Jamaika - Black River und Blue Mountains, Seite 2

Von Savanna-La-Mar über Belmont und Black River auf der Bambusallee in die Blue Mountains



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Von Negril nach Savanna-La-Mar

Einige kleinere Erdnussfelder, anschließend Bananenplantagen – und schließlich Zuckerrohr, soweit das Auge reicht: Das ist die Landschaft, die wir passieren, nachdem wir Negril verlassen haben. Wir kommen durch kleine Dörfer mit Holzhütten und einer Unzahl von Kirchen aller möglichen Glaubensrichtungen, bis Klicke auf das Bildwir als unser erstes Etappenziel Savanna-La-Mar, die Provinzhauptstadt von Westmoreland, erreichen.
Savanna-La-Mar ist ein quirrliges Kleinstädtchen mit einem, für seine Größe, imposanten Gerichtsgebäude, das allerdings eher an eine Kirche erinnert. Aber natürlich befinden sich auch gleich mehrere echte Kirchen in seiner unmittelbaren Nachbarschaft.
Unmittelbar am Wasser liegen die Markthallen, zwei größere, im Inneren ziemlich dunkle Holzbauten. An den Ständen wird fast ausschließlich Obst verkauft, aus Fässern auch eingelegter Fisch. Vor den Markthallen haben einige Straßenhändler ihre Waren auf dem Bürgersteig ausgebreitet, und dazwischen suchen die Ziegen nach Fressbarem unter dem Abfall.

Am Grab von Peter Tosh

Klicke auf das BildÜber die schmale, aber ordentlich asphaltierten Küstenstraße, weiter über Belmont Richtung Black River. An manchen Stellen neigen sich die Bäume über der Straße hin zum Wasser, so dass es scheint, als fahre man durch einen Tunnel.
In Belmont, einem unscheinbaren kleinen Straßendorf, steht das Grabmal des Reggae-Musikers Peter Tosh. Der weiße Sarkophag befindet sich in einem kleinen Steinbau, der Eingang bemalt mit den äthiopischen Farben. Auf der Grabplatte liegt ein schon vergilbtes Poster des einstigen äthiopischen Kaisers Haile Selassi.







Über Black River und die Bambusallee in die Berge

Klicke auf das BildBlack River, so erzählt unser Fahrer John, war die erste Stadt auf Jamaika, die Elektrizität bekam. Einige Holzhäuser, prachtvoll mit Säulen und großzügigen Veranden errichtet, etwa im Stil der Herrenhäuser der amerikanischen Südstaaten, erinnern auch noch an den einst mit der Holzindustrie verbundenen Reichtum. Doch die früher stolzen Gebäude stehen nun, meist schon halb zerfallen, leer.
Heute ist die Stadt Ausgangspunkt für Bootstouren auf dem Fluss, für Krokodilsafaris. Allerdings: Ob man die eher scheuen Tiere tatsächlich zu sehen bekommt, ist eine Frage des Glücks.
Nun geht es ins Landesinnere, in die Berge. Auf einer kurzen Wegstrecke nach Mandeville bilden die herüberhängenden Bambusstangen von beiden Seiten der Fahrbahn ein regelrechtes dichtes Dach über der Straße. Bambusallee wird dieser Teil der Strecke unseres Weges genannt.
Weiter oben in den Bergen halten wir an einem Aussichtspunkt, schauen auf ein riesiges grünes Tal, an dessen einem Ende dunkle Gewitterwolken aufziehen. Über uns kreisen große schwarze Krähen, die aus einiger Entfernung wie Adler wirken. Wir sind in den Blue Mountains.




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