren, die man aber nicht unbedingt zu sehen bekommt, dazu frei laufenden Pfauen – und natürlich Papageien. Hier befindet sich auch der Hauptplatz des Ökoparks mit dem Freiluft-Restaurant – und einem kleinen Museum.

Klicke auf das BildIn dem geht es ausschließlich um die Geschichte der Tairona-Indianer, die diesen Teil der Karibikküste vor der Ankunft der Spanier besiedelten. Zu sehen sind in dem einfachen, bescheidenen Bau Gemälde vom Leben der Tairona-Indianer, allerdings wohl sehr romantisierende Bilder von braunhäutigen, nur leicht bekleideten  Menschen inmitten friedlicher Dörfer und blühender Natur, dazu aber auch einige Repliken von Keramiken und Kunstgegenständen, die hier auf dem Gelände gefunden wurden. Das stellen in der Regel Götter oder Dämonen dar – waren teilweise auch als Gold, wobei die hier ausgestellten Kopien aber nur aus Messing bestehen. Aber immerhin: Im Original haben die Tairona Gold zu Figuren doch recht beachtlicher Größe verarbeitet.

Klicke auf das BildDabei lebten diese Goldschmiede in einfachen fensterlosen runden Hütten aus Bast und Palmenzweigen, von denen eine nun als Nachbau ebenfalls zu besichtigen ist. Eine Familie von bis zu fünf Menschen fand hier Platz, wobei die Schlafplätze, also die Hängematten, sowie die wenigen Habseligkeiten sich an den Wänden befanden, die Mitte der Hütte als Feuerstelle frei blieb.

Wie groß, besser wie klein diese Hütten tatsächlich waren, erkennt man noch an den auf Hügeln liegenden Fundamenten der Tairona-Hütten, die ursprünglich auf dem Gelände des Ökoparks standen. Mehr als sieben Klicke auf das Bild oder acht Meter Durchmesser hatten auch die größeren Behausungen nicht. Aber dafür hatte ein Dorf mitunter einige Hundert solcher Häuser – wobei sich an den Dörfern vorbei und durch sie hindurch ein aus schmalen, mit Steinen ausgelegten Kanalsystem zog, dass die Felder wie auch die Dorfbewohner mit Wasser versorgte. Das Kanalsystem, dessen Reste nun in Taironaca zu sehen sind, soll jedenfalls mehrere Jahrhunderte alt, noch vor der Ankunft der spanischen Eroberer angelegt worden seien.

Auf dem Don Diego River

Der Don Diego fließt trübe vor sich hin – und sein Wasser ist erstaunlich kalt. Der Don Diego, so erklärt Alberto, ist Klicke auf das Bild schließlich auch ein Schmelzwasserfluss, entsprungen aus den Eis- und Schneefeldern der umliegenden Berge der Sierra Nevada, und normalerweise wäre er auch viel klarer. Nur weil es kürzlich geregnet hat, scheine sein Wasser nun so trübe.

Wir fahren den Don Diego ein kleines Stück mit dem Boot Richtung Mündung. Das Grün an den mit Mangroven bewachsenen Ufern wirkt dabei so dicht, als wären wir im tiefsten Dschungel. Dass wir in Wahrheit durch ein bewohntes Gebiet fahren, zeigt nur eine alte Frau, von den Gesichtszügen her vielleicht eine Indianerin, die im Fluss stehend ihre Wäsche wäscht.

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