Santa Marta -  ein Bummel durch die Altstadt, ein Besuch der Quinta de San Pedro Alejandriro mit dem Simon-Bolivar-Museum, und des Denkmals für El Pibe, Taganga und Tauchplätze in der Bucht Santa Martas

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Santa Marta - in der ältesten "europäischen" Stadt Südamerikas

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In der Altstadt von Santa Marta

Ein Bummel durch die Altstadt von Santa Marta, der 1525 als erste auf dem südamerikanischen Kontinent gegründeten festen, dauerhaften europäischen Siedlung, heute Hauptstadt des kolumbianischen Departamento Magdalena, startet am Parque Bolivar, unmittelbar gegenüber der Hafenpromenade, von der aus man auf die Bucht mit ihren Felsinseln schaut – und was bei den Einheimischen ein beliebter Treffpunkt zu sein scheint.

Genau so natürlich wie der Parque Bolivar: Gleich zwei Denkmäler zieren diesen Platz, dessen vordere, der Hafenpromenade zugewandte Seite als länglicher Park gestaltet ist, während die andere Hälfte ein echter Stadtplatz ist.

Klicke auf das BildUnd um den herum beginnt auch bereits die Altstadt. Besonders viel original erhaltene Bauten der Kolonialzeit findet man hier allerdings nicht mehr. Eine der wenigen Ausnahmen: ein dreistöckiges Gebäude mit bräunlich-gelblicher Fassade. Im Innenhof befindet sich das nicht sonderlich frequentierte Touristenbüro – und sieht man, wie renovierungsbedürftig dieser Komplex trotz der hübschen Fassade ist.

Klicke auf das BildDer eigentliche Orientierungspunkt in der Altstadt ist die Kathedrale, angeblich die älteste auf dem südamerikanischen Kontinent, dafür aber in frischem Weiß strahlend, ein Bauwerk, dass für eine Kathedrale eher schmucklos und bescheiden wirkt. Auch im Inneren vermittelt sie einen eher eleganten als pompösen Eindruck.

Da wirkt der Vorplatz, umgeben von Kolonialbauten, die nicht mehr als zwei Stockwerke zählen, schon fast gewaltiger. Und trotz der gut besuchten Straßencafés und einiger Eisverkäufer, die es hier gibt, erscheint dieser Platz angesichts seiner Größe nicht wirklich bevölkert.

Klicke auf das BildRund um die Kirche und ihren Platz bestimmen die Straßenhändler das Bild der Altstadtgassen. Und da gibt es nicht nur die Stände mit Obst, da findet man Schuhe und Lederwaren, dürfen auch die Schuhputzer nicht fehlen – und schließlich gelangt man in eine Straße, in der sich die Schmuckhändler breit gemacht haben, natürlich zwar nicht auf der Straße sondern in festen Ladengeschäften, die in der Regel aber nicht größer als kleine Kioske sind.

Klicke auf das BildEine der hübscheren Altstadtgassen dient nun als ruhige Fußgängerzone, in der sich in fast jedem Haus ein Restaurant oder Kaffee etabliert hat, wobei in den Läden aber kaum Betrieb herrscht. Besonders viel Gäste, vor allem ausländische Gäste, scheinen sich hier nicht sehen zulassen – obwohl man sich hier mit den Restaurierungen besonders viel Mühe gab, manche der einstöckigen Häuser mit ihren Säulenportalen wirklich wie vornehme Bürgerhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts wirken - passend zu dem kleinen innerstädtischen Park am Ende dieser Straße, der mit seinem Pavillon die gleiche gediegene Bürgerlichkeit ausstrahlt.

Abseits von diesem Altstadt-Zentrum sind Mangobäume sind in den Straßen von Santa Marta die großen Schattenspender. Die meist einstöckigen Wohnhäuser verfügen meist über einen kleinen Vorgärten, sind blau, rosa oder in anderen Farben angestrichen - wobei die bunten Farben vielfach wieder am verblassen sind. Die älteste europäische Stadt auf dem amerikanischen Festland macht hier einen ausgesprochen verschlafenen Eindruck, mit nur wenigen Geschäften und kaum Menschen auf der Straße

Erinnerungen an Simon Bolivar in der Quinta de San Pedro Alejandriro

Das erste Ziel einer Stadtrundfahrt, wie sie in den umliegenden Hotels angeboten wird, ist die Quinta de San Pedro Alejandriro. Die liegt am grünen Rand der Stadt, ist eine ehemalige Zuckerplantage, nun botanischer Garten - und vor allem eine Erinnerungsstätte für Simon Bolivar, der im Dezember 1830 hier die letzten Tage seines Lebens verbrachte.

