Dominikanische Republik - Cabarete, Seite 1

Cabarete, Ferienort mit Strand für Surfer und einem Nationalpark mit Höhlensystem



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Straßendorf mit Strand

Klicke auf das BildCabarete ist ein Straßendorf: Links und rechts der Straße sind Hotels, Restaurants und Souvenirshops, überall Hinweisschilder auch in deutscher Sprache, dazu schließlich das wichtigste: Der Strand.
Zum Schwimmen oder sogar zum Schnorcheln ist die Brandung zu heftig. Cabarete ist nun einmal der Strand für Surfer.
Aber nicht nur das: Wir beobachten einen "Schwimmer", der sich von einem Flugdrachen durch die Wellen ziehen lässt.




Abseits der Touristenmeile

Von Cabaretes Ortsausgang ins Landesinnere ein. Wir wollen die Tropfsteinhöhlen besuchen, die sich in dem hier ausgewiesenen Nationalpark befinden. Die ungepflasterte Straße führt uns am "Cabarete der Einheimischen" vorbei. Einige Bewohner haben es zu einigem Wohlstand gebracht, zumindest ihren Häusern nach zu urteilen. Doch die meisten Menschen hier leben in einfachen Steinhäusern mit kleinen Gärten davor.

Die Höhlen des Nationalparks

Vor dem Nationalpark fließt ein kleines Bächlein, und ein unterirdisches Flusssystem ist es auch, was die ganz verschiedenen Hohlen Cabaretes, von denen jede ihren eigenen Charakter hat, verbindet. Dieses unterirdische Flusssystem hat in den Höhlen sogar kleine Seen gebildet, die nun von unten mit Wasser gespeist und von oben mit Kalkstaub berieselt werden.
Klicke auf das BildSieben Millionen Jahre, so erzählt uns Angelo, unser Höhlen-Guide, ist das Alter des Höhlensystems und auch der Höhle, die wir als erste besichtigen - wobei die jüngste Höhle dann allerdings nur zwei Millionen Jahre zählt. Berechnen kann man das Alter einer Höhle an der Länge der Stalagmiten und Stalaktiten, gebildet von dem Wasser, das von der Höhlendecke herabtropft. Alle zehn Stunden fällt ein Tropfen. An einigen Stellen sind Stalaktiten und Stalagmiten zusammengewachsen, bilden nun mächtige Stalakmaten.
Von manchen Stalagmiten sind allerdings die Zapfen abgebrochen worden. Die Zapfen verstauben nun irgendwo als Souvenirs ignoranter Touristen.
Dabei geben nur die ganzen Stalaktiten, die von der Höhlendecke herabhängen, den Klang eines Glockenspiels, wenn man mit den Fingern gegen sie schnippt. Ein Höhlenraum wird deswegen auch als "Musikzimmer" bezeichnet.
Das Wasser auf dem Höhlengrund ist so klar, das man es erst entdeckt, wenn man einen Stein hineinwirft und es dann Wellen schlägt. In einer der Höhlen, so berichtet die Legende, die uns Angelo erzählt, sei das Wasser ein Jungbrunnen, garantiere dem Badenden eine Lebensspanne von 600 Jahren.
Ein mystischer Ort waren die Höhlen in jedem Fall für die Indianer: In dem Wasser der einen Grotte haben sie ihre Toten begraben, und eine andere Höhle, in der sich nun afrikanische Skulpturen befinden, war ein Versteck entflohener schwarzer Sklaven.
Von den Fledermäusen ist zwar nichts zu sehen, eben so wenig von den blinden Spinnen, die unser Licht fürchten, dafür entdecken wir aber die Spinnweben, die wie Seidenfäden von den Höhlenwänden herabhängen.
Überall ziehen sich Wurzeln durch den Kalkstein. In der letzten Höhle, die wir besichtigen, der "Voodoo-Höhle", hat sich eine armdicke Wurzel von dem oberen Felsen wie ein Seil herabgeschlängelt, dann unten fortgepflanzt und soll in eine Tiefe von 60 Meter unter dem Felsboden fortgewachsen sein.


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