Cartagena - die historische Altstadt, die Festung San Felipe, das Augustinerkloster Cerero La Popa - eine Tagestour in Kolumbiens Kolonialstadt an der Karibikküste

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Cartagena - eine Tagestour in Kolumbiens Kolonialstadt an der Karibikküste

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Cartagena - eine Tagestour in die historische Altstadt, zur Festung San Felipe, in das Augustinerkloster Cerero La Popa


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Die Festung San Felipe

Von Osten kommend passiert man als erstes die Ausläufer von Cartagena, zunächst bestehend aus teuer aussehenden Appartementhäusern, kommt dann am Stadtstrand vorbei, wo am Morgen Schwärme von Pelikanen versuchen, den Fischern die Beute streitig zu machen. Und gleich am Strand erhebt sich auch bereits die erste Festungsmauer dieser historischen Stadt, einst eines der wichtigen Zentren der spanischen Kolonialherrschaft über Südamerika. Allerdings: Diese Mauer gehört zu keiner Festung, ist nur ein Teil der noch immer vollständig erhaltenen Stadtmauer Cartagenas.

Klicke auf das BildCartagenas tatsächliche Festung, die Festung San Felipe, errichtet ab der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, dann rund 200 Jahre lang immer weiter befestigt und ausgebaut, ist für Tagesbesucher das erste Ziel der Stadtbesichtigung. Ein imposantes Bauwerk: Auf einer Erhebung über der Stadt gelegen, kann man von unten kaum sagen, ob die einzige Festung dieser Art auf kolumbianischen Boden, gebaut unter anderem als sicheres Depot für das für Europa bestimmte Gold, nun auf einem Hügel steht oder ob sie nicht selbst als Hügel angelegt ist.

Steigt man nun auf diesen Hügel, sieht man von den Wällen, auch die mehrere Meter dick, auf die verschiedenen Inseln, über die das moderne Cartagena verteilt ist, auf die Hochhäuser und die von ihrer Mauer umgebene Altstadt direkt am Wasser und auf den Hafen.

San Felipes Besucherattraktion sind aber nicht einmal die mächtigen Wälle oder die Aussicht, sondern die  Kommunikationsgänge in der Festung - und der alte Fluchtweg, auf dem sich die rund 200 Mann zählende Besatzung im Notfall hätte zurückziehen sollen. Die Kommunikationswege verlaufen unterirdisch, sind Gewölbe, in denen man sich ducken muss, um nicht mit dem Kopf gegen die Decke zu stoßen, aber immerhin breit genug, dass zwei oder zur Not auch drei Mann nebeneinander laufen können, dazu links und rechts in Abständen von nur wenigen Metern mit kleineren Kammern versehen, die das Gefühl vermitteln, hier genügend Platz und Ausweichmöglichkeiten zu haben.

Klicke auf das BildAber wie anders dann der Fluchtweg! Rund 200 Meter ist der lang, gerade so breit, dass ein Mann in der Dunkelheit an beiden Seiten mit den Händen Halt finden kann. Und obwohl es auf diesem Weg nach unten inzwischen auch ein – schwaches – elektrisches Licht gibt, bekommt man doch einen Eindruck davon, wie diese Route früher in der Dunkelheit oder nur mit dem Licht von Fackeln auf ihre Passanten gewirkt haben muss.

Der Endpunkt des Weges liegt nun jedenfalls eineinhalb Meter unter der Meeresoberfläche. Und hier ist es nun nicht mehr nur stickig, sondern auch feucht, so feucht, dass die grauen Steine von einer grünen Schicht Algen überzogen sind.

Zu Füßen der Festung liegt ein kleiner Marktplatz, auf dem sich ein Paar Schuhe darstellendes Denkmal befindet. Gewidmet ist dieses „Schuh-Denkmal“ einem Heimatdichter, und die Schuhe sollen dabei, wieso auch immer, für die Liebe der Bürger zu ihrer Stadt stehen. Vielleicht steht es aber auch nur für die Liebe der Kolumbianer zu Denkmälern im Allgemeinen – und ist der tiefere Sinn einem Außenstehenden nur schwer zu erklären.