Klicke auf das BildUnter allen Gewächsen des Botanischen Gartens am beeindruckendsten: ein Ficus Benjamin mit einem völlig verästelten Stamm, mit Wurzeln, die sich beidseits des Weges in die Erde gegraben haben, und der nun aus mehreren Stämmen zu bestehen scheint. Ein künstlicher Teich ist ganz von Wasserlilien bedeckt - und auf dem Rasen, wo natürlich ein Denkmal von Simon Bolivar nicht fehlen darf, spazieren gemächlich die Leguane.

Klicke auf das BildIm Zentrum der Anlage liegt aber der Bau, weswegen die meisten kolumbianischen Besucher hierher kommen: die weiße, neoklassizistische Erinnerungshalle für Bolivar, über deren Eingang der Schriftzug "Colombia Al Libertador" prangt. Und drinnen steht dann das dreistöckig gegliederte Marmordenkmal mit allegorischen Figuren und der heroisierenden Darstellung von Simon Bolivar auf der Spitze.

Klicke auf das BildNoch aus der Zeit von Simon Bolivar selbst sind die gelben, eigentlich schlicht gehaltenen Gebäude der einstigen Finca, Gebäude, die nun als Museum, eher noch als Heiligenschrein dienen, in denen man aus gebührender Entfernung Simon Bolivars Waschbecken, seine Toilette, seine Likörgläser bestaunen darf, dazu einige heroische Gemälde von den Schlachten des Befreiungskrieges, und schließlich auch den Sarkophag, in dem Bolivar zunächst bestattet worden war.

Weitaus weniger zu sehen gibt es dagegen in der einstigen Zuckermühle: Hier steht nur noch die hebelbetriebene Presse, langsam vor sich hin rostend, ist der Raum ansonsten leer - und wartet mit seinem aufgerissenen Boden auf eine Instandsetzung.

Ein Denkmal für den Fußball-Star "El Pibe"

Klicke auf das BildEine weitere Erinnerungsstätte Santa Martas findet sich vor dem Fußballstadion. Hier steht das Denkmal für Carlos Alberto Valderrama, genannt "El Pibe", den Fußballer, der durch seinen Torschuss im Spiel gegen Deutschland der kolumbianischen Mannschaft zum ersten mal ermöglichte, bei einer Weltmeisterschaft überdies Vorrunde hinaus zu kommen. Das Denkmal zeigt nun einen muskulösen Mann mit Rastafrisur, dessen Fuß gerade den Ball berührt, ein Denkmal, das aber weniger an heroische Kriegerdenkmäler als an Plastik-Spielzeugfiguren erinnert.

Taganga - Santa Martas Nachbardorf

Klicke auf das BildIm Norden von Santa Marta liegt ein Aussichtspunkt, von dem aus man auf die Bucht von Taganga sieht. Taganga ist ein Fischerdorf, das sich in den letzten Jahren zum Anziehungspunkt für Globetrotter und Lebenskünstler aller Art entwickelt hat, und das sich tatsächlich durch seine reizvolle Lage an der geschützten, eine halbe Ellipse bildenden Bucht, zwischen den grünen Bergen auszeichnet.

Die Leuchtturm-Insel - ein Tauchplatz in der Bucht von Santa Marta

Zwar gilt Taganga als eines der Zentren des Tauchsports an der kolumbianischen Karibik-Küste - aber auch die Bucht von Santa Marta hat - trotz des Hafens - ihre Tauchplätze, zum Beispiel an der kleinen Felsinsel mit dem Leuchtturm.

Klicke auf das BildIn etwa 20 Metern Tiefe wachsen große Trichterkorallen, begegnet man Koffer-, Flöten- und anderen Fischen.

Ungewöhnlich beim Tauchen: Manche Tauchlehrer machen hier mit einem Dreizack Jagd auf die Feuerfische, bringen auch einige von ihnen zur Strecke, die dann in einen Plastiksack landen. Der Grund für dieses anderswo unvorstellbare Verhalten: Die Feuerfische sind die Nachfahren einiger weniger Exemplare, die vor Jahren aus einem Aquarium vermutlich in Miami entkommen wären. Jedenfalls sind sie nicht in der Karibik heimisch. Aber da es hier keine natürlichen Feinde für sie gibt, vermehren sie sich rasant, fressen dabei die Brut der anderen Fische, die sie nun sogar in ihrem Bestand gefährden würden. Deshalb versuchen die kolumbianischen Tauchbasen an der Karibik, die Ausbreitung der Feuerfische so gut es geht zu verhindern.

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