Zum alten Augustiner-Kloster Cerero La Popa

Von hier geht es mit dem Bus zur Cerero La Popa, einem alten Augustinerkloster, in dem Johannes Paul II bei einer Südamerikareise einquartiert war, das seitdem die neue Bezeichnung trägt. Der gewundene Weg auf den 150 Meter hohen Hügel, die höchste Erhebung Cartagenas, führt durch die ärmeren Viertel, die Slums der Stadt. Kleine Häuser drängen sich entlang schmaler, verwinkelter Gassen an den Hängen. Man sieht ein paar Hühner und Ziegen, was diesen Vierteln einen eher ländlichen denn städtischen Charakter gibt.

Alle zehn Höhenmeter steht ein Kreuz an der Straße, das 15. Kreuz dann auf dem Platz vor dem Kloster. Hier haben sich die Andenkenverkäufer breit gemacht, können sich die Besucher mit einem Esel oder einem Affen fotografieren lassen – und bei den einheimischen Touristen finden diese Dienstleistungen durchaus auch ihren Zuspruch.

Das Kloster ist aber wohl vor allem wegen des Ausblicks auf die Stadt eine Besucherattraktion. Deutlicher als von San Felipe sieht man hier die über mehrere Inseln verteilten modernen Konturen Cartagenas, ist der historische Stadtkern nur noch im Schatten der neuen von Hochhäusern gebildeten Skyline auszumachen.

Klicke auf das BildDie Klosteranlage selbst ist eine ziemlich neu erscheinende, tatsächlich aber vollständig rekonstruierte Anlage, von außen ganz in weiß gehalten, innen dann mit einem tropisch begrünten Innenhof, einer kleinen, aber prächtigen Kapelle,  einem Museum, dessen Exponate eher willkürlich zusammengestellt scheinen und einigen alten Fotos, die die Klosteranlage fast als Ruine zeigen, aus der Zeit unmittelbar vor der Rekonstruktion.

Cartagenas koloniale Altstadt

Durch eines der Stadttore betritt man schließlich nach der Rückkehr aus dem Kloster die historische Innenstadt. Die Straßen sind überraschend breit, gesäumt von alten Kolonialbauten, allesamt instandgesetzt, teilweise mit hübschen Holzbalkonen versehen.

Klicke auf das BildDer Plaza de Santa Domingo ist kein besonders großer Platz, aber faszinierend lebendig, mit einem in einem Kolonialbau untergebrachten Hotel, einem Straßencafé, das bis auf den letzten Platz besetzt ist. Hier zeigt sich Cartagena als ein Touristenziel, wenn auch praktisch nur für kolumbianische Touristen. Und: Wer als Einheimischer hier nicht genug Geld hat, bekommt ein Problem, wissen die Reiseführer. Denn für ihre Einwohner ist das Leben teuer.

Klicke auf das BildEtwas Geld lässt sich wohl mit dem Straßenhandel verdienen, und so sieht man an jeder Ecke gleich mehrere Straßenhändler, vor allem aber Straßenhändlerinnen, die – gekleidet in bunter Tracht – allerlei Souvenirs, aber auch frisches Obst feil bieten.

Nicht nur von Touristen gut besucht: die Kathedrale gegenüber dem kleinen Stadtpark. Gleich daneben: der Palast des Gouverneurs, ein weißer Bau, der aber hier, direkt an der Straße, nicht zur vollen Geltung kommt.

Ganz in der Nähe liegt ein weiterer Platz mit einer, eher gedungenen Kathedrale, und an diesen Platz schließt sich dann Klicke auf das Bild gleich ein anderer, weiter Platz mit Repräsentativbauen, etwa dem einstigen Haus des Bürgermeisters an, ein Platz, der angesichts seiner Größe aber fast menschenleer wirkt.

Man verlässt die Altstadt wieder durch eines der Stadttore: Die Stadtmauer ist hier so massiv, dass der Durchgang eine richtige Passage bildet, in der es sogar einige Marktstände gibt.

